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  3. DIW-Chef Fratzscher: "Ich halte die beiden Preisbremsen für kolossale Fehler"

Interview
28.12.2022

"Ich halte die beiden Preisbremsen für kolossale Fehler"

Ökonom Marcel Fratzscher: "Die De-Industrialisierung ist genauso ein Popanz, wie die Lohn-Preis-Spirale."
Foto: Daniel Naupold, dpa

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, kritisiert die Staatshilfen: Sie kämen zu sehr Unternehmen statt Privathaushalten zugute.

Herr Professor Fratzscher, nach der Corona-Krise steckt Deutschland in der Energiekrise, die durch den Ukrainekrieg ausgelöst wurde. Wie tief geht es kommendes Jahr bergab?

Marcel Fratzscher: Die ehrliche Antwort ist, dass das keiner auch nur annähernd genau sagen kann und wir in den letzten 70 Jahren selten mehr Unsicherheit hatten. Hoffnungsvoll ist, dass wir im wahrscheinlichsten Szenario einen milden Abschwung durchmachen werden. Die Prognose lautet auf ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 bis 0,5 Prozent in 2023. Positiv ist auch, dass wir trotz Abschwungs keine Krise auf dem Arbeitsmarkt sehen. Wir rechnen damit, dass die Beschäftigung auf Rekordniveau bleibt. 

Das klingt doch beherrschbar...

Fratzscher: Leider kann viel schief gehen. Und meine größte Sorge ist, dass es zu einer Energie- oder Gasknappheit kommt. Das muss nicht unbedingt jetzt im Winter sein, das könnte auch im nächsten Winter 2023/24 passieren. Das halte ich jetzt nicht für sehr wahrscheinlich, aber diese Möglichkeit besteht. Wer weiß, was in diesem Krieg in der Ukraine noch passiert? Dann hätten wir einen Einbruch der Wirtschaft um sechs, sieben Prozent, ähnlich stark wie während der Weltfinanzkrise. Das zweite Risiko sind sicherlich die Lieferketten, die durch die gelockerte Corona-Politik Chinas wieder schwer unter Druck kommen könnten. Vielen Millionen Chinesen droht die Ansteckung mit dem Virus. Und drittens ist da noch der Handelskonflikt zwischen China und den USA, bei dem Europa in die Klemme geraten könnte.

Das klingt jetzt wiederum bedrohlich…

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Fratzscher: Die Möglichkeit einer schweren Rezession besteht. Aber selbst, wenn es relativ gut läuft, wird das neue Jahr für viele Menschen in Deutschland hart. Und das liegt an der Inflation.

Die soll doch laut den Schätzungen nachlassen…

Fratzscher: Richtig. Die Chancen stehen gut, dass sie schrittweise runtergeht. Aber das klingt besser, als es ist. Die Situation für viele Menschen im nächsten Jahr wird noch mal dramatischer sein als in diesem Jahr. Viele werden den Gürtel noch mal enger schnallen müssen.

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Weil dann zum Beispiel ihre Rücklagen aufgebraucht sind oder weil dann erst die Preiserhöhungen für Strom, Gas oder Heizöl bei ihnen ankommen?

Fratzscher: Wir rechnen jetzt in unserem wahrscheinlichsten Szenario mit 7 Prozent Inflation im nächsten Jahr – nach 9 bis 10 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022. Aber Inflation und Preise werden oft vermischt. Die Tatsache, dass Inflation runtergeht, heißt ja immer noch, dass die Preise steigen, nur eben nicht mehr ganz so stark. Und das Problem ist, dass wir in diesem Jahr bei 10 Prozent Inflation im Schnitt vier Prozent Lohnsteigerung hatten. Wir rechnen mit ähnlichen Lohnsteigerungen im nächsten Jahr bei dann 7 Prozent Inflation. Das heißt, die Menschen müssen dieses Jahr mit 5 Prozent weniger Kaufkraft auskommen. Und nächstes Jahr noch mal mit 3 Prozent weniger Kaufkraft.

Woran liegt es, dass der Preisdruck so stark bleibt?

Fratzscher: In diesem Zusammenhang fällt oft das Wort Lohn-Preis-Spirale. Das heißt, dass die Gewerkschaften wegen der Inflation hohe Lohnsteigerungen durchsetzen und damit die Teuerung weiter treiben. Da schwingt auch die Warnung an die Beschäftigten mit, den Bogen nicht zu überspannen. Aber die Tarifabschlüsse liegen deutlich unter der Inflationsrate. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass wir eine Lohn-Preis-Spirale haben. Ganz im Gegenteil: Wir haben eine Gewinn-Preis-Spirale.

Was ist das?

Fratzscher: Viele Unternehmen springen auf den Zug auf und wollen sich die Taschen noch mal voll machen und geben die Schuld für die steigenden Preise dann den Energiekosten oder dem Krieg in der Ukraine. Der Treiber für die Inflation im kommenden Jahr werden nicht steigende Energiepreise sein, sondern eher, dass viele Unternehmen ihre Preise weiter anziehen. Und es sind dann häufig nicht die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es ist nicht die Bäckerei um die Ecke, sondern es sind eher die großen Konzerne, die das dann sehr gut umsetzen können. 

Fratzscher hält die Warnungen der energieintensiven Branchen, wie der Chemieindustrie, vor einer De-Industrialisierung für völlig übertrieben.
Foto: Waltraud Grubitzsch, dpa

Ist Ihre Kritik nicht etwas pauschal?

Fratzscher: Nein, das zeigen die Daten ganz deutlich. Und dann fragt man sich natürlich, ob es richtig ist, dass die Bundesregierung diesen Unternehmen noch einmal Milliarden durch eine Gas- und Strompreisbremse zusätzlich in Rachen schmeißt. Ich halte die beiden Preisbremsen für kolossale Fehler. Wir haben eine Schieflage im doppelten Sinne. Diese Hilfsgelder kommen viel stärker den Unternehmen zugute, zu wenig den privaten Haushalten. Das ist die erste Schieflage für mich. Die zweite Schieflage ist, dass man eben Menschen mit hohen Einkommen, mit hohen Vermögen, deutlich mehr Geld gibt als Menschen mit geringem Einkommen.

Ihre Ökonomen-Kollegen sagen, das Instrument ist nicht ideal, aber wegen der Kürze der Zeit geht es nicht anders. Gleiches sagt die Bundesregierung

Fratzscher: Diese Instrumente werden immer als alternativlos dargestellt, aber das stimmt nicht. Ökonomisch und sozial ist der allerbeste Weg Direktzahlungen. So wie man das mit der Energiepauschale für Rentner und Studierende gemacht hat. Jeder, der es braucht, bekommt das Geld. Man hätte das einkommenspezifisch machen können. Haushalte mit - sagen wir - über 100.000 Euro Bruttoeinkommen im Jahr hätten keine Unterstützung erhalten, weil sie sie nicht brauchen. Und Unternehmen hätte man analog zu den Corona-Hilfen über die Steuerberater entlasten können. Unter dem Strich wäre das zielgenauer, gerechter und viel billiger gewesen. 

Die Wirtschaftsverbände waren vor einer De-Industrialisierung, wenn den Unternehmen in der Energiekrise nicht umfassend mit Subventionen geholfen wird. Das konnte die Politik doch nicht riskieren…

Fratzscher: Die De-Industrialisierung ist genauso ein Popanz, wie die Lohn-Preis-Spirale. Es ist letztlich ein Schreckgespenst, das aufgebaut wird, um der Politik Geld aus den Rippen zu leiern. Gibt es das Risiko, dass manche energieintensive Unternehmen pleitegehen oder abwandern? Ja, das Risiko ist da. Es wäre wahrscheinlich auch ohne Energiepreis-Schock unvermeidbar gewesen. Denn Deutschland hat bisher noch nie einen Kostenvorteil bei Energie gehabt. Wir haben schon lange hohe Kosten. Ich bin sehr optimistisch, dass unsere Industrie diesen Schock gut wegstecken kann. Und dass die notwendige Transformation hin zu erneuerbaren Energien, neuen Technologien, und grünem Wasserstoff jetzt eher beschleunigt wird. Wenn die BASF chemische Grundstoffe nun billiger in den USA herstellt, ist das insgesamt für das Unternehmen besser und damit auch für die deutsche Wirtschaft.

Zur Person: Marcel Fratzscher, 51, stammt aus Bonn und studierte in Kiel, Oxford, Cambridge und Florenz Ökonomie. Seit 2013 leitet er das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Kiel und ist Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

29.12.2022

Wolfgang B., die Kommission hat sich für die Gießkannenunterstützung entschieden, weil alles andere in der Kürze der Zeit unmöglich gewesen wäre und auch wieder einmal zu einem Bürokratiemonster geführt hätte. Zudem müssen die Hilfen ab einer bestimmten Einkommensgrenze (Soli-pflichtig) versteuert werden. Die Hilfen nun deswegen als "kolossalen" Fehler zu bezeichnen, ist maßlos überzogen und nur der Aufmerksamkeit geschuldet, die Fratzscher damit erzielen will. Seine Konjunkturprognosen bewegen sich ohnehin in dem Rahmen, der längst bekannt ist. Wozu also dieses Interview?

29.12.2022

Im Grunde ist das nur eine eng befristete Steuersenkung ohne langfristige Lenkungswirkung. Selbst wenn man anderer Auffassung ist, steht das Vokabular in Frage. Bei insgesamt steigenden Steuereinnahmen von "kolossalem Fehler" zu sprechen ist irgendwie schräg.

Sein Gejammer über zu viel Hilfe für die Industrie weist ggf. auf Streit hin, der in der SPD ausgebrochen ist.

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/dgb-fahimi-industrie-existenz-bedrohung-energiekrise-preise-100.html

>> DGB-Chefin Fahimi hat wegen der hohen Energiepreise vor einer existenzbedrohenden Situation für die deutsche Industrie gewarnt. Die Wirtschaft befürchtet eine Deindustrialisierung. <<

29.12.2022

Bürokratiemonster in Deutsachland wären ja nichts ungewöhnliches. Wir schaffen das. :) Und selbst mit 1-2 Moinaten Verzögerung ... haben wir so was mit der Umsetzung diverser Bremsen? Dann würde eben im Nachhinein ausgezahlt. Mögliche Versteuerung? Ein Satz in einer Verordung oder einem Gesetz und die Subventiuon wäre steuerfrei.

28.12.2022

Auch wenn es manchen offensichtlich habilitierten Kollegen hier nicht gefällt: Fratzschers Aussagen treffen größtrenteils zu bzw. seine Prognosen sind stimmig.

28.12.2022

Wolfgang B., was Herr Fratzscher für einen " kolossalen Fehler" hält, hat eine Regierungskommission unter Leitung der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm erarbeitet. Herrn Fratzschers Problem dürfte v. a. sein, dass er nicht dabei war und dass ihn niemand gefragt hat.

29.12.2022

Hier die Prognose Qualität von Herrn Fratzscher:

"Die Inflation ist eigentlich meine geringste Sorge"
Sept. 2021

Da war die Erzeugerpreisinflation (Frühindikator) schon bei über 15 Prozent:

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/erzeugerpreise-auf-historischem-hoch-verbrauchern-droht-steigende-inflation-80755234.bild.html

https://www.manager-magazin.de/finanzen/diw-chef-marcel-fratzscher-die-inflation-ist-eigentlich-meine-geringste-sorge-a-1b34633a-4180-44d5-b38f-f5f291d1971e

29.12.2022

Dann sollte man auch mal lesen, warum Fratzscher die Bremsen als kolossalen Fehler. So spricht er von einer gezielten, nicht von einer Gießkannenunterstützung. Ob das organiosatorisch einfacher wäre kann ich nicht beurteilen. Es gibt, und das ist auch Ihnen bekannt, verschiedene Strömungen in den Wirtschaftswissensachaften. Die emisten haben sichg wohl für eine entschieden un d demzufolge sind auch ihre Empfehlungen.

29.12.2022

@ NICOLA L.

Was wollen Sie mit der BILD-Verlinkung vom Juli 2022 belegen?

Fratzschers miese "Prognose-Qualität", weil er wie alle seine Kollegen* Putins Krieg gegen die Ukraine vom Februar 2022 und die darauf folgende Energiepreis-Explosion (mit Abstand größter Inflationstreiber) nicht vorhergesehen hat?

28.12.2022

Fratzscher weiß, dass er die meiste Aufmerksamkeit bekommt, wenn er gegen den Strich bürstet. Ansonsten ist in dem Interview nichts enthalten, was man nicht schon xmal gelesen hat.

28.12.2022

So viel Inkompetenz und Agitation von einem "Wirtschaftsexperten".

"Die Prognose lautet auf ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 bis 0,5 Prozent in 2023. Positiv ist auch, dass wir trotz Abschwungs keine Krise auf dem Arbeitsmarkt sehen. "
Der Arbeitsmarkt läuft immer der Konjunktur hinterher. Also was soll das jetzt beweisen? Richtig, NIX! Die Arbeitslosen kommen erst später.

"Viele Unternehmen springen auf den Zug auf und wollen sich die Taschen noch mal voll machen und geben die Schuld für die steigenden Preise dann den Energiekosten oder dem Krieg in der Ukraine."

Wie unsachlich ist das denn? Unternehmen werden an ihrem Gewinn gemessen, der dann hoffentlich in D versteuert wird. Sie schieben sich nichts in den Rachen wie Ungeheuer. Ein funktionierender Markt tilgt automatisch überhöhte Preise. Es sei denn wir haben es mit Kartellen zu tun. Hier könnte Herr Fratzscher gut und gerne Vorschläge unterbreiten, aber Fehlanzeige. Vielleicht sollte Herr Fratzscher in die Linke eintreten und Karl Marx proklamieren?

28.12.2022

"Vielleicht sollte Herr Fratzscher in die Linke eintreten und Karl Marx proklamieren?"

Der sehr präzise analysiert hat wozu letzten Endes der Kapitalismus führt, besonders der de- bzw. unregulierte.
Die "Großen" fressen die "Kleinen". Sehen Sie sich mal die Leerstände in den Innenstädten an. Wie sich die Armut zunehmend in die Mittelschicht frisst ist Ihnen noch nicht aufgefallen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich die Staaten immer mehr verschulden müssen, damit ihnen nicht der ganze Laden um die Ohren fliegt.
Rücksichtslose Profitmaximierung auf Kosten von Kunden, Verbrauchern und Umwelt ist das Geschäftsmodell unseres Wirtschaftssystems, die Zufriedenstellung der Shareholder hat absoluten Vorrang und das Bundeskartellamt ist ein zahnloser Tiger.
Wer daran etwas ändern will bekommt es mit den neoliberalen Marktfetischisten des Herrn Lindner zu tun, die uns wie Sie immer wieder das Märchen von den "funktionierenden Märkten" erzählen.

28.12.2022

@Georg Kr.:
Herr Kr., ich bin mir sicher, Ihr Lob hinsichtlich der analytischen Fähigkeiten ist an Karl Marx gerichtet.
Ich bin nämlich mit Marcel Fratzscher und seiner gesamten Gilde recht unzufrieden. Wir haben eine stattliche Zahl an Wirtschaftsforschungsinstituten in Deutschland und trotzdem kann ein Leiter eines solchen Forschungsinstituts hier keine (im Idealfall eigene) Forschungsergebnisse, sondern nur seine eigene Meinung ("Ich halte die beiden Preisbremsen für kolossale Fehler") in den Schaukasten stellen.

28.12.2022

@ HELMUT EIMILLER

Natürlich bezog sich mein erster Satz auf Karl Marx.