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Basketball

15.10.2019

Trainer Martini fordert mehr Kampf

TVA-Trainer Florian Martini sieht nach zwei Niederlagen am Stück Verbesserungspotenzial bei seiner Basketballmannschaft.
Bild: Klaus Rainer Krieger

In der 2. Regionalliga kassiert der TV Augsburg eine weitere Niederlage. Auf der Suche nach Gründen wird dessen Coach fündig. Was gegen Passau besser werden soll.

Noch sind die Basketballer des TV Augsburg nicht gänzlich in ihrer Liga angekommen. Nach dem Aufstieg im Frühjahr schien es, als könnte die Mannschaft von Trainer Florian Martini weiterhin Erfolg an Erfolg reihen. Die ersten drei Begegnungen haben indes gezeigt: Ganz so einfach wie in der jüngeren Vergangenheit wird das Team die Punkte nicht holen können. Zwar siegte die Mannschaft zum Auftakt gegen München Basket, es folgten jedoch Niederlagen gegen die DJK SB München und jüngst gegen die Dachau Spurs (72:79). Coach Martini fasst zusammen: „Nur mit schön Basketball spielen werden wir dauerhaft nicht gewinnen.“

Den Niederlagen kann der 52-Jährige allerdings Positives abgewinnen. Schließlich hätten die Partien als Standortbestimmung gedient. Hätten gezeigt, dass seine Spieler in der fünfthöchsten Klasse mithalten können, aber auch, woran er und seine Spieler in den kommenden Trainingseinheiten arbeiten sollten. Vor allem an die robustere Spielweise müssten sich seine Basketballer gewöhnen, meint Martini. Er arbeitet sich an K-Begriffen ab: wie Kommunikation, Können, Kraft oder Kondition. In der 2. Regionalliga Süd käme nun ein weiteres „K“ hinzu. „Wir müssen jetzt Kampf reinbringen“, betont Martini.

TVA mit Ligabestwert bei den Freiwürfen

Neben Aggressivität vermisste der Trainer bei seinen Spielern Cleverness. In Korbnähe müsste sich seine Mannschaft mehr zutrauen und das direkte Duell mit dem Gegenspieler suchen. „Wir haben zu wenig eigene Fouls gezogen“, beschreibt Martini. Denn die Freiwurf-Quote sei super, fügt er hinzu; 79 Prozent entsprechen aktuell dem Ligabestwert. Ebenso lobt der Trainer die Quote nach Distanzwürfen, nur der TSV Unterhaching wirft den Ball öfters außerhalb der Dreipunktelinie in den Korb.

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Nicht nur die Mannschaft muss sich an die Liga gewöhnen, ebenso einzelne Spieler. Dass bisher nur ein Sieg heraussprang, hat mit schwankenden Leistungen der Akteure zu tun. Während etwa Nicolas Breuer gegen Dachau mit 22 Punkten überragte, haben andere Neuzugänge die Erwartungen bisher weniger erfüllt. Martini versucht, Druck von den Spielern zu nehmen, indem er sie beispielsweise zunächst auf die Ersatzbank setzt und erst im Verlauf einer Partie einsetzt. Außerdem führt der Coach Einzelgespräche mit Spielern, um Blockaden im Kopf zu lösen.

Vor dem Auswärtsspiel gegen den TV Passau (Sonntag, 16 Uhr) kommt erschwerend hinzu, dass der zuletzt so starke Breuer fehlt. Im Verbund will Martini diesen Ausfall kompensieren. Die Möglichkeiten dazu besitzt er, nachdem der Kader an Fülle gewinnt. Ab Dezember steht Luc Cullmann zur Verfügung, früher soll bereits Andre Hödt eingreifen. Für den Trainer stellt sich zunehmend die Frage, welche zwölf Akteure er nominiert.

Coach muss verschärften Konkurrenzkampf moderieren

Einerseits freut sich Martini über das reichliche Angebot, andererseits muss er sich entscheiden. „Etliche Spieler haben sich verdient gemacht und sind aufgestiegen“, sagt Martini. Letztlich zählt aber die Leistung. Daher wird sich der Coach Gedanken machen müssen, wie er den verschärften Konkurrenzkampf künftig moderiert. Für ihn steht fest: An seinem Konzept will er festhalten; weiterhin sollen nicht mehr als neun bis zehn Spieler in einer Begegnung zum Einsatz kommen.

Nach der Begegnung in Passau empfängt der TVA die Reserve der BG Leitershofen/Stadtbergen zum Derby. Danach wird sich zeigen, ob Martinis Rechnung mit zwei Siegen aus den ersten fünf Partien aufgegangen ist. Prinzipiell glaubt er weiterhin daran, dass seine Mannschaft eine befriedigende Runde abliefern wird. Mit Martinis anvisierten zehn bis elf Erfolgen sollte sich der TVA nach Saisonende im Mittelfeld der Liga einreihen.

Augsburg Breuer (22), Ottlik (13), Grünwald (3), Beccard (6), Boglin (6), Chalusiak, Fischbach, Kastner (11), Kirmaier (2), Möckl (2), Woelki (6), Zink (1)

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