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Autobranche
30.10.2019

Autobauer Fiat Chrysler und PSA verhandeln über eine Fusion

Fiat Chrysler (FCA) und der französische PSA-Konzern sprechen offenbar über eine Fusion.
Foto: Rena Laverty, dpa

Der US-Autobauer Fiat Chrysler wollte sich noch im Juni mit Renault zusammen tun. Die Fusion scheiterte. Nun verhandeln die Amerikaner offenbar mit der Opel-Mutter PSA.

Der italienisch-amerikanische Automobilhersteller Fiat Chrysler (FCA) hat Gespräche mit dem französischem Opel-Mutterkonzern PSA über einen möglichen Zusammenschluss bestätigt. "Es gibt laufenden Diskussionen, die darauf abzielen, eine der führenden Mobilitätsgruppen der Welt zu schaffen", schrieb FCA in einer kurzen Mitteilung am Mittwochmorgen. Gegenwärtig habe man nichts weiter hinzuzufügen, hieß es darin. 

Nach der gescheiterten Fusion mit Renault im Frühjahr ist das bereits das zweite Fusions-Gespräch, das Fiat Chrysler in diesem Jahr führt. Die beiden Konzerne wären der weltweit drittgrößten Autohersteller geworden. Die Gespräche scheiterten jedoch. 

Zu PSA gehören Citroën, Peugeot und Opel, zu Fiat Chrysler Alfa Romeo, Jeep und Dodge

Wie das Wall Street Journal am Dienstag berichtet hatte, wären Fiat Chrysler und der Opel-Mutterkonzern PSA an der Börse rund 50 Milliarden Dollar (45 Mrd Euro) wert. 

Zu PSA gehören auch die Traditionsmarken Peugeot, Citroën und Opel. Fiat Chrysler hat die Marken Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia oder Maserati unter seinem Dach. Autohersteller stehen heutzutage unter einem riesigen Druck, denn sie müssen in autonome Autos und Elektromobilität investieren. 

An der Börse hatten Gerüchte bereits am Dienstagabend für kräftige Kursbewegung gesorgt. Die Aktien von FCA waren am Dienstag mit einem Plus von 7,5 Prozent aus dem US-Handel.

Fusion mit Fiat Chrysler: PSA-Chef CArlso Tavares hat schon Opel aus den roten Zahlen geholt

Eine Option sei eine Fusion über einen Aktientausch, zitierte das Wall Street Journal einen Insider. Peugeot-Chef Carlos Tavares würde den Konzern als Vorstandsvorsitzender führen, während FCA-Verwaltungsratsvorsitzender John Elkann dieselbe Rolle bei dem neuen Unternehmen einnehmen würde.

Die Gespräche befänden sich im Fluss und andere Möglichkeiten könnten erörtert werden. Es gebe keine Garantie, dass eine endgültige Vereinbarung erreicht werde. An der Börse sorgte die Nachricht für kräftige Kursbewegung. Die Aktien von Fiat Chrysler gingen mit einem Plus von 7,5 Prozent aus dem US-Handel.

PSA-Chef Carlos Tavares gilt in der Branche als ein harter Sanierer. Vor gut zwei Jahren hatte PSA den deutschen Traditionshersteller Opel übernommen, der unter der Führung von General Motors (GM) lange rote Zahlen geschrieben hatte. 

Opel wird von den Franzosen auf Effizienz getrimmt und arbeitet wieder profitabel, beschäftigt aber deutlich weniger Mitarbeiter. So wurde das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim teilweise an den Dienstleister Segula verkauft. (dpa)

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