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Fünf Tipps zur Corona-Krise für die Psyche

Das Coronavirus macht vielen Angst - wichtig ist es daher, sich nicht von den vielen Schreckensnachrichten verrückt machen zu lassen.
Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Immer neue Schreckensnachrichten, immer dieselben vier Wände - und niemand zum Reden? Wer psychisch krank ist, muss in der Corona-Krise besonders auf sich achten.

Die Corona-Krise kann für viele Menschen zur persönlichen Krise werden - auch psychisch. Denn Ausgangsbeschränkungen und deren Folgen können Menschen mit psychischen Erkrankungen massiv belasten.

Iris Hauth ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Sie rät Betroffenen in dieser Situation:

- Richtig informieren: Ganz ohne Nachrichten geht es nicht, gerade heute. Die Flut von teils beängstigenden Neuigkeiten und immer neuen Zahlen kann die Anspannung aber noch vergrößern, warnt Hauth. Ihr Tipp: Nachrichten nicht ständig verfolgen, sondern zum Beispiel nur einmal am Tag.

- Den Alltag bewahren: Morgens aufstehen, duschen, anziehen - das muss im Homeoffice vielleich nicht sein, ist aber weiter sinnvoll. Dazu ist es sinnvoll, Alltagsrituale bewusst positiv zu erleben: das gemeinsame Essen mit der Familie oder die Gelegenheit, in Ruhe den Kleiderschrank aufzuräumen. So geht man abends mit dem guten Gefühl ins Bett, sich sinnvoll beschäftigt zu haben.

- Platz für Positives: Schöne Musik oder Lieblingsfilme können jetzt eine große Hilfe sein. Sport hilft beim Abbau von Anspannung, im Idealfall und bei entsprechendem Wetter vielleicht sogar am offenen Fenster oder auf dem Balkon. Und ein Spaziergang an der frischen Luft macht den Kopf frei.

- Im Kontakt bleiben: Besuche bei Freunden sind jetzt gerade nicht möglich, Kontakt kann man aber trotzdem halten - per Videochat oder ganz klassisch per Telefon. So vermittelt man sich gegenseitig: Du bist nicht allein.

- Nicht verdrängen: Die Krise ist ernst und betrifft alle. Das lässt sich nicht verdrängen, und das sollte man auch nicht tun. Gleichzeitig kann man aber versuchen, positive Gefühle zu stärken. Und wenn alles zu viel wird, sollte man sich auch nicht scheuen, professionelle Hilfe zu holen - zum Beispiel bei der Telefonseelsorgeoder den regionalen Krisendiensten. (dpa)

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