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Osterbuch/Unterliezheim
16.10.2021

Warum die Apfelernte heuer schlecht ausfällt

In diesem Jahr sind sie eine Seltenheit – frische Äpfel vom Baum. Es gibt zwei Gründe, warum die Ernte schlecht ausfällt. Das wiederum wirkt sich auf den Betrieb in den Mostereien im Landkreis aus.

In den Mostereien im Landkreis ist wenig los. Ein Experte erklärt die Gründe, warum es in diesem Jahr weniger Äpfel, aber dafür mehr Birnen und Quitten gibt. Gartler und Gartlerinnen können etwas tun, damit der Ertrag besser ist

Im vergangenen Jahr war in den Mostereien im Landkreis kaum ein Termin zu kriegen. Heuer sieht es ganz anders aus. An den Saftpressen kommt kaum die übliche Hektik auf. Der Grund: Es gibt kaum Äpfel, die verarbeitet werden können.

Das bekommt auch Martin Patrik zu spüren. Er kümmert sich um das Saftpressen im Mosthäusle am Schmittenberg in Osterbuch. Dort können Mitglieder des Gartenbauvereins Osterbuch/Asbach nach vorheriger Anmeldung ihr Obst zu Saft verarbeiten lassen. „Die meisten Leute haben in diesem Jahr weniger oder gar keine Äpfel“, berichtet er. Besser sehe es mit Birnen und Quitten aus. Heuer gebe es sogar noch freie Termine. Gepresst werde meist freitags oder samstags. Patrik wird bei der Arbeit im Mosthäusle von seinem 16-jährigen Sohn unterstützt. Für beide steht dabei eines außer Frage: Der Saft direkt aus der Presse schmeckt einfach am besten.

Auch in Unterliezheim geht es in Sachen Apfelsaftpressen ruhiger zu

Ebenfalls ruhiger geht es heuer in Unterliezheim in Sachen Apfelsaftpressen zu. Dort betreibt der Obst- und Gartenbauverein eine entsprechende Obstpresse. Manfred Herian, der Vorsitzende des 110 Mitglieder zählenden Vereins, berichtet: „In diesem Jahr gibt es kaum Äpfel.“ Da Herian auch Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege ist, weiß er, dass dies heuer im ganzen Landkreis der Fall ist. In früheren Jahren sei es dagegen manchmal vorgekommen, dass die Ernte in verschiedenen Regionen des Dillinger Landes unterschiedlich ausgefallen sei.

Der Fachmann nennt die Gründe, warum die Apfelbäume kaum Früchte tragen. Zum einem gebe es die Schwankungen des Obstertrages im zweijährigen Rhythmus – die sogenannte Alternanz. In einem Jahr hänge der Baum voller Äpfel, im nächsten dagegen bringe er wenig bis gar keinen Ertrag. Hinzu kam, dass es im Mai kalt war und selten 15 Grad erreicht wurden. Die Folge: Die Bienen flogen nicht und wenn dann nur von ihrem Stock zum nächsten Baum. Somit wurden die meisten Bäume nicht bestäubt. Zwar seien Wildbienen und Hummeln geflogen, aber von diesen Insektenarten gebe es einfach zu wenig.

Offene Stellen mit Erde für die Wildbienen

Herian rät Gartlerinnen und Gartlern, Lebensräume für Wildbienen zu schaffen, wie beispielsweise eine ungepflegte Ecke im Garten mit Totholz oder auch Stellen, an denen die Erde offen liegt. In letzteren fühlen sich erdbesiedelnde Wildbienen wohl, die in der Erde nisten. Herian erklärt, dass es allein in Bayern 450 verschiedene Wildbienenarten gebe.

Die Birnen blühen übrigens früher als die Apfelbäume – meist im April. Zu dieser Zeit sei es wärmer gewesen, so der Gartenfachmann. Aus diesem Grund gebe es in diesem Jahr deutlich mehr Birnen. Die Quitten wiederum hätten eine deutlich spätere Blühzeit – von Mitte Mai bis Anfang Juni. Diese Sträucher oder kleinen Bäume haben in diesem Jahr einen sehr guten Ertrag. „Die Quitten hängen bis zum Boden“, berichtet Herian.

In Unterliezheim kann auch dieses Obst gepresst werden. Dafür gibt es auch noch einige freie Termine, sowohl für Vereinsmitglieder als auch für andere Interessenten. Nach der Anmeldung könne das Obst abends angeliefert werden – samt einem Zettel mit den Angaben, in welchen Gefäßen abgefüllt werden soll. Am nächsten Tag könne dann der Saft abgeholt werden. Herian ergänzt, dass mindestens 50 Kilogramm Obst angeliefert werden sollten. Die Obstreste nach dem Pressen werden übrigens nicht weggeworfen. Der sogenannte Treber ist bei Jägern gefragt, die damit im Winter das Wild füttern.

Selbst im Kreisobstlehrgarten in Höchstädt fällt die Apfelernte nicht gut aus. Im November startet dort aber ein neues Projekt. Herian erklärt, dass auf 2,5 Hektar in den nächsten Jahren 150 verschiedene Kernobstsorten aus Schwaben zusätzlich gepflanzt werden. Diese Anpflanzung dient der Stadt Höchstädt als Ausgleichsfläche.

Wer sich für alte Apfelsorten interessiert, kann sich bei Kreisfachberater Herian melden, der Sortenlisten und Sortenbüchlein hat. Als Beispiel für eine alte Apfelsorte nennt Herian den „Kesseltaler Streifling“. Dies sei eine regionale Sorte mit rot gestreiften Äpfeln, die fast ausschließlich im Kesseltal zu finden sei.

Eine weitere Sorte ist die „Ulmer Renette“, auch Unseldapfel genannt. Dieser hat eine länglich spitze Glockenform und ist rot-gelb. Der Vorteil: Er ist sehr robust. Diese alte Sorte lässt sich im ganzen Landkreis finden.

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