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Augsburg

Radtour um Augsburg herum: Eine Badetour zu den Perlen des Lechs

Die alte Schule in Siebenbrunn
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Die alte Schule in Siebenbrunn
Foto: Silvio Wyszengrad

Bei einer Radtour um Augsburg herum können Sie eine flache Familienrunde zu den Seen im Süden der Stadt drehen. Bussarde jagen dort, Schlangen sonnen sich am Ufer.

Sommer, Sonne Badezeit – in Augsburg und Umgebung locken viele Möglichkeiten die Sonnenhungrigen und die Wasserfreunde. Wer sich vor dem Sprung ins erfrischende Nass auch noch etwas bewegen will, dem sei eine Tour im Süden von Augsburg empfohlen. Wie Perlen an einer Kette reihen sich Mandicho-, Weitmann-, Auen- und Kuhsee entlang des Lechs aneinander. Jedes Gewässer hat seinen eigenen Charme. Mit einer Gesamtlänge von knapp 25 Kilometern und der Charakteristik „flach wie Holland“ kann die Strecke, die fast durchwegs über eigene Radwege führt, auch mit Kindern erfahren werden. Zumal das Lockmittel bei fast allen Kurzen zieht: Baden! Vor dem Vergnügen im Wasser hat der Routenplaner ein wenig Beinarbeit eingebaut. Damit die Brotzeit schmeckt, geht es zuvor in einer der schönsten Gegenden Augsburgs den Lech aufwärts.

Auf der Radtour um Augsburg sehen Sie gepflegte Vorgärten mit Stockrosen

Die Tour beginnt am Hochablass. Westlich des Lechs, also auf der dem Kuhsee gegenüberliegenden Seite, geht es auf der Asphaltstraße nach Süden. Als erster Zwischenhalt ist Siebenbrunn ausgeschildert. Auf altem, geflicktem Asphalt rollen die Räder im Schatten des abwechslungsreichen Mischwalds zum Jägerhaus. Eines der ältesten und urigsten Augsburger Ausflugsziele lockt mit einem Biergarten und Brotzeiten. Wer mag, kann schon jetzt absteigen und sich die erste Schorle genehmigen.

Weiter geht es, nun der Beschilderung Lechstaustufe 23 folgend, in Richtung Krankenhaus Haunstetten. Gepflegte Vorgärten mit Stockrosen, Hortensien und vielen anderen Pflanzen bieten Farbe und Abwechslung. Auf dem Weg zum Lochbach können Bussarde bei der Jagd nach Mäusen beobachtet werden. Das Wehr am Lochbach lohnt eine kurze Pause. Oberhalb des kleinen Wasserfalls wurde in den Jahren 2005 und 2006 das Bachbett neu und naturnah befestigt – Prädikat: sehenswert. Ein kleines Holzkreuz im Wald lässt vermuten, dass hier Hamster Horst oder Wellensittich Hansi seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Dann noch die Verbindungsstraße zwischen Königsbrunn und Mering überqueren und der Mandichosee ist erreicht. Wer zum Baden will, muss am Ost-Ufer ein Stück weit nach Süden fahren, wo sich Brotzeitoase, Surfstation und eine einladende Liegewiese befinden. Je nach Lust und Laune kann man sich nahe ans Wasser legen und dort eher die Ruhe genießen. Familien werden sich eher am Spielplatz niederlassen, um die Kleinen im Blick zu haben. Die Staustufe 23 eignet sich allerdings nur im Hochsommer zum Baden, da das aufgestaute Lechwasser meist ein paar Grad kühler als die noch folgenden Seen ist und dort „oben“ häufig ein Lüftchen weht. Deshalb ist es auch ein ideales Revier für Surfer.

Fahrradtour: Radwege führen von Gewässer zu Gewässer

Vom Mandichosee, dem südlichsten Punkt dieser Rundtour, radelt man wieder Richtung Norden und überquert die Bundesstraße. Auf der Ostseite Lechabwärts folgt nach wenigen Kilometern der Weitmannsee bei Kissing. Mit etwas Glück entdeckt man eine Schlange am Lechufer, die sich in die Sonne legt, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der Weitmannsee bietet neben angenehmen Wassertemperaturen schöne Ausblicke auf kleine Inseln und einen abwechslungsreichen Uferbereich mit weichem Rasen.

Die nächste Schwimmgelegenheit bietet ein Stück weiter der Auensee, wenngleich ein Schild ganz offiziell darauf hinweist „Kein öffentlicher Badesee. Baden auf eigene Gefahr“. Seit Jahrzehnten haben FKK-Anhänger vor allem auf der Ostseite den angenehm ruhig gelegenen See eingenommen. Das Wasser riecht herrlich, doch Vorsicht: In einigen Uferbereichen haben „Berufs-Bader“ ihr Revier abgesteckt. Wer unbekümmert sein Handtuch auslegt, kann schnell ein barsches „do liegt fei d’Helga“ vom Handtuch-Nachbarn ernten. Dann empfiehlt es sich, ein paar Meter weiterzuziehen. Ein Sonnenschirm ist ebenfalls empfehlenswert, da die Schattenplätze rar sind.

Am Ende der Badetour entlang des Lechs liegt der Kuhsee, eines der beliebtesten Ausflugsziele im Sommer wie im Winter im Augsburger Südosten. Verpflegung ist an mehreren Imbiss- und Eisständen möglich. Es geht rund um den See meist angenehm flach ins Wasser, das allerdings moosig riechen kann. Ausreichend Schattenplätze sind zudem vorhanden, in der Mitte des Ostufers gibt es zudem eine eigene Flachwasserzone für Kleinkinder mit Klettergerüsten und Sandkästen. Sobald die Temperaturen an der 30-Grad-Marke kratzen, wird es allerdings laut und quirlig.