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Mazraoui und der FC Bayern: Der schwierige Umgang des Fußballs mit dem Nahost-Konflikt

Kommentar Von Florian Eisele
25.10.2023

Noussair Mazraoui vom FC Bayern München postet ein pro-palästinensisches Video – der Verein tut sich schwer mit einer angemessenen Reaktion. Damit ist er nicht alleine.

Die Hoffnungen des FC Bayern dürften groß gewesen sein, dass mit dieser Entscheidung und dieser Stellungnahme Ruhe einkehrt im Fall Noussair Mazraoui. Am Freitag hatte der deutsche Rekordmeister bekannt gegeben, dass der marokkanische Nationalspieler Mitglied des Kaders des FC Bayern bleibt – trotz seines pro-palästinensischen Posts auf Instagram. Mittlerweile ist klar: Das Thema wird den deutschen Vorzeigeklub noch eine Weile erhalten bleiben, eine Auflösung ist deutlich schwieriger als die Kaderplanung des FCB.

Zur Erinnerung: Mazraoui hatte ein Video geteilt, in dem eine Stimme zu hören ist: "Gott, hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina, damit sie den Sieg erringen." Der 25-Jährige ist nicht der einzige Profi eines Bundesligisten, der mit einem Statement dieser Art für Aufsehen gesorgt hat. Weil er ein Spieler des FC Bayern ist, ist sein Fall aber der prominenteste. Und er offenbart, wie schwer sich der Profi-Fußball – aber nicht nur der – mit diesem komplizierten Konflikt tut.

Der FC Bayern hat eine besondere Beziehung zu Israel und dem Judentum

In der Stellungnahme des FC Bayern war zu lesen, Mazraoui bedauere die "Irritationen" und verurteile "jede Art des Terrorismus und jede Terrororganisation". Im Verein gibt eine starke jüdische Geschichte, der aktuelle Ersatztorwart Daniel Peretz ist Israeli. Das darf aber eigentlich keine Rolle spielen bei einem Verein, der sich oft auf seine Werte beruft. Dem Statement vorausgegangen waren Telefonate mit Islamwissenschaftlern, Mazraoui und dem Zentralrat der Juden. Das Bemühen, allen Parteien gerecht zu werden, ist erkennbar - und hat doch nicht geklappt.

Der Zentralrat der Juden hatte am Freitag noch das Verhalten des Vereins "für angemessen" erachtet, das des Profis hingegen für unzureichend. Mazraoui sei seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden, habe jegliche Reue vermissen lassen. In der Tat wirkt es nur halbgar, wenn der 25-Jährige für mögliche Irritationen und nicht für seine Aktionen um Verzeihung bittet. 

Alon Meyer, Vorsitzender des TuS Makkabi Frankfurt und Präsident von Makkabi Deutschland, gestikuliert.
Foto: Roland Holschneider, dpa (Archivbild)

Makkabi-Präsident Alon Meyer kritisiert den FC Bayern scharf

Über das Wochenende schwoll die Entrüstung über den FC Bayern an – und wurde am deutlichsten in Person von Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland. Der kritisierte im ZDF das Verhalten des deutschen Rekordmeisters als "absolut indiskutabel und inakzeptabel". Dass der FC Bayern es vermissen habe lassen, ein Zeichen zu setzen, ergebe einen "Schaden für den FC Bayern, für die Bundesliga und für unsere Gesellschaft". Am Montag meldete sich Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, erneut zu Wort und forderte vom FC Bayern "harte Konsequenzen" für Mazroaui. Auch für ihn war es offenbar nicht leicht, eine Linie zu finden.

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Aber welche Strafe ist denn angemessen? Eine Geldbuße wäre der völlig falsche Weg und käme einer Bagatellisierung der Greueltaten gleich. Ein Rauswurf? Mainz 05 suspendierte seinen Profi Anwar El Ghazi – doch die beiden Fälle sind nur schwer zu vergleichen. El Ghazi postete einen Slogan der Hamas, der die Auslöschung Israels impliziert. Zudem ließ der Niederländer nach einem Gespräch offenbar jegliche Reue vermissen.

Fraglich ist auch, inwiefern es für Mazraoui überhaupt möglich ist, eine angemessene Reue zu zeigen ohne selbst in der arabischen Gemeinschaft Konsequenzen befürchten zu müssen. Alon Meyer, der Präsident von Maccabi, zeigte sich hier unnachgiebig: Dieser Aspekt sei ihm egal, denn Mazraoui habe auch die Werte jüdischen Lebens ohne Rücksicht angegriffen. Das ist nachvollziehbar – macht die Lösung dieses Konflikts aber nochmals schwieriger.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.10.2023

Der Judenhass in Deutschland geht doch nicht nur, wie überall auf den Straßen zu sehen, von radikalen Palestinensern aus, sondern
ist leider auch tief verankert bei vielen Deutschen. Allein in meinem Bekanntenkreis kenne ich Männer im Alter von 80 bis 90 Jahren,
die unverholen, wie in Nazi-Deutschland, wieder den Juden die Schuld an allem geben, was im Staat schief läuft. Diese alten Männer
sind starrsinnig und uneinsichtig und deshalb argumentativ nicht mehr von ihrem Judenhass abzubringen.
Was mir noch auffällt und für mich unerklärbar ist, sind die agressiven verbalen Attacken auf die Partei "Bündnis 90, die Grünen".
So wird Wirtschaftsminister Habeck gleichsam als Vaterlandsverräter bezeichnet, weil er seine Kinder in Dänemark zur Schule schickt.
Bitte um Ihre Meinungen zu meinem Forums-Beitrag hier.

25.10.2023

"...ohne selbst in der arabischen Gemeinschaft Konsequenzen befürchten zu müssen". Dann sollte er in einem arabischen Verein spielen, dort kann er sagen was er will. Vorzüge des "Westens" für sich zum Besten nutzen wo es möglich ist, aber wenn man Stellung beziehen soll kommt die wahre Einstellung ans Licht. Und der Verein, wenn`s ums Geld geht, kann man schon mal etwas herunter spielen.

25.10.2023

Schön, wenn die wahre Einstellung ans Licht kommt. Immer noch besser, als offensichtlich nicht wahre Einstellungen zu posten.

25.10.2023

@Gabriele F.: Guter Kommentar.

Ich beziehe mich auf das gleiche Zitat. Es ist doch nicht unser Problem oder das der Juden in Deutschland, wenn der Judenhass in großen Teilen der arabischen Community bereits soweit fortgeschritten ist (warum eigentlich?), dass man von einem Herrn Mazraoui keine Reue einfordern könnte. Wo sind wir denn bitte hingekommen? Was hier veranstaltet wird ist ein permanentes Ausreden-suchen und rumeiern, damit man es der muslimischen Community in Deutschland ja nicht zu unangenehm macht, sich mit ihren eigenen Schattenseiten kritischer auseinanderzusetzen. Von Katholiken und Protestanten wurde das in den letzten Jahrhunderten doch auch eingefordert. Und ich behaupte mal, es war nicht zu unserem Nachteil. Genau das ist der Prozess, den die Muslime in Deutschland durchlaufen müssen. Wir können sie dabei unterstützen und klar unterscheiden zwischen radikal-gewaltverherrlichend und liberal-aufgeklärt. Aber dieser Prozess muss stattfinden, sonst schwelen solche Konflikte immer weiter und helfen letztlich nur den Radikalen. Bei den rechtsradikalen würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, dass diese auch noch so genau differenzieren.

25.10.2023

@Michael K. ein sehr guter Kommentar.

"sich mit ihren eigenen Schattenseiten kritischer auseinanderzusetzen" wäre ein wünschenswerter und vielleicht auch zielführender Ansatz. Das wird auf Anhieb nicht im großen, pauschalen Ganzen passieren, sondern eher im kleinen, persönlichen. Ich habe die Hoffnung, dass es dem FC Bayern gelingt, Mazraoui mit Stellvertretern der jüdischen Gemeinde in Deutschland zusammenzubringen, ohne voreiligen und spalterischen Medienrummel. Vielleicht sind Geduld und Vertrauen gar keine so schlechter Berater, auch um der sicherlich breiten Mehrheit der friedliebenden Bevölkerung Hoffnung zu geben.