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FC Augsburg
27.06.2016

So gibt Dirk Schuster die Richtung beim FCA vor

Der neue FCA-Coach Dirk Schuster muss sich zunächst ein Bild von seiner Mannschaft machen. Nach der ersten Woche hatte Schuster allerdings noch keinen Grund zu Meckern.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Dirk Schuster trainiert den FC Augsburg nun seit einer Woche. Dabei zeigt sich, dass der 48-Jährige authentisch geblieben ist.

In manchen Situationen kommt er wieder zum Vorschein: der junge, der wilde, der frühere Dirk Schuster. Da zeigt es sich dann auch, dass der mittlerweile 48-jährige Trainer des FC Augsburg authentisch geblieben ist. Er, der als früherer Bundesliga-Verteidiger weder den Gegner noch sich selbst schonte, kann schon mal fuchsteufelswild werden, wenn schluderig gespielt wird. Neuzugang Georg Teigl (zuletzt RB Leipzig) bekam das bereits zu spüren. Ihn faltete Schuster mal kurz zusammen, weil er im Training seinen Gegenspieler nicht attackierte, sondern nur als dessen „Begleitschutz“ fungierte. Schuster spricht energisch, aber keinesfalls beleidigend.

Schuster ist auf dem Platz ohnehin kein Lautsprecher, eher meist ein stiller Beobachter. Eben einer, der erst seit einer Woche in Augsburg trainiert und seine Leute noch genau kennenlernen muss. Eine Chance bekommen alle unter ihm. Das war sein Credo, als er in Augsburg vorgestellt wurde. Die nächsten Wochen werden deshalb für die Spieler auch so etwas wie eine Cas-ting-Show. Es wird Gewinner, und es wird Verlierer geben. Schuster hat dann eine ähnliche Funktion wie Dieter Bohlen in „Deutschland sucht den Superstar“. Allerdings in wahrscheinlich gemäßigterer Wortwahl. Schuster ist nach der ersten Woche zufrieden: „Es ist alles okay. Die Spieler ziehen mit und es macht Spaß.“ Der ehemalige Profi macht im Training einiges, das auch da schon einen gewissen Wettbewerbscharakter hat, wenn zum Beispiel bei einem Spielchen nur die Mannschaft einen Punkt bekommt, die 15 Mal hintereinander am Ball ist.

FCA-Trainer Schuster wollte Spieler früh kennenlernen

Kein Verein in der 1. Bundesliga hat mit der Vorbereitung so früh begonnen wie der FC Augsburg. Grund war auch, weil Schuster, der zuletzt den SV Darmstadt 98 trainierte, seine Spieler so früh wie möglich kennenlernen wollte. Allerdings fehlen ihm noch Einige. Torwart Marwin Hitz, der bis Samstag bei der EM in Frankreich war, geht erst jetzt in die Sommerpause.

Alfred Finnbogason ist noch mit Island bei der EM. Jan-Ingwer Callsen-Bracker fehlt verletzungsbedingt und Ragnar Klavan, Jeong-Ho Hong, Dong-Won Ji oder Konstantinos Stafylidis waren nach dem letzten Saisonspiel noch mit ihren jeweiligen Nationalteams im Einsatz und fehlen ebenso. Außerdem ist Alexander Esswein nach seinem Muskelbündelriss noch nicht so weit. Bei ihm ist allerdings fraglich, ob Schuster überhaupt noch auf ihn zurückgreifen kann. Angeblich hat Esswein schon in seinem erweiterten Bekanntenkreis erzählt, dass er zu Hertha BSC Berlin wechselt. Schuster zuckt mit den Schultern: „Ich habe auch schon mal in der Zeitung davon gelesen, dass ihn angeblich Hertha will, das ist aber alles. Wir kommentieren Gerüchte grundsätzlich nicht.“

Vom 4. bis zum 10. Juli gibt der Coach seinen Spielern noch eine Woche frei, bevor es in die Vollen geht. Vom 30. Juli bis zum 8. August fährt Schuster mit seinem Team ins Trainingslager nach Mals in Südtirol. In der Zwischenzeit muss Schuster in Augsburg erst noch richtig heimisch werden. Bisher wohnt der Chemnitzer nämlich noch in einem Hotel im südlichen Landkreis. Zwar hat Schuster schon eine Wohnung in der Augsburger Innenstadt gefunden, aber bis er da auch schlafen kann, muss er noch eine Weile warten: „Die ist leider noch nicht ganz bezugsfertig.“

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