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Kommentar
19.05.2016

Was hinter dem Wechselpoker um Markus Weinzierl steckt

Wann wird der Wechsel von Markus Weinzierl bekanntgegeben?
Foto: Andreas Gebert, dpa

Dass Markus Weinzierl zu Schalke 04 wechselt, gilt als sehr wahrscheinlich. Und dennoch bleibt die Bestätigung seit Wochen aus. Was hinter dem langen Wechselpoker steckt.

Vertragsverhandlungen erinnern an einen Kaugummi. Sie können sich hinziehen. Und mit der Zeit wird man ihrer überdrüssig. Wie lange also zieht sich das Gezerre um den neuen Schalke-Trainer noch?

Vermutlich ist in diesem Fall der Kaugummi gerade erst geöffnet worden, wird noch gar nicht so lange ernsthaft verhandelt zwischen Gelsenkirchen und Augsburg. Ging ja gar nicht. Bei Schalke waren bis vergangenes Wochenende noch der alte Manager und der alte Trainer im Amt. Nachvollziehbar, dass der scheidende Heldt keine Verhandlungen geführt hat. Das ist Job seines Nachfolgers Heidel.

Markus Weinzierl: Reisende sollte man nicht aufhalten

Unter diesen Umständen hat Schalke sogar rasant gehandelt. Noch bevor er seinen neuen Schreibtisch bezogen hat, überbrachte Heidel dem bisherigen Coach Breitenreiter die Kunde von der Trennung.

Der Arbeitsplatz ist frei. Jetzt muss Heidel mit den widerspenstigen Augsburgern die Ablöse für Weinzierl auskarten. Ein anspruchsvolles Psycho-Spielchen.

Die Augsburger werden auf die Weiterbeschäftigung des von Fernweh geplagten Weinzierl keine große Lust verspüren. Reisende hält man besser nicht auf. Aber das dürfen die FCAler nie zugeben. Sie müssen weiter so sprechen, als könnten sie gar nie nicht von Weinzierl lassen. Und damit die Ablöse hoch halten.

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Natürlich weiß aber auch Heidel, dass den Augsburgern insgeheim klar ist: Mit Weinzierl kann es schlecht weitergehen. Wer hat schon gern einen frustrierten Angestellten im Betrieb, dem ein Karrieresprung verwehrt wurde?

Also hat Heidel am Mittwoch von einem großen Favoriten gesprochen (= Weinzierl), aber auch auf angeblich vorhandene Alternativen hingewiesen. Auf dass die Augsburger nervös werden und mit ihren Forderungen runtergehen.

Ob die Belastungsgrenze des Kaugummis damit schon erreicht ist? Wir fürchten nein.

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19.05.2016

Man kann Papalapab sagen was soll der ganze Schmarrn. Einen Trainer mit einem soliden Vertrag zu versehen und dann festzustellen, dass dieser anderwertig unterwegs ist, den sollte man auf Eis legen und ihn vom Spiel Betrieb suspendieren und abwatschen.

Das kommt mit einer Dienstverweigerung gleich. Die Planung der neuen Saison gerät ins Stocken; denn man muss hier doch einmal raus aus der Talsohle; denn wer will jedes Jahr umher krabbeln, es muss auch einmal einen Weg in einstellige Plätze aufgezeigt werden. Nicht so wie sich der Verein momentan verhällt. Herr W. gehört für sein Verhalten zur Rechenschaft gezogen und ins Abseits gestellt mit einer gelben Karte. Dann schau mer mal wohin es geht. Ein neuer Trainer mit Frischluft im Gebläse kann auf keinen Fall schaden; denn die Entwicklung der Mannschaft stockt nicht erst seit heute.

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