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  3. Teure Vitaminbombe: Warum der Preis für Orangensaft so stark gestiegen ist und wie es weitergeht

Vitamin C als Luxus
30.05.2024

Preisexplosion: Warum Orangensaft noch teurer wird

Orangensaft ist in den vergangenen Jahren massiv teurer geworden.
Foto: Andrea Warnecke, dpa (Symbolbild)

Die Preise für Orangensaft haben sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Woran das liegt und warum den Kunden das Schlimmste noch bevorsteht.

Das dürfte viele Kunden sauer machen. Der rapide Preisanstieg für Orangensaft nimmt kein Ende. Experten gehen davon aus, dass der Lieblingssaft der Deutschen noch teurer wird. O-Saft droht zum Luxus zu werden, weil in wichtigen Anbauländern wie den USA oder Brasilien die Ernten erneut schlecht ausfallen werden. Nimmt man die Entwicklung an der Drohstoff-Börse zum Maßstab, steht den Verbrauchern das Schlimmste noch bevor. 

Der Durchschnittsdeutsche trinkt jedes Jahr rund sieben Liter – eine Spitzenposition in der Fruchtsaft-Liga. Viel Vitamin C und ein Hauch von Süden, selbst im Winter. Umso mehr Menschen fragen sich, warum der Preis für das Getränk seit Jahren steigt. Die Zwei-Euro-Marke für einen Liter im Handel ist längst geknackt, je nach Marke und Laden können es sogar drei Euro und mehr sein. Innerhalb von zwei Jahren haben sich die Preise mancher Hersteller mehr als verdoppelt. Auffällig ist auch der gewachsene Unterschied zum ewigen Rivalen um den Titel "Lieblingssaft der Deutschen": Apfelsaft ist meist deutlich günstiger zu haben. 

Kälteeinbruch in Florida wird zum Problem

Ausgelöst wurde die Orangensaft-Krise von mehreren Faktoren. Am meisten Sorgen macht der Branche die sogenannte Gelbe Drachenkrankheit, die sich seit Jahrzehnten weltweit ausbreitet und auch "Citrus Greening" genannt wird. Für den Menschen ist der Erreger zwar ungefährlich, befallene Orangen allerdings macht er ungenießbar, so dass sich daraus kein Saft mehr gewinnen lässt. 

Eines der am härtesten betroffenen Länder ist Brasilien, und ausgerechnet von dort kamen bislang bis zu 90 Prozent des in die Europäische Union importierten Saftkonzentrats. Für dieses Vorprodukt wird der Saft nach dem Auspressen der Früchte erhitzt. Durch das Verdampfen verliert er massiv an Volumen. Im Vergleich zum Direktsaft ist dieses Konzentrat dadurch wesentlich kostengünstiger zu transportieren. Erst vor dem Abfüllen wird es wieder mit Wasser und natürlichen Aromen versetzt. Hersteller betonen, dass beide Produkte unter dem Strich zu 100 Prozent aus Früchten bestehen. 

Erste Hersteller wie Granini reagierten bereits und bieten statt echtem Saft Fruchtnektar an, der bis zur Hälfte aus Zuckerwasser bestehen darf. 

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Die Preise für Orangensaftkonzentrat werden an der Rohstoffbörse gehandelt und erreichten im vergangenen Jahr ein Allzeithoch. Verschärft wurde die Lage dadurch, dass die Krankheit auch im US-Sonnenstaat Florida große Teile der Ernte vernichtet hat. Die Erträge fielen so gering aus wie zuletzt in den 30er-Jahren. Nun bedroht ein weiterer Kälteeinbruch in Florida auch die nächste Ernte. Und auch in Brasilien ist die Lage extrem angespannt. Folge: Die Preise an der Rohstoffbörse explodieren schon jetzt. 

USA kaufen Orangensaft in Brasilien auf - bitter für Deutschland

Der US-amerikanische Markt kompensiert die Ausfälle im eigenen Land, indem man die Lager in Brasilien leer kauft. Für Europa bleibt wenig übrig und das wichtigste hiesige Anbaugebiet Spanien ist ebenfalls von der Orangenkrankheit betroffen. Sinkendes Angebot bei gleichbleibender Nachfrage bedeutet steigende Preise. Die Zeche zahlen auch Kundinnen und Kunden in Deutschland. 

Und die Aussichten sind eher bitter, denn ein Mittel gegen den Befall der Orangenplantagen gibt es bislang nicht, auch wenn sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa Millionen investiert werden, um daran zu forschen. Der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie rechnet vorerst nicht mit einer Entspannung, wie eine Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. "Die Ware ist knapp und die Rohstoffkosten steigen. Das heißt: Auch die Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass Orangensaft teurer wird“, hatte Geschäftsführer Klaus Heitlinger schon im vergangenen Jahr prognostiziert. Er sollte recht behalten. 

Hersteller in Deutschland produzieren viel weniger Apfelsaft

Immer mehr Kundinnen und Kunden weichen wegen der großen Preisunterschiede inzwischen auf Apfelsaft aus. Doch auch hier läuft es nicht rund. Aufgrund unterdurchschnittlicher Ernten produzierten die rund 300 heimischen Hersteller im vergangenen Jahr laut Verband nur noch 241 Millionen Liter Apfelsaft. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es noch 401 Millionen Liter gewesen. 

Das hat auch mit dem Klimawandel zu tun. "Die Wetterextreme der vergangenen Jahre setzen der Branche zu und erhöhen das wirtschaftliche Risiko für die Betriebe, da die erheblichen Schwankungen bis hin zu kompletten Ernteausfällen bei einzelnen Obstarten sich häufen", sagt Verbandschef Heitlinger. Das trifft übrigens auch auf den Orangenmarkt zu. In Florida hatten verheerende Hurrikans den angeschlagenen Plantagen im vergangenen Jahr den Rest gegeben.

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02.06.2024

Falls Unsicherheit wegen den Preiserhöhungen bestehen sollte: Der Putin ist schuld.

02.06.2024

Wir werden hüben wie drüben veralbert. Am Hungertuch nagende Energiekonzerne......verarmte Petrochemie...unterschichtige Banken und Versicherungen...Reeder die sich kein Fachpersonal leisten können...und Konsumenten denen geschenkt noch zu teuer ist...

30.05.2024

@Wolfgang B Da haben Sie Recht, ich als Raucher nehme ab und an etwas mehr Vitamin C zu mir.

30.05.2024

Also Nektar, Fruchtgetränk und Ähnliches gibt es doch schon ewig. Nur das Lebensmittelrecht zwingt die Firmen das auch so zu nennen.
Ich denke aber das bei einer normalen Ernährung soviel Vitamin C gar nicht zugeführt werden muss wie eine Flasche Saft sie enthält.
Alle zwei Tage ein Glas und die Zufuhr bleibt noch kostentechnisch im Rahmen.

30.05.2024

Bei einer halbwegs "normalen" Ernährung braucht man überhaupt keinen Orangensaft zwecks Vitamin C, siehe z.B.: https://www.augsburger-allgemeine.de/geld-leben/vitamin-c-lebensmittel-19-01-24-id66892516.html

30.05.2024

Oliven, Orangen .... etc. welche Knappheit ist echt - welche ist gesteuert oder wird benutzt?
Preis nach oben - kommt nie mehr zurück - Ergebnis: Milliarden Gewinne über die Jahre.

Die Taktik sieht man bei den Angeboten der Consumer-Ketten: der Inflationssprung wurde genutzt, die Preise maßlos zu erhöhen!
Nun sieht man die Angebotspreise - wechselnd bei den jeweiligen Anbietern - zwischen 20% - 70 % reduziert.
Auffällig gerade bei Milchprodukten!
Wer kauft den Froop Johurt 150g für 0,69 € - wenn es den in wechselnden Geschäften zu 0,39 € gibt?
Wer kauft Appel - Zarte Filets zu 1,99 € - wenn es die Dosen in wechselnden Geschäften zu 1,11 € gibt?
Aber da der Konsument nicht in mehrere Geschäft zum Einkaufen geht, wird er wechselnd, mit dem zu hohen Preis über den Tisch gezogen.
Ich gehe davon aus, dass die Lebensmittel-Vertriebe mit den Sonderpreisen - nicht drauflegen, sondern immer noch Gewinn erwirtschaften - denn unter den Gestehungskosten zu Verkaufen ist m.W. verboten?

30.05.2024

Am ehesten hat man die Kundenverarsche bei Edeka mitbekommen, da regelmäßig bekannte Produkte aus dem Sortiment geflogen sind, bei denen unbegründet die Preise erhöht wurden. Und wenn die Preise nicht erhöht wurden, wurden eben die Packungsinhalte reduziert oder die verwendeten Zutaten mittels "verbesserter Rezeptur" minderwertiger gemacht, siehe Granini.

30.05.2024

Selbst bei einem teurem Pesto bekommt ein Italiener einen Lachanfall.
Billige Petersielie, billige Cashewnüsse, billiger Parmesan in homöopathischen Dosen und vielleicht noch 3% Olivenöl(billig) sind im Glas der Premiummarke enthalten...
Die Hafer-"Milch" enthält eine Säuglingsfaust voll Hafer, der Rest ist Wasser und Zucker. Die Zielgruppe ist aber eine
wohlhabende Käuferschicht....
usw.
Und die Verknappung durch Schiffe die zufällig mal im Suez-Kanal stecken bleiben, haben nichts damit zu tun....