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FC Augsburg

23.02.2020

FCA gegen Leverkusen: Schwaches Ergebnis, schlechte Noten

Fredrik Jensen stand erstmals seit langem wieder in der Startelf. Konnte aber nicht überzeugen.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Der FC Augsburg kassiert in Leverkusen erneut eine Auswärtsniederlage. Die Abwehr hält lange dicht, offensiv kommt aber zu wenig. Die Einzelkritik.

Trainer Schmidt bietet in Leverkusen drei Innenverteidiger auf. Lange steht die Defensive stabil, mehr aber auch nicht. Letztlich gehen die Augsburger beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen wieder einmal leer aus. Die Noten der Augsburger Spieler:

Tomas Koubek: Der Torwart hat offenbar aus dem Fehler gegen Freiburg gelernt und wehrte Leverkusens ersten Torschuss zur Seite ab statt einen Fangversuch zu unternehmen. Beim 0:1 machtlos. Auch in der zweiten Halbzeit griff er lieber zur Faustabwehr als zum Fangen. Bei dem nassen Ball wohl nicht die schlechteste Idee. Auch das 0:2 war für ihn nicht abzuwehren. Note 3

Tin Jedvaj: Einer von drei Innenverteidigern beim FCA in der Anfangself. Zunächst stand die Kette stabil, je länger das Spiel dauerte, desto mehr kamen Jedvaj und Co. in Bedrängnis. Ab und an erinnerte das konfuse Auftreten in der zweiten Halbzeit an das 0:5 in Frankfurt. Hatte Glück, dass es nach einem Griff an den Arm seines Gegenspielers in der ersten Halbzeit keinen Elfmeter gab. Note 4

FCA gegen Leverkusen: Schwaches Ergebnis, schlechte Noten

Jeffrey Gouweleeuw: Holte sich in der 20. Minute die Gelbe Karte wegen Meckerns ab. Beim 0:2 hinderte er den alleine durchstürmenden Nadiem Amiri ebenso wenig am Torschuss wie Nebenmann Jedvaj. Verlor in der Folge ab und zu die Übersicht, zum Beispiel als er Havertz den Ball mit dem Kopf auflegte. Gut, dass der Bayer-Angreifer nur die Latte traf (66.). Note 4

Felix Uduokhai: Hatte am Faschingssonntag nicht wirklich viel Spaß. Ein ums andere Mal bekam er es mit dem flinken und technisch überaus versierten Kai Havertz zu tun. Gab aber nicht klein bei, wenngleich er Havertz bei weitem nicht immer stoppen konnte. Zeigte aber diesmal Einsatz und Konzentration bis zum Schluss. Note 3,5

Raphael Framberger: Beackerte gewohnt laufstark die rechte Seite, da Stephan Lichtsteiner nach seiner Knieprellung aus dem Freiburg-Spiel nicht rechtzeitig fit geworden war. Leistete sich vor dem 0:1 einen schwachen Pass in die Mitte, kam dann auf seiner rechten Seite auch noch zu spät. Nach vorne konnte er keine Akzente setzen, hatte genug defensiv gegen Bayers starke linke Seite zu arbeiten. Note 4

Daniel Baier: Der Kapitän bestritt sein 350. Pflichtspiel für den FCA. Agierte allerdings vor dem 0:1 unglücklich, als er zunächst unbedrängt zu einem Leverkusener köpfte und anschließend den Angriff nicht mehr unterbinden konnte. Hatte auch in der Folge wenige gute Aktionen und bekam mit Nebenmann Khedira keine offensive Struktur ins FCA-Spiel. Baier fehlt gegen Gladbach nach seiner fünften Gelben Karte. Note 4,5

Daniel Baier (r.) erlebte in seinem 350. Pflichtspiel für den FCA einen eher bescheidenen Nachmittag.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

Fredrik Jensen: Stand erstmals seit dem Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund in der Startelf. Hatte große Probleme, in seinen Rhythmus zu kommen. Mit einem genaueren Pass auf Niederlechner in der Anfangsphase hätte er eine gute Chance für den FCA einleiten können. Entsprechend sauer war Niederlechner. Bemühte sich in der Folge, so recht wollte ihm aber nichts gelingen. Note 4,5

Rani Khedira: Bereitete mit einem leichtsinnigen Ballverlust den ersten Torschuss der Leverkusener vor. Amiri aber scheiterte an Koubek. Sah bereits in 15. Minute gelb wegen eines Foulspiels. Kam in der Folge oft einen Schritt zu spät und selten in die Zweikämpfe. Note 4,5

Philipp Max: Diesmal deutlich defensiver als vor einer Woche gegen Freiburg. Rückte in der Defensive weit zurück, so dass sich Leverkusen eine Fünfer-Abwehrkette entgegenstellte. Musste viele Wege gehen, alleine schon weil er jede Standardsituation in einigermaßen gefährlicher Lage ausführte. Einen seiner Eckbälle hätte Florian Niederlechner fast zur Führung genutzt (18.). Note 3,5

Marco Richter: Musste viele Wege gehen, agierte aber ein ums andere Mal unglücklich. So wie in der Anfangsphase, als er einen Mitspieler in der Spielfeldmitte erwartete, dort aber nur einen Bayer-Akteur fand. Aus dem Fehlpass ergab sich eine gefährliche Situation für die FCA-Abwehr. Versuchte sich kurz vor der Pause aus der Distanz, verfehlte das Tor aber weit. In der 75. Minute war ihm all seine Verzweiflung anzumerken, als er einen Torschuss aus mehr als 30 Metern versuchte. Der Ball flog weit am Tor vorbei. Note 4,5

Florian Niederlechner: Wenn es gefährlich wurde, dann über ihn. In der 18. Minute verfehlte er das Tor nach einem Eckball per Kopf nur knapp. Forderte in der 20. Minute eine Rote Karte gegen Leverkusens Tapsoba, weil der ihm auf dem Weg zum Tor den Ball in Torhütermanier mit der Hand vom Fuß nahm. Schiedsrichter Jablonski aber beließ es bei Gelb. Kurz vor Schluss scheiterte er noch einmal aus aussichtsreicher Position an Hradecky. Note 3,5

Ruben Vargas: Kam in der 58. Minute für Fredrik Jensen. Bis dahin war die Augsburger Offensive sehr blass geblieben. Hatte das Pech, dass direkt nach seiner Einwechslung das 0:2 fiel. Immerhin zwang er in der 76. Minute Bayer-Torwart Lukas Hradecky zu seiner ersten Parade und legte in der 78. Minute mustergültig auf Baier auf. Der aber traf den Ball nicht richtig. Note 3

Eduard Löwen: Kam in der 78. Minute für Rani Khedira. Hatte kaum mehr Möglichkeiten, sich zu empfehlen.

Alfred Finnbogason: Wurde in der 89. Minute für Marco Richter eingewechselt.

Benotet werden nur Spieler, die länger als 30 Minuten im Einsatz waren.

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25.02.2020

@Tomas Koubek

Die Art der Abwehr des ersten Torschusses der Werkself als Koubek'schen Lerneffekt zu bezeichnen, halte ich schon für ziemlich weit hergeholt. Für mich sah das einfach nur nach einer weiteren unsicheren Abwehr aus.

Beim 1:0 kann man den Eindruck gewinnen, dass Koubek sich seitlich wegdreht, um nicht vom Ball abgeschossen zu werden.

Das 2:0 erscheint haltbar, wenn Koubek seine Arme richtig ausgefahren hätte.

Beim Lattenschuß von Havertz war er ohne jegliche Chance.

Die TW-Leistung ist m.E. mit einer 3 wieder mal von der AZ überbewertet. Dem Kicker war sie eine 5 wert.

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24.02.2020

Herr Lukas S., Ihrer Einschätzung ist eigentlich wirklich nichts mehr hinzuzufügen...Sitzt und passt, alles exakt erfasst und (leider) alles zu 100% richtig. Hoffe, die Verantwortlichen...auch wenn der Präsident selten in die Zeitung guckt...er weiß schon warum....lesen Ihre Aufzählung der wahren Grausamkeiten und reagieren endlich...endlich mal, so meine Hoffnung. So kann es nicht weitergehen.....das Schlimmste, was Sie aber schreiben mussten ist.....seit 11 Jahren gehen Sie (ich auch und alle bei mir rund um meinen Platz) mit so wenig Vorfreude zum Heimspiel....da muss doch einem gestandenen FCAler das Herz bluten und bitte, ich will keinen mit der rosaroten Brille hier hören und schreiben sehen, es ist so desaströs wie schon lange nicht mehr. So eine Einheit und solche Spieler wie Tobi Werner, Bellinghausen und Sascha Mölders sind leider weit und breit nicht auszumachen....oder wurden gar mundtot gemacht. Herr Schmidt wurde wohl auch zutreffend beschrieben, ein taktisch und fachlich gesehen eher Leichtgewicht, der, wie es von außen zumindest aussieht, jeweils nur eine Richtung kennt, bei den Verantwortlichen lieb Kind machen sowie deren Vorgaben abarbeiten und darüber hinaus nur seine Lieblinge nominiert und den Leistungsgedanken schlicht und ergreifend einfach komplett abgeschafft hat...Wirklich messerscharf analysiert....aber was hilft es bei diesen so uneinsichtigen Mandatsträgern im Verein, die aktuell so viel einreißen, was jahrelang mühsam aufgebaut worden ist! Wir der FCA.....der Slogan mutiert langsam aber sicher zum Lacher der Saison.

Nobby Die Stimme der Rosenau

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24.02.2020

Gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht. Danke

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24.02.2020

So jetzt ist es soweit. Es hat sich so viel Frust, Groll und Enttäuschung in den letzten Wochen angestaut, dass ich mich hier nun angemeldet habe, um Tacheles zu reden. Wo soll man anfangen...

Ja der Kader ist qualitativ sicher der besten, denn Augsburg jemals hatte. Im Sturm die Wahl zwischen Finnbogason oder Niederlechner. Ein Cordova der lauert. Mit Vargas und Richter technisch sehr starke Spieler und auch ein Löwen oder Max haben gehobenes Bundesliga Niveau. Aber was zum bringt dieser Kader, wenn man mit Schmidt einen Trainer hat, der fachlich zweifellos zu den schlechtesten gehört. Nein ein System besteht nicht nur aus Umschaltspiel respektive Konter wie es von Martin Schmidt seit Wochen gebetmühlenartig deklariert wird. Es gehört mehr dazu. Einen spielerischen Aufbau, eine Idee Fußball zu spielen MIT Ball oder einfach 2-3 Formationen, die man variabel auf den Gegner anpasst. All das ist unter einem Schmidt nicht gegeben und das spiegelt sich in den Zahlen wieder. Debakel wie in Wolfsburg, Frankfurt, Gladbach und Co hat es zuvor unter keinem FCA Trainer gegeben. Nach dem 2 Gegentor werden in einer Söldner Manier die Köpfe hängen gelassen wie einst beim HSV.
Viele verstehen auch nicht, dass die ganze Kritik nicht auf einzelne Niederlagen abzielt. Klar kann man verlieren (hat man unter einem Weinzierl auch) aber die Art und Weise ist dabei entscheidend. Ich gehen seit 11 Jahren ins Stadion und haben noch nie zuvor weniger Vorfreude auf die Spiele empfunden. Dass man sich als FCA Fan nach Niederlagen schämen muss, hat es zuvor nicht gegeben. Nun wird man öffentlich von Vereinen wie Wolfsburg und Frankfurt hingerichtet.
Nein da gibt es kein Konzept, kein System und keine Spielphilosophie.
Angriffe werden generell nur über links eingeleitet. Die Rechte Seite ist tot. Weder ein Framberger noch der Museumsreife Oldie Lichtsteiner haben bisher irgendwas gerissen. Ein Richter spielt sämtliche Jugendmannschaften plus die EM offensiv zentral und wird bei seinem Heimatverein rechts außen verschenkt. Über die Mitte kommt garnix. Lieber sitzen sein Löwen und Gruezo auf der Bank bevor eine Verbindung zwischen Offensiv- und Defensivverbund hergestellt wird. Nach Leistung wird im generellen nicht aufgestellt, sondern wär sich bei Schmidts Alpenwochen beliebt gemacht hat. Ein Träger Sandsack aller Koubek, der wie eine Bahnschranke fällt, bekommt nach Ausrufen eines Zweikampfes plötzlich eine Stammplatzgarantie. Liebling Jedvaj wird Woche für Woche trotz stümperhaften Auftritten für Bayer Leverkusen ausgebildet, während der Ex Kapitän von Basel Marek Suchy auf der Bank sitzt. Die Wechsel werden grundsätzlich ab der 85Min vollzogen, weil sich die Wirkungskraft ja schließlich erst dann entfaltet. (Finnbogason wird beim 2:0 Rückstand in der 89. Eingewechselt...was ein Schlag in die Fresse für so einen verdienten Spieler. ) Ja auch das Fingerspitzengefühl fehlt dem Motivationscoach und Dampfblauderer Martin Schmidt. (Ein derart aufgeblähter Kader muss bei Laune gehalten werden).

Wo ist mein FCA hin. Kein Aufräumen, kein Abklatschen, lustlose uninspirierte Auftritte häufen sich. Eine Mentalität wie ala Bellinghausen, Werner, Mölders hat uns damals mehr gebracht, als die technisch stärkere Truppe heute. Mannschaften wie Union oder Paderborn bieten ihrem Fans Woche für Woche Leidenschaft und Wille. Während hin in Aux das Stadion leerer und leerer wird. Nicht weil die Ergebnisse im Vergleich derart schlechter sind, sondern weil der Wille fehlt. Auswärts werden die Fans seit 1 Jahr mit Auftritten der Lustlosigleit überhäuft. Kurze Bilanz:
Saison - Auswärtsspunkte - Platz in der Auswärtstabelle
13/14 - 22 Punkte - Platz 6
14/15 - 18 Punkte - Platz 6
15/16 - 23 Punkte - Platz 5
16/17 - 17 Punkte - Platz 9
17/18 - 19 Punkte - Platz 8
18/19 - 13 Punkte - Platz 14
19/20 - 9 Punkte - Platz 16

Das ist verdammt nochmal eine Negativentwicklung der besonderen Art!
Und womit wird dem begegnet. Mit einem kritikunfähigen Reuter, einem Hobbypräsidenten, der 2 mal im Jahr Stellung bezieht und einem Trainer, der außer Durchhalteparolen nichts zu bieten hat. Amen

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25.02.2020

An Lukas S,
Vielen Dank für die drastische und aufschlussreiche Darstellung, vor allem an der "Auswärtsbilanz" sieht man, wie das verabreichte Gift langsam aber sicher wirkt - das Gift, das aus der Aushebelung des Leistungsprinzips und mehr gemixt ist. Ergebnis: Es macht keinen Spaß mehr - weder der Mannschaft noch den Zuschauern.

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