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Fußball-Bundesliga

23.05.2020

FCA-Gegner unter Druck: Der schwierige Weg von Schalke-Coach Wagner

Wohin geht es nun für den FC Schalke 04? Die Vorrunde unter David Wagner gelang sehr gut, seit ein paar Spielen aber funktioniert nicht mehr viel.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

In der Rückrunde läuft es beim FC Schalke 04 nicht. Der Trainer steht unter Druck. Nun soll gegen den FC Augsburg der Heimsieg her.

Diesmal wird Martin Max nicht auf der Tribüne sitzen. Gerne hätte der ehemalige Torschützenkönig der Bundesliga in der Arena auf Schalke mitgefiebert. Zum einem für die Gastgeber, zum anderen für seinen Sohn Philipp. Der spielt beim FC Augsburg, der am Sonntag (13.30 Uhr) in Gelsenkirchen zu Gast ist. „Für mich sind die beiden Spiele gegen Augsburg stets die schlimmsten der gesamten Saison. Gerade in der aktuellen Situation benötigen beide Clubs dringend Punkte, deshalb müssen beide gewinnen“, sagt Martin Max, der noch als Repräsentant der Schalker tätig ist, in einem Interview auf der Internetseite von Schalke 04. Sein Tipp also? 2:1 für die Gastgeber. Das Tor der Gäste aber erzielt sein Junior. Natürlich.

Kein Besuch im Hotel

Diesmal wird Martin Max bei sich zu Hause auf dem Sofa sitzen und die Partie im Fernseher anschauen. Zu normalen Bundesliga-Zeiten hat er bei Augsburger Gastspielen auf Schalke am Tag vor dem Spiel immer im Mannschaftshotel des FCA vorbeigeschaut. Das geht während der Corona-Krise nicht. Aber er telefoniert regelmäßig mit seinem Sohn. Sieben Tore hat der in dieser Saison schon erzielt. Eine sehr gute Quote für den Linksverteidiger, der allerdings auch die ein oder andere Partie deutlich offensiver agierte. „Den Offensivdrang dürfte er tatsächlich von mir haben“, sagt Martin Max. Und: „Seine Entwicklung geht stetig bergauf. vielleicht klappt es in Zukunft ja, dass Philipp noch einmal das Trikot des FC Schalke 04 trägt. Ich würde mich sehr freuen.“

Acht Spiele ohne Sieg

Beim FC Schalke 04 läuft es derzeit alles andere als rund. Seit acht Ligaspielen sind die Mannen von David Wagner in der Bundesliga ohne Sieg. Und das nach einer Hinrunde, die sogar die Hoffnungen auf eine Champions-League-Teilnahme geweckt hatte. Nun müssen sich die Königsblauen aber sogar um die Europa-League-Teilnahme sorgen. Sie liegen nur noch auf Platz acht, allerdings nur zwei Punkte hinter dem Sechsten VfL Wolfsburg. Immerhin ist die Bilanz gegen den FC Augsburg sehr positiv. In 17 Bundesliga-Partien gab es für Schalke gegen den FCA nur eine Niederlage.

Der Druck steigt deutlich

Eine weitere könnte nun allerdings die Situation rund um Trainer Wagner verschärfen. Wie es in diesem Geschäft üblich ist, wächst der Druck auf ihn. Und das in einer Phase, in der in Heimspielen das sonst so frenetische Publikum nicht helfen kann. Wegen der Corona-Krise finden alle Partien bis Saisonende ohne Fans statt. „Auf Schalke brennt normalerweise die Bude. Jetzt wird es still sein. Man weiß nicht, wie die Mannschaften damit umgehen, wenn in einem engen Spiel die Unterstützung der Zuschauer fehlt“, sagt Augsburgs Mittelfeldspieler Rani Khedira.

Schneider gibt Rückendeckung

Wagner muss sich vor allem immer wieder mit einem Vorwurf auseinandersetzen. Er habe nur einen taktischen Plan, geht der nicht auf oder wird vom Gegner entschlüsselt, falle ihm nichts mehr ein. Einige Beobachter wollen schon von einem möglichen frühzeitigen Aus gehört haben, sollte sich nicht schnellstmöglich der Erfolg einstellen. Dazu aber sagte Sport-Vorstand Jochen Schneider in der Sport Bild: „Vor drei Monaten wurde seine Arbeit von allen gelobt – und zwar vollkommen zu Recht. Seitdem ist David kein anderer Trainer geworden. Die guten Klubs zeichnen sich aus, Ruhe zu bewahren, auch wenn es sportlich mal eine Delle gibt. Das gehört zum Fußball dazu.“ Wagner selbst sprach am Freitag von einer „Woche der Vorentscheidung. Da müssen wir reingehen und alles dafür tun, das Spiel zu gewinnen.“ Fehlen werden am Sonntag Jean-Clair Todibo und Amine Harit, die verletzt sind. Dafür kehrt nach drei monatiger Verletzungspause Ozan Kabak in den Kader zurück.

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