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Schlecker-Prozess

13.11.2017

Schleckers zahlen weitere vier Millionen Euro an Insolvenzverwalter

Die Staatsanwaltschaft wirft Anton Schlecker unter anderem vorsätzlichen Bankrott vor. Schlecker selbst erklärt, durch die Insolvenz sein gesamtes Vermögen verloren zu haben.
Bild: Sina Schuldt, dpa

Anton Schlecker und seine Familie haben dem Insolvenzverwalter ihrer einstigen Drogeriemarkt-Kette vier Millionen Euro gezahlt. Wie der Prozess in Stuttgart nun weitergeht.

Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker und seine Kinder haben weitere vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter ihrer 2012 untergegangenen Kette gezahlt. Dies teilten sie am Montag im Bankrottprozess vor dem Landgericht Stuttgart mit. Die zusammen mit ihrem Vater angeklagten Kinder Lars und Meike steuerten je eine Million Euro bei, Schleckers Frau überwies auf Bitten ihres Mannes zwei Millionen Euro. Er selbst, sagte Anton Schlecker, habe durch die Insolvenz sein gesamtes Vermögen verloren.

Gläubiger haben über eine Milliarde Euro an Forderungen angemeldet

Lars Schlecker sprach in einer persönlichen Erklärung von "Schadenswiedergutmachung" - betonte aber zugleich erneut, noch kurz vor der Insolvenz "nicht im Geringsten" mit einer Überschuldung gerechnet zu haben. Den beiden Kindern gehörte die Logistikfirma LDG.

2013 hatte die Familie schon einmal gut zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter gezahlt. Das Geld fließt in die Insolvenzmasse, insgesamt haben die Gläubiger inzwischen mehr als eine Milliarde Euro an Forderungen angemeldet. Einen Teil davon will der Verwalter über Schadenersatzklagen gegen einstige Lieferanten eintreiben.

Schlecker-Prozess: Das Urteil könnte am 27. November fallen

Schlecker hatte Anfang 2012 Insolvenz angemeldet, seit März steht der einstige Chef vor Gericht. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, im Angesicht der Zahlungsunfähigkeit noch Geld aus dem Unternehmen gezogen zu haben - was Anton Schlecker abstreitet.

Zuletzt hatte das Gericht das Verfahren in einigen Punkten eingestellt und damit die Liste der Vorwürfe ein Stück kürzer gemacht. Für den kommenden Montag sind die Plädoyers geplant, das Urteil könnte dann wiederum eine Woche später am 27. November folgen. dpa

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