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FC Augsburg überzeugt gegen Leverkusen: Einzelkritik mit Bestnoten für Giannoulis und Kade

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FCA-Einzelkritik: Giannoulis und Kade ragen heraus

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    Jubel nach dem 1:0: Die Augsburger freuen sich über den Treffer von Dimitrios Giannoulis.
    Jubel nach dem 1:0: Die Augsburger freuen sich über den Treffer von Dimitrios Giannoulis. Foto: Harry Langer, dpa

    Gegen Bayer Leverkusen hat der FC Augsburg am Ende einer turbulenten Woche einen Erfolg verbucht. Das 2:0 (2:0) hatte befreiende Wirkung, der Trainerwechsel hatte sich bezahlt gemacht. Übergangstrainer Manuel Baum stärkte die Defensive seiner Mannschaft, offensiv agierten die Augsburger weniger spektakulär, aber durchschlagskräftig. Die Bewertung der FCA-Profis in der Einzelkritik.

    Finn Dahmen: Bleibt vorerst die Nummer eins zwischen den Pfosten, darauf hat sich Übergangstrainer Baum festgelegt. Nach zehn Minuten mit der ersten Parade. Danach mit weiteren blendenden Aktionen. Sogar Pfosten und Latte hatten sich an diesem Tag mit Dahmen auf einen Deal eingelassen. Der Auftritt erinnerte an rekordverdächtige Spiele der vergangenen Saison. Note 2,0

    Noakahi Banks: Zeigte sogleich, wozu er im Positiven und im Negativen fähig ist: erst mit starker Grätsche, kurz darauf mit katastrophalem Fehlpass ein. Wirkte in den ersten Minuten übermotiviert, sah nach neun Minuten die Gelbe Karte. Agierte nach der aufregenden Anfangsphase erstaunlich abgeklärt. Tat ihm gut, sich aufs Verteidigen konzentrieren zu dürfen. Note 3,0

    Keven Schlotterbeck seziert die Leverkusener Abwehr

    Chrislain Matsima: Zeigte in den Laufduellen, dass er mit einer hervorragenden Schnelligkeit ausgestattet ist. Diese benötigte der Innenverteidiger gegen Leverkusen auch, weil er sich mit Ball am Fuß wiederholt Fehler leistete. Bügelte diese aber meist selbst wieder aus. Gab den Abwehrchef, von dem keine Wunderdinge erwartet wurden. Hielt das Zentrum zusammen. Note 3,0

    Keven Schlotterbeck: Führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Ein klares Signal, dass dem Verteidiger zusätzliche Verantwortung übertragen worden ist. Verteidigte solide, nutzte seine Freiheiten für Pässe, mit denen er Leverkusens Abwehr sezierte. Bereitete so die Führung durch Giannoulis vor und beinahe einen zweiten Treffer durch Claude-Maurice. Note 2,0

    Robin Fellhauer: Beackerte die rechte Außenbahn und sorgte mit seinen Tiefenläufen immer wieder für Entlastung. Einen solchen Mitspieler wünscht man sich: Wenn man selbst einen Zweikampf verliert, eilt ein Fellhauer heran. Kein anderer FCA-Spieler füllt den Teamgedanken derart mit Leben. Note 2,5

    Han-Noah Massengo: Bleibt ein entscheidender Faktor im zentralen Mittelfeld. Elementar für den Spielaufbau, fungierte als Übergang zwischen Defensive und Offensive. Fühlt sich bedeutend wohler, wenn neben ihm ein Abräumer werkelt. Gegen Leverkusen war dies Jakic. Im Verbund ein stabilisierendes Duo. Note 3,0

    Dimitrios Giannoulis an beiden Treffern beteiligt

    Kristijan Jakic: Experimente mit Jakic als Rechtsverteidiger gehören wohl der Vergangenheit an. Agierte im zentralen Mittelfeld neben Massengo als rabiater Abräumer. Von ihm gefordert waren Laufen, Kämpfen und Grätschen. Man bekam: Laufen, Kämpfen und Grätschen. Mission erfüllt. Note 3,0

    Dimitrios Giannoulis: Der Grieche trifft selten, aber äußerst bedeutend. Hatte extrem viel Zeit vor seinem Abschluss, der im 1:0 mündete. Womöglich wäre der Ball vorbeigegangen, so bugsierte diesen Leverkusens Poku ins Netz. War ein spielentscheidender Faktor, weil er das 2:0 mit einer perfekten Flanke vorbereitete. Note 1,5

    Fabian Rieder: An seiner Rolle änderte sich unter Baum als Trainer wenig. In der Offensive bleibt die Abhängigkeit von Einzelkönnern seiner Art groß. Beschäftigte die Hintermannschaft der Gäste, attackierte zugleich aggressiv und störte so den geordneten Spielaufbau der Gäste. Ein Unruheherd, dem die großen Momente nicht vergönnt waren. Note 3,5

    Alexis Claude-Maurice: Seine Bewegungen mit Ball erinnerten an jenen Claude-Maurice, der seinen Marktwert in Augsburg in der vergangenen Saison beständig in die Höhe getrieben hat. Befreite sich mit Tempo und Technik aus mancher Umklammerung. Hatte enormes Pech, als sein Heber auf die Latte ditschte – und nicht ins Tor. Note 3,0

    Anton Kade: Entwickelt sich neben Fellhauer zu einem weiteren Alleskönner. War als zentraler Angreifer eine Überraschung im Baumschen Konstrukt. Und auch die Qualitäten eines ballsicheren Stoßstürmers scheint der 21-Jährige in seinem Portfolio zu haben. Nickte den Ball schulbuchmäßig zum 2:0 ins Netz. Note 1,5

    Mads Pedersen (57. für Giannoulis): Von Ex-Trainer Sandro Wagner aussortiert, von Baum zurückgeholt. Eine seiner ersten Aktionen war ein Flankenlauf über die linke Seite, deren Krönung in Form eines Kopfball-Tores von Kömür versagt blieb. Durfte danach mithelfen, den Vorsprung zu verteidigen. In jeder Aktion merkte man, wie viel Freude ihm dies bereitete. Note 3,5

    Mert Kömür (57. für Rieder): In der Startelf war für das Eigengewächs diesmal kein Platz. Hätte in einer seiner ersten Aktionen sogleich das dritte FCA-Tor erzielen können, traf den Ball aber mit Schulter statt Kopf. Hatte ein weiteres Mal einen Treffer auf dem Fuß, schloss aber nicht konsequent genug ab. Ihm mangelte es an Durchschlagskraft. Note 4,0

    Elvis Rexhbecaj (69. für Claude-Maurice): Kam in die Partie, als es vorrangig darum ging, den Vorsprung zu verteidigen. Eine Herangehensweise, die dem defensiven Mittelfeldspieler gefiel. Warf sich in Zweikämpfe und war meinungsstark im Austausch mit Gegenspielern.

    Samuel Essende (89. für Kade): Kaum auf dem Platz, sah der Angreifer die Gelbe Karte. Damit hatte er sogar noch Glück, weil er Gegenspieler Andrich voll im Gesicht getroffen hatte. Ihm fehlt in puncto Körpereinsatz weiterhin das Maß.

    Benotet werden Spieler, die mindestens 30 Minuten im Einsatz waren.

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