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FC Augsburg
23.04.2024

FCA-Kollege über Helmut Haller: "Als er kam, begann das Fußballwunder"

Hans Jörg kam als frisch gebackener Meister vom FC Bayern München zum FC Augsburg.
Foto: Fred Schöllhorn

Nicht nur Helmut Haller ist untrennbar mit dem FCA-Erfolg 1974 verbunden. Auch Hans Jörg gehörte dazu. Mit den Bayern wurde er sogar Meister – und kam dann nach Augsburg.

Hallo Herr Jörg, rund um das Spiel gegen Werder Bremen am 27. April veranstaltet der FC Augsburg seinen Traditionsspieltag. Dabei kommt es zum Treffen mit vielen ihrer ehemaligen Mitspieler. Auch für Sie ein besonderes Datum?

Hans Jörg: Natürlich. Es ist schön, die alten Kollegen wieder mal zu sehen und zu treffen, Erinnerungen über die damalige Zeit auszutauschen. Das wird sicher wieder ein sehr schöner Tag. Es ist schon sehr schön vom FCA, dass er die Spieler, die für den FCA große Erfolge feierten, nicht vergisst. Da kann sich der DFB eine Scheibe abschneiden. Der Verband hielt es nicht für notwendig, die Spieler, die vor 50 Jahren Weltmeister wurden, zu einer Feier einzuladen. 

Sie treffen in Augsburg auf einige ehemalige Kollegen, die Sie wohl seit 50 Jahren nicht mehr gesehen haben. In der Saison 1973/74 feierte der FCA die legendäre Regionalliga-Meisterschaft.

Jörg: Das ist tatsächlich so, einige habe ich seither nicht mehr gesehen. Ich kann's eigentlich gar nicht glauben. Doch die Zeit vergeht halt so rasend schnell. 

Einige andere leben ja schon nicht mehr.

Jörg: Leider. Im vergagenen Jahr waren wird auf der Beerdigung von Stefan Motzet. Auch Georg Mögele, Herbert Höbusch, Klaus Walleitner oder Helmt Haller sind nicht mehr unter uns. Unser damaliger Trainer Milovan Beljin ist ja schon vor vielen Jahren verstorben. 

1972 sind Sie vom FC Kempten zum FC Bayern München gewechselt.

Jörg: Die Bayern kannten mich durch die Bayern-Auswahl. Auch der FCA und der VfB Stuttgart hätten mich gerne verpflichtet. Doch ich habe mich für die Münchner entschieden, obwohl es beim VfB für mich sicher leichter gewesen wäre, auf Einsatzzeiten zu kommen. 

Sie haben dort mit frisch gebackenen Europameistern, wie Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Katsche Schwarzenbeck, Uli Hoeneß, Paul Breitner und Gerd Müller, in einem Team gespielt. Wurde der Bub aus dem Allgäu überhaupt akzeptiert?

Jörg: Da gab es keine Probleme. Ich wurde schnell integriert, dabei hat mir sicherlich geholfen, dass mit "Bulle" Franz Roth ein weiterer Spieler der Bayern ebenfalls aus dem Allgäu kam. Natürlich war es für mich nicht leicht, auf Einsatzzeiten zu kommen. Die ersten Monate habe ich in der Münchner Funkkaserne meinen Wehrdienst abgeleistet, erst danach konnte ich regelmäßig trainieren. Damals durften ja nur zwei Spieler gewechselt werden, unser junger Trainer Udo Lattek hat da eher auf Routiniers wie Johnny Hansen oder Franz Krauthausen gesetzt. 

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Sie feierten 1973 mit den Bayern den Deutschen-Meister-Titel und wechselten dann zum FC Augsburg. Warum?

Jörg: Ich wollte einfach mehr spielen. Der damalige Bayern-Manager Schwan hatte allerdings zunächst vor, mich nach Österreich an Voest Linz zu verleihen, doch ich wollte unbedingt nach Augsburg. Vom FCA hatte ich die Zusage, studieren zu dürfen. Das war mir sehr wichtig. Ich wollte neben dem Fußball ein zweites Standbein haben. Der FCA lieh mich zunächst für eine Saison aus. 

Und dann kam auch Helmut Haller nach Augsburg. 

Jörg: Das war natürlich eine echte Sensation. Einige Wochen zuvor stand Helmut mit Juventus Turin im Endspiel des Landesmeisterpokals gegen Ajax Amsterdam und plötzlich war er Mitglied unserer Mannschaft. Da taten sich plötzlich völlig neue Perspektiven auf. Als Helmut kam, begann das Augsburger Fußballwunder. 

Hans Jörg (links) schnürte sich zusammen mit Helmut Haller die Fußballschuhe vor einem Freundschaftsspiel gegen den Wuppertaler SV.
Foto: Fred Schöllhorn

Für viele FCA-Fans waren Sie damals neben Haller der wichtigste FCA-Spieler. Sehen Sie das auch so?

Jörg: Das sollen andere beurteilen. Wir waren jedenfalls ein echtes Team, in dem sich kein Spieler zu schade war, für den anderen mitzuarbeiten. Helmut war ja damals schon 33 Jahre alt und ein toller Typ. Egal, ob Vöhringer, Haug oder ich. Wir liefen sehr gerne für ihn mit. Als ich mit einem Muskelfaserriss verletzt war, fuhr er mit Trainer Beljin und mir nach Turin zum Juve-Masseur, der mich behandelte. 

Wie sehr hat es Sie geärgert, dass es am Ende einer glanzvollen Saison nicht zum Bundesliga-Aufstieg reichte?

Jörg: Natürlich haben wir uns geärgert, es hat am Ende ja nur ein Törchen gefehlt. Wir waren ja eine sehr junge Mannschaft und hofften, dass sich die Möglichkeit nochmals ergeben wird. 

Das Augsburger Fußballwunder begann eigentlich schon in der Saison 1972/73 mit der Meisterschaft in der Bayernliga. Vor der Saison verstärkte der FCA seine Mannschaft erheblich. Aus Ingolstadt kamen Blechinger, Meyer, Heigl und Obermeier dazu. Eine ganze Reihe von Akteuren stand im Jahr darauf ja auch bei euch im Kader?

Jörg: Oder sie saßen leider oft auf der Bank. Das war bitter für alle, die im Jahr zuvor entscheidenden Anteil am Aufstieg hatten, denn von den zehn Neuzugängen hatten fast alle einen Stammplatz. Trotzdem herrschte innerhalb des Teams ein gutes Klima.

Sie trugen acht Jahre das FCA-Trikot. Haben neben Höhen auch Tiefen erlebt, waren bei den FCA-Fans wegen ihrer Vereinstreue sehr beliebt. Gab's keine Angebote von anderen Klubs?

Jörg: Interesse von anderen Vereinen gab es schon. Von Mainz 05 oder Tennis Borussia Berlin etwa. Aber damit habe ich mich nicht ernsthaft beschäftigt. In Augsburg konnte ich Fußball und Beruf unter einen Hut bringen. 

Beruflich waren Sie als Steuerberater tätig?

Jörg: Zuerst war ich Angestellter in einer Kanzlei, dann habe ich mich selbstständig gemacht. Vor einigen Jahren habe ich die Kanzlei übergeben. 

1981 kehrten Sie nach Kempten zurück. Wie ging's für Sie sportlich weiter? 

Jörg: Wir feierten zweimal die schwäbische Pokalmeisterschaft und stiegen in die Landesliga auf. Im Allgäu habe ich dann meine Laufbahn beendet.

Hans Jörg wurde nach seiner Laufbahn Steuerberater und lebt heute in Kempten.
Foto: Familie Jörg

Heute genießen Sie den Ruhestand. Wie verfolgen Sie die Entwicklung beim FCA?

Jörg: Ich freue mich sehr, dass der Verein jetzt schon so lange in der Bundesliga mit dabei ist. Sicherlich träumen viele Fans von Spielen in der Europaliga, aber der FCA hat ein tolles Stadion und steht auf gesunden Beinen, das muss man sich immer vor Augen führen. 

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