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Energie

12.10.2013

Heizöl besonders billig: Jetzt kaufen

Heizöl ist derzeit besonders billig. Es wird empfohlen, den Tank zu Hause bald zu füllen.
Bild: dpa

Der US-Haushaltsstreit hat für Käufer der Region sein Gutes. Er lässt den Dollar fallen und den Rohölpreis noch dazu. Wie lange aber bleibt das so?

Wer sein Haus mit Heizöl heizt, kann sich momentan freuen. Heizöl ist derzeit besonders billig. Der Bund der Energieverbraucher empfiehlt deshalb, den Tank zu Hause bald zu füllen. „Die Heizölpreise sinken seit vier Wochen ständig und liegen um rund zehn Cent je Liter unter dem Preis des Vorjahres“, schreibt der Verband. Es müsse aber mit einem deutlichen Anstieg gerechnet werden.

Rund 86,5 Cent für einen Liter Heizöl

In unserer Region müssen Käufer derzeit rund 86,5 Cent für einen Liter Heizöl bezahlen, berichtet Marc Deisenhofer, Geschäftsführer der Präg-Gruppe in Kempten, einem der größten mittelständischen Energiehändler Deutschlands. Die Preise rund um Augsburg und Kempten seien nahezu identisch. „Heizöl ist damit fast 15 Prozent günstiger als im Oktober 2012“, sagt Deisenhofer. Bereits im Mai und Juni dieses Jahres hatte der Heizölpreis einen Jahrestiefstand erreicht. Nachdem er zwischenzeitlich angezogen hatte, nähert er sich dem niedrigen Niveau nun wieder an.

Ein Hauptgrund ist offenbar der Haushaltsstreit in den USA. Die politische Blockade verunsichert die Märkte, die Investoren lassen die Hände vom Dollar. Der Euro ist relativ stark. Europa kann sich damit günstig mit Rohöl eindecken, das überwiegend in Dollar gehandelt wird. „Die US-Haushaltskrise hat zurzeit großes Gewicht“, bestätigt Deisenhofer. Dämpfend auf den Ölpreis wirke zudem, dass es in Syrien bisher nicht zum internationalen Militärschlag gekommen ist.

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Fachleute wagen kaum eine Prognose zum Ölpreis

Der US-Haushaltsstreit ist dagegen der Grund, warum Fachleute kaum eine Prognose wagen, wie sich Wechselkurs und Ölpreis weiter entwickeln. „Was mit dem Wechselkurs passiert, wenn die US-Politik den Haushaltsstreit überwunden hat, das ist derzeit die große Unbekannte“, sagt Deisenhofer. Theoretisch könnten dann Dollarkurs und Ölpreis bald steigen. Einige Fachleute raten deshalb zum raschen Heizölkauf. Thomas Berger von der Baywa meint: „Wir sind aktuell auf einem niedrigen Niveau, da hat es Sinn, sich für den Winter einzudecken.“ Und Tanja Hellwig vom Portal heizoel24.de sagt: „Es gibt tagesabhängige Schwankungen, aber es ist keine falsche Entscheidung, jetzt zu bestellen.“

Auch tanken kann man günstig

Vom niedrigen Ölpreis profitieren übrigens auch die Autofahrer: Nach Angaben des ADAC ist Treibstoff derzeit so günstig wie noch nie in diesem Jahr. Im Schnitt kostet ein Liter Super E10 gerade 1,51 Euro und ein Liter Diesel 1,41 Euro.

Das heißt aber nicht, dass Energie generell günstiger wird. Der Preis für Holzpellets beispielsweise steigt, berichtet Präg-Geschäftsführer Deisenhofer: „Zurzeit liegt der Pellet-Preis auf einem hohen Niveau und deutlich über den Vorjahrespreisen.“ Deisenhofer sieht deshalb in einer modernen, sparsamen Ölheizung nach wie vor eine gute Alternative für Hausbesitzer: „Damit erwirbt man eine zuverlässige, erprobte Technik.“  

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