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Handel
28.05.2024

Aiwanger hat noch Hoffnung für Galeria in Augsburg und Würzburg

Der Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus hat die Zustimmung der Gläubigerversammlung für seinen Sanierungsplan bekommen.
Foto: Fabian Strauch, dpa

Exklusiv Der Warenhauskonzern hat wohl eine allerletzte Chance bekommen, mit zwei Investoren die Wende zu schaffen. Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus hat geliefert.

Etwas mehr als gar nichts, mehr hat Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus den Gläubigern der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof am Dienstag in Essen nicht anbieten können. Die Gläubigerversammlung stimmte dem Verkauf des Konzerns an ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des Unternehmers Bernd Beetz aus Mangel an Alternativen dennoch zu. Im gleichen Zug verzichteten die rund 4600 Gläubiger auf einen Großteil der angemeldeten Forderungen in Höhe von 886,1 Millionen Euro.

Denkhaus konnte den Gläubigern nur Hoffnung auf Rückzahlungen in Höhe von voraussichtlich bis zu 22,5 Millionen Euro machen - 2,5 bis 3 Prozent des Fehlbetrags. Der Betrag könnte sich noch erhöhen, wenn es gelingt, Zahlungen aus den Ansprüchen gegen den bisherigen Eigentümer, die Signa-Gruppe des Unternehmers René Benko, einzutreiben. Doch die verschachtelten Besitzverhältnisse und die finanziellen Schwierigkeiten im Reich des tief gefallenen Österreichers, versehen diese Hoffnung mit einigen Fragezeichen. Weil Signa zugesagte Hilfen zuletzt nicht mehr leistete, rutschte Galeria zu Jahresbeginn erneut in die Insolvenz

Dritte Insolvenz kostet den Steuerzahler hunderte Millionen Euro

Die dritte Insolvenz des Warenhauskonzerns binnen weniger Jahre hat auch den Steuerzahler viele Millionen Euro gekostet. Über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hatte Galeria 2021 und 2022 Unterstützung von insgesamt rund 680 Millionen Euro erhalten. Ein Großteil der Ansprüche des Geldes war bereits nach dem 2023 abgeschlossenen Insolvenzverfahren verloren. 

Hoffnung auf Rückzahlung gab es noch bei einem sogenannten Nachrangdarlehen in Höhe von 88 Millionen Euro. Weil dafür besondere Sicherheiten vereinbart wurden, wird der WSF nun vorrangig aus der Insolvenzmasse bedient. Im Zuge der neuen Insolvenz seien keine weiteren Ausfälle zu erwarten, teilte der WSF zuletzt mit.

Der Beschluss der Gläubigerversammlung muss nun noch einmal vom Insolvenzgericht bestätigt werden. Ende Juli könnte der Insolvenzverwalter die Kontrolle über das Unternehmen abgeben. Dann soll Beetz als Aufsichtsratsvorsitzender zusammen mit dem bestehenden Management um Galeria-Chef Olivier Van den Bossche die operative Führung übernehmen.

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100 Millionen Euro sollen in Modernisierung bestehender Filialen investiert werden

Die neuen Eigentümer haben ihre Pläne bereits grob umrissen. Demnach sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 100 Millionen Euro in die Modernisierung der bestehenbleibenden Filialen investiert werden. 16 von derzeit noch 92 Häusern müssen wohl bereits Ende August schließen. Etwa 80 Millionen Euro Mietkosten heißt es, sollen so jedes Jahr eingespart werden. 1400 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. 

Symbolträchtig ist die Aufgabe des Unternehmenssitz in Essen. Eine deutlich abgespeckte Verwaltung soll im kommenden Jahr in eine Filiale in Düsseldorf umziehen. Ebenfalls verschwinden sollen die traditionsreichen Marken Kaufhof und Karstadt, die Kette heißt künftig schlicht Galeria.

Wirtschaftsminister Aiwanger gibt Gutachten zu Bayerns Galeria-Filialen in Auftrag

In Bayern gab es zuletzt weiter Hoffnung, dass die beiden Filialen Würzburg und Augsburg, die auch auf der Schließungsliste stehen, doch noch gerettet werden können. Knackpunkt erneuter Verhandlungen mit den Immobilienbesitzern waren die Mieten. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) sah es zuletzt als gutes Zeichen, dass es weitere Gespräche gab. Unserer Redaktion sagte er am Dienstag: „Die Verhandlungen verliefen vertrauensvoll. Wir sind verhalten optimistisch, für die Filialen Augsburg und Würzburg eine Lösung zu finden. Mit einer finalen Entscheidung rechnen wir Anfang Juni.“ 

Für den Fall, dass es bei den Schließungsplänen bleibt, müssten die Kommunen in Verhandlungen mit den Eigentümern gemeinsam Lösungsansätze für Neu- und Umnutzungen finden, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. 

Hilfe leisten soll den betroffenen Städten dabei auch ein Gutachten, dass Aiwangers Haus zu den bayerischen Galeria-Standorten in Auftrag gegeben hat. Dieses Gutachten sei bald fertiggestellt und gebe den Kommunen auch Hinweise, welche Nachnutzungen im Einzelfall möglich sind, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Zudem könne eine Datenbank mit zahlreichen konkreten Fallbeispielen aus ganz Deutschland Impulse für neue Nutzungen leerstehender Warenhausimmobilien geben. Umnutzungen kosteten Zeit und Geld, brächten oftmals aber auch neues Leben und frische Impulse in die Innenstädte, so die Sprecherin weiter. 

Sich mit neuen Konzepten für die Innenstadt zu beschäftigen, empfiehlt sich für die Kommunen in jedem Fall. Denn Handelsexperten sind skeptisch, ob das Konzept der neuen Eigentümer tatsächlich tragen wird. 

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29.05.2024

...ich verstehe es einfach nicht ...der Konzern ist zum zweiten Mal Pleite und kostet den Gläubigern und dem Steuerzahler MIllionen ...
Das ist nicht schön aber so ist die freie Marktwirtschaft.

Nicht einen Cent aus Steuermitteln sollte man da weiter investieren, selbst das Gutachten welches der Herr A. von den FW in Auftrag gegeben hat wird da nichts daran ändern. Viel Geblubber um nichts ....
Freilich ist es eine große Aufgabe für die Stadtentwicklung sich mit dem derzeitigen Eigentümer abzustimmen was mit dem Gebäude weiter passieren wird, es bleibt aber bei Empfehlungen und Wünschen. Entscheidend ist was die Eigentümer der Immobilie sich vorstellen und auch finanzieren können und wollen.
Wenn ich mal davon ausgehe das der Eigentümer wie in der Branche üblich den Kaufpreis seinerzeit zum größeren Teil finanziert und die Kredite mit den Mieteinnahmen finanziert hat, frage ich mich natürlich wie lange man den Mietausfall aushalten kann da die Finanzierungskosten ja weiter anfallen?

Die gleichen Menschen welche den Wegfall eines stationären Kaufhauses in der Innenstadt bemängeln bestellen gleichzeitig im Internet und von den verbleibenden Innenstadt-Bewohnern und nicht-online-Nutzern kann so ein großes Warenhaus nicht überleben. Da wurde in der Vergangenheit schon einiges verschlafen.
Wissen die Verantwortlichen eigentlich das ein Konzern wie der Drogeriemarkt Müller inzwischen auch einer der größten online-Händler in Europa ist? Da wurden rechtzeitig die Weichen gestellt und das für den Betrieb eines online-Shop`s dieser Größe auch eine ganze Menge qualifizierten Personals (keine IT`ler sondern Kaufleute, Marketing-Experten, Texter, Einkäufer usw.) notwendig ist wurde rechtzeitig erkannt.
Es tut mir leid um die Beschäftigten aber es gibt schlimmeres als sich eine neue Arbeitsstelle suchen zu müssen und vielleicht noch mit 50 etwas Neues zu lernen. (Ich darf das schreiben - Hauptschüler, 43 Jahre Berufstätigkeit, drei Berufe, 10 Arbeitgeber usw.)