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Airbus

02.02.2019

33 Eurofighter sichern tausende Arbeitsplätze in der Region

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Die Bundeswehr braucht 33 neue Eurofighter.
Bild: Wüstneck, dpa (Archiv)

Betriebsratschef Pretzl erklärt, wieso der Auftrag wichtig für die Airbus-Standorte Manching und Augsburg ist. Er könnte das ganz große Geschäft der Zukunft sichern.

Für die Industrie und hunderte Beschäftigte in unserer Region war es am Freitag eine gute Nachricht: Die Bundeswehr will 33 ihrer 143 Eurofighter durch neue Maschinen ersetzen. Dass über den Auftrag nachgedacht wird, darüber ist bereits zuvor berichtet worden. Nun ist es anscheinend soweit.

Das Ministerium von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll die Nachricht selbst verbreitet haben, CSU-Bundestagsabgeordnete bestätigten sie am Freitag. „Dies ist ein guter Tag für uns“, sagte dazu Thomas Pretzl, Betriebsratschef von Airbus Defence & Space. Mit "uns" meint er auch hunderte Beschäftigte aus dem Airbus-Konzern in Oberbayern und Schwaben.

Thomas Pretzl: „Wichtiger Anschlussauftrag“ für Airbus in Manching

„Die Entscheidung war absolut wichtig für uns“, sagte Pretzl unserer Redaktion. Airbus beschäftigt in Manching bei Ingolstadt rund 5000 Mitarbeiter. Rund 2500 Stellen hängen dabei direkt am Eurofighter, berichtet Pretzl.

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Der Eurofighter wird schon bei Airbus in Manching montiert. Die letzten drei der bisher von der Bundeswehr in Auftrag gegebenen Maschinen sollen aber dieses Jahr ausgeliefert werden. „Insofern war es wichtig für uns, den Anschlussauftrag zu bekommen“, sagt der Betriebsratschef.

Der Bundeswehr-Bestand von 143 Eurofightern ändert sich aber nicht: Die Luftwaffe nimmt dafür ältere Maschinen außer Betrieb. Den Wert des Auftrags beziffert der Bayerische Rundfunk auf rund 3,3 Milliarden Euro – ein Eurofighter kostet rund 100 Millionen.

Dank des Auftrags wäre die Produktion in Manching wohl wieder ausgelastet. Aber auch darüber hinaus seien die 33 Maschinen wichtig, meint Pretzl. Nämlich mit Blick auf weitere, in der Zukunft liegende Projekte.

Kompetenz für die Entwicklung eines Kampfjets der neuen Generation

Deutschland und Frankreich denken darüber nach, ein gemeinsames Kampfflugzeug zu entwickeln, sollte der Eurofighter einmal in die Jahre kommen. Arbeitstitel: Future Combat Air System.

Der jetzige Eurofighter-Auftrag hilft den Werken, hier mitspielen zu können: „Es steckt viel Ingenieurleistung in diesen Eurofightern“, sagt Pretzl. Mit dem Auftrag behält man die Kompetenz für die Entwicklung einer ganz neuen Maschine, lautet das Argument des Betriebsrats.

Premium Aerotec baut Rumpfmittelteil des Airbus

Aufgeatmet hat man angesichts der Entscheidung sicher auch in Augsburg: Hier entsteht bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec das Rumpfmittelteil des Eurofighters. 33 davon müssen nun gefertigt werden.

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02.02.2019

Ist doch schön, wenn man mit Kriegsspielzeug Arbeitsplätze und Produktionsstandorte erhalten kann. Der Bedarf nach diesem Zeug wird nie enden, darum immer eine absolut sichere Bank!

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