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Studienergebnis
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Mutterschaft verschlechtert Wohlbefinden vieler Frauen

Einer Studie zufolge verschlechtert sich das Wohlbefinden jeder dritten Mutter in den Jahren nach der Geburt «substanziell».
Foto: Maurizio Gambarini (dpa)

Einer aktuellen Studie zufolge, sinkt das Wohlbefinden vieler Frauen in den Jahren nach der Geburt ihres Kindes. In einer bestimmten Zeitspanne tritt die Verschlechterung besonders deutlich auf.

In den Jahren nach einer Geburt verschlechtert sich das mentale Wohlbefinden vieler Frauen einer Studie zufolge deutlich. Annähernd jede Dritte (29,5 Prozent) der befragten Frauen erlebte in den ersten sieben Jahren der Mutterschaft eine "substanzielle Verschlechterung".

Das geht einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor. Die Forscher stellten demnach aber auch den umgekehrten Effekt fest: Rund jede fünfte Frau (19 Prozent), die Mutter geworden war, fühlte sich in den Jahren danach deutlich besser.

Abgefragt wurde etwa, wie oft Frauen sich wegen seelischer Probleme zurückzogen, wie oft sie sich niedergeschlagen oder ausgeglichen fühlten und wie häufig sie voller Energie waren. Die Effekte gingen über normale Schwankungen von Jahr zu Jahr hinaus, erklärte DIW-Wissenschaftler Marco Giesselmann. Die Ergebnisse ließen sich auch nicht allein durch das Altern erklären: In einer Vergleichsgruppe kinderloser Frauen verschlechterte sich das Wohlbefinden zwar ebenfalls, allerdings weniger ausgeprägt.

Wie die Studie weiter zeigt, trat die Verschlechterung bei betroffenen Frauen insbesondere in den Jahren vier bis sieben nach der Geburt auf. "Wir erklären uns das so, dass das Leitbild der erwerbstätigen Mutter insbesondere in dieser Phase drängend wird und dass es in dieser Phase zu einem Spannungsverhältnis und den gesundheitsbezogenen Beeinträchtigungen kommt", erklärte Giesselmann. Aus Sicht des DIW könnten ein Ausbau der Kinderbetreuung und eine Abschaffung des Ehegattensplittings Mütter potenziell entlasten.

Die Untersuchung basiert auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus den Jahren 2002 bis 2016. Haushalte in Deutschland machen dafür etwa Angaben zu Einkommen, Bildung und Gesundheit - derzeit sind es laut DIW 15.000. Anstoß war die Debatte von 2015 über das Tabu-Thema, Mutterschaft zu bereuen ("regretting motherhood"). (dpa)

Pressemitteilung DIW

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