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FC Augsburg

07.06.2020

FCA-Coach Herrlich kann gegen Köln auf Philipp Max zählen

Philipp Max kehrt nach seiner Verletzung in den Kader des FC Augsburg zurück.

FCA-Trainer Heiko Herrlich lobt den 1. FC Köln in den höchsten Tönen, spricht von Champions-League-Niveau, was verwundert. Haben die Gäste doch gerade mal drei Punkte mehr als sein Team.

Mit den Basketballern der nordamerikanischen Profi-Liga NBA möchte Heiko Herrlich nicht tauschen. „Was haben die verbrochen, dass sie zwei Monate ins Disneyland müssen“, sagte der Trainer des FC Augsburg am Donnerstag zu den Plänen der NBA, die unterbrochene Saison ab Anfang Juli im Disney-World-Freizeitpark in Orlando (Florida) zu Ende zu spielen. Verständlich, hatte Herrlich doch schon Probleme, die nur einwöchige Quarantäne vor dem Bundesliga-Re-Start einzuhalten und anscheinend ist er auch kein Freund der Dauerbespaßung auf amerikanische Art.

Aber auch die Bundesliga ist weit davon entfernt, ganz normal die Saison in Zeiten des Coronavirus zu Ende zu bringen. Sichtbarster Einschnitt: Die Spiele werden ohne Zuschauer ausgetragen. Doch gerade auf die hatte Herrlich im Abstiegskampf gebaut, als er Anfang März in Augsburg unterschrieb. Im „Klein-Anfield“ wollte er die notwendigen Punkte holen. Doch daraus wird nichts. Auch wenn am Sonntag (18 Uhr/Sky) der FC Augsburg den 1. FC Köln empfängt, bleiben die steilen Ränge der WWK-Arena leer.

Dabei hätte der FCA (31 Punkte) die Unterstützung seiner Fans nun dringend nötig. Vier Punkte aus vier Spielen nach dem Re-Start waren nicht genug, um sich aus dem Kreis der Abstiegskandidaten zu verabschieden. Zu diesen zählt auch noch der 1. FC Köln (34 Punkte), auch wenn Herrlich ihm „Champions-League-Niveau“ bescheinigt.

Herrlich konzentriert sich auf die Defensive

Seine Einschätzung beruht hauptsächlich aus den Analysen der Spiele vor der Corona-Pause. Anders als beim FCA hatte der Trainerwechsel im November, weg von Achim Beierlorzer (jetzt FSV Mainz 05) und hin zu Markus Gisdol, eine aphrodisierende Wirkung. Mit acht Siegen waren die Kölner von Platz 17 nach oben geklettert.

Doch zuletzt blieben sie fünf Spiele ohne Sieg. Das sei nur eine „Ergebnisdelle“, ist sich Herrlich sicher und verweist auch darauf, dass Köln in den letzten 15 Spielen immer ein Tor erzielt hat. Auch bei der 2:4-Niederlage am Montag gegen RB Leipzig trafen die Stürmer Jhon Córdoba und Anthony Modeste. Beide werden trotz leichter Blessuren spielen können. Es droht sogar ein Dreier-Sturm mit Mark Uth.

Und so wird Herrlich am Sonntag das Hauptaugenmerk wieder auf die Defensive legen. „Da wollen wir mehr Kontinuität reinbringen“, sagt er vor dem Duell mit dem direkten Rivalen.

FCA: Philipp Max kehrt wohl zurück

Was in der englischen Woche gegen Schalke (3:0) und Paderborn (0:0) ganz gut geklappt hatte, ließ beim 0:2 in Berlin gerade in der ersten Halbzeit wieder zu wünschen übrig. Das sei aber nicht an den sechs neuen Spielern in der Startelf gelegen, verteidigte Herrlich seine Rotation. „Die meisten Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht“, sagte er. Allerdings habe man in der ersten Halbzeit „Sachen vermissen lassen, die uns in den Spielen vorher stark gemacht haben“.

Und so wird es sicher wieder Änderungen in der Startelf geben. Philipp Max wird wohl nach einer Prellung zurückkehren. „Ich möchte keine Details der Verletzung beschreiben, aber er macht Riesenfortschritte. Ich bin davon überzeugt, dass er uns am Sonntag zur Verfügung stehen wird.“

Auch Gouweleeuw ist wieder einsatzfähig

Auch ein Einsatz des in Berlin gelbgesperrten Innenverteidigers Jeffrey Gouweleeuw scheint wahrscheinlich, dafür müsste wohl Marek Suchy weichen. Denn Felix Uduokhai hat sich unter Herrlich zu einer festen Größe entwickelt. Dreimal in Folge stand der 22-Jährige in der Startelf. Kein Wunder, dass sich Herrlich über die feste Verpflichtung des Leihspielers freut: „Er hat gezeigt, über was für Qualitäten er verfügt und was für ein Talent er hat. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass er bleiben kann.“

Zur Verpflichtung von Tobias Strobl, dessen ablösefreier Wechsel aus Gladbach nach Augsburg zur kommenden Saison ansteht, wollte sich Herrlich nicht äußern. „Jetzt gilt mein Fokus den Spielern, die wir zur Verfügung haben, um gegen Köln eine Top-Leistung zu bringen.“ Die sei nötig, um Punkte zu holen.

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07.06.2020

"Herrlich konzentriert sich auf die Defensive" Das hört sich nach Angsthasen-Fußball im Vorfeld an. Wir benötigen heute 3 Punkte zuhause um das Abstiegsgespenst auf Abstand zu halten. Also bitte mehr Mut Herr Herrlich.

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