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Modehändler

14.02.2018

H&M plant Online-Offensive

Wachsender Bestellboom im Internet und stärker werdende Konkurrenz setzen H&M unter Druck. Eine Online-Offensive soll den Umsatz wieder steigern.
Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa

Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) kämpft aktuell mit einem starken Gewinnrückgang. Investitionen in den Onlinehandel sollen das Problem bis 2019 lösen.

Der unter Druck geratene Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) will mit einer Aufholjagd im Internet die Wende schaffen. Gelingen wird dies nach Ansicht des Unternehmens aber frühestens 2019. Im laufenden Jahr würden die Umsätze in den weltweit gut 4700 Läden nochmals rückläufig sein, teilte der Konzern am Mittwoch während eines Kapitalmarkttages mit. Mau sieht es auch für den Gewinn aus. Die hohen Lagerbestände aus dem vierten Quartal dürften zumindest zu Jahresbeginn noch das Ergebnis belasten.

H&M gerät durch wachsende Konkurrenz in Bedrängnis

H&M muss Vertrauen zurückgewinnen, nachdem spätestens mit Vorlage der Jahresbilanz Ende Januar offen zu Tage trat, wie prekär die Lage des Konzerns inzwischen ist. Im vierten Quartal (Ende November) knickte der Gewinn nach Steuern von knapp 6 Milliarden schwedischen Kronen im Vorjahr auf 4 Milliarden Kronen (402 Mio Euro) ein, nachdem H&M seine Ware nur mit kräftigem Rabatt loswerden konnte.

Der Textilhändler spürt den Druck von allen Seiten: Online-Händler wie Zalando oder Asos ziehen Kundenschaft ab. Auch beim Preis ist H&M nicht mehr das Maß aller Dinge, Ketten wie Primark sind noch günstiger. Und auch gegen den großen Rivalen aus Spanien, Inditex, hat H&M das Nachsehen. Die Zara-Mutter ist wesentlich schneller, wenn es darum geht, die neuesten Trends in die Läden zu kriegen.

Der H&M-Konzern, zu dem auch Marken wie Cos, Weekday oder Cheap Monday gehören, will daher online aufrüsten. Mehr als die Hälfte des Investitionsbudgets soll allein in diesem Jahr in den Ausbau des Onlinehandels fließen. (dpa)

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