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Tipps gegen gefährliche Ambrosia: "Auf keinen Fall kompostieren"

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Foto: Patrick Pleul (dpa)

Ambrosia gilt als gefährlich für die Bevölkerung. Experten geben Infos zur aktuellen Lage in der Region und Tipps, was man gegen diese Pflanze tun kann.

Europa hat einen lästigen Einwanderer: die Beifuß-Ambrosie, kurz Ambrosia-Pflanze. Die Pflanze gilt als gefährlich für die Bevölkerung. Ihre Pollen können starke Allegien oder sogar Asthma auslösen. Ist Ambrosia in  Augsburg und in der Region auch ein Problem?

Ambrosia-Planzen immer in den Restmüll entsorgen

Manuela Riepold, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Aichach-Friedberg, beruhigt: "Die Lage in unserem Landkreis ist gut. Die Menschen, die Ambrosia-Pflanzen bemerken, melden uns ihren Fund oder entsorgen die Pflanzen selbst." Wer eine Beifuß-Ambrosie in seinem Garten findet, soll sie vorsichtig entfernen und im Restmüll entsorgen. Auf keinen Fall kompostieren, das würde die Problematik nur aufschieben, sagt die Expertin.

Anette Vedder, Leiterin im Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen der Stadt Augsburg, sagt, dass es in Augsburg sehr selten Ambrosien gibt. Falls jedoch ein Verdacht bestehe, könne die Pflanze immer per Post in einem Plastikbeutel oder persönlich im Botanischen Garten zur Analyse abgegeben werden. Das Amt dürfe sich laut Gesetz nur um die städtischen Grünflächen kümmern. Wenn eine Ambrosie in privaten Gärten entdeckt wird, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Grundstücksbesitzer darauf aufmerksam zu machen. Beim Pflücken und Entsorgen der Pflanze rät die Expertin besonders Allergikern, Masken und Handschuhe zu tragen.

Allergie-Kits können großen Schaden verhindern

Vor ungeschütztem Kontakt warnt auch Lorenz Schröfel, Amtsarzt des Landkreises Landsberg. Er berichtet, dass es beim Kontakt eines Allergikers mit Ambrosia zu Ausschlägen, Atemnot und Schlimmeren kommen kann. Deshalb rät er Allergikern grundsätzlich dazu, immer ein Allergie-Kit dabei zu haben. "Wenn man einen allergischen Schock hat, kann ein Kortison- oder Adrenalin-Spray Leben retten." Im Landkreis Landsberg sind ihm keine akuten Fälle von allergischen Reaktionen auf Ambrosia bekannt.

Doch nicht nur Ambrosia ist eine problematische Pflanze. Anette Vedder von der Stadt Augsburg berichtet auch von anderen Einwanderern in der Pflanzenwelt. Zum Beispiel die Herkulesstaude oder das indische Springkraut. Das Springkraut habe keine Fressfeinde in Europa. Mit der schnellen Verbreitung verursache es eine starke Beeinträchtigung der heimischen Pflanzenwelt.

Die Herkulesstaude ist für den Menschen auch ein unangenehmer Zeitgenosse. Laut der Expertin entwickelt das Springkraut ein Kontaktallergen, das bei einer Berührung die Haut entzündet. Diese Entzündungen sollen stark jucken, auch Blasen bilden und Verbrennungen dritten Grades entsprechen.

Ein öffentliches Bewusstsein soll entstehen

Das Wichtigste im Kampf gegen die lästigen Einwanderer ist, dass ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik geschaffen wird. Wenn jeder weiß, wie eine gefährliche nicht-heimische Pflanze, wie die Beifuß-Ambrosie aussieht, kann sie viel einfacher bekämpft werden. Im Landkreis Aichach-Friedberg sind ehrenamtliche Naturschutzwächter unterwegs, die unter anderem auf Ambrosia-Vorkommen achten. "Das bedeutet trotzdem, dass eine zufällige Entdeckung ebenfalls dem Amt gemeldet werden sollte", sagt Manuela Riepold.

Wer meint, eine oder gar mehrere Ambrosien in der freien Natur entdeckt zu haben, der sollte dies melden. Das geht schnell und unkompliziert online.

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