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  3. Deutscher Traditions-Hersteller Wesco ist insolvent

Insolvenz
03.02.2024

Deutscher Kult-Hersteller ist insolvent: Wie geht es jetzt weiter?

Das zuständige Amtsgericht hat dem Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren des Unternehmens entsprochen.
Foto: Jonas Walzberg, dpa (Symbolbild)

Einige der Design-Produkte sind Kult. Nun steht das Unternehmen nach 156-jähriger Firmengeschichte vor dem Aus. Gründe gibt es gleich mehrere.

Er ist Kult und bald schon vielleicht für immer Geschichte: Der "Kickmaster" ist eins der Aushängeschilder des Traditionsunternehmens M. Westermann & Co. GmbH aus Arnsberg (Nordrhein-Westfalen), besser bekannt als "Wesco". Trotz seiner Beliebtheit ist der Mülleimer im Retro-Design womöglich so bald nicht mehr zu haben. Denn der über 150 Jahre alte Betrieb hat nun beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt, sprich Insolvenz angemeldet. Wie es jetzt weitergeht, lesen Sie in diesem Text. Das Unternehmen reiht sich in eine prominente Liste an Insolvenzen in diesem Jahr ein, auf der bereits die Signa Holding von René Benko, Peek & Cloppenburg aus Düsseldorf und die Supermarktkette Real stehen.

Traditions-Hersteller Wesco meldet Insolvenz an

Rund 60 verschiedene Wesco-Design-Produkte aus dem Bereich Küchenaccessoires und Abfallsammler bietet das Unternehmen in seinem Onlineshop an. Das Angebot erstreckt sich von Brotkästen über Tabletts bis hin zu den typischen Wesco-Mülleimern.

Insolvenz: Wesco nennt mehrere Gründe

Ende November hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag auf Eigenverantwortung gestellt, welchem das Gericht entsprach. Mehrere Gründe nennt der 1867 als Familienunternehmen gegründete Traditionshersteller, der Metallhaushaltwaren, Einbauprodukte und Aluminium-Möbel produziert und vertreibt. "Externe Entwicklungen" hätten die wirtschaftliche Situation des Unternehmens "massiv eingetrübt", ließ das Unternehmen mitteilen.

Video: dpa

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine seien beispielsweise die Kosten für Materialbeschaffung unerwartet stark angestiegen, ebenso die Energiekosten. Beides hätte nicht "vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden" können. Erschwerend hinzu kam, dass offenbar auch neben der allgemein niedrigen Kauflust insbesondere im Wesco-Spezialsegment für hochwertige Müllsammler viele Kunden ausgeblieben sind.

Nach Insolvenzantrag: So will sich Wesco neu aufstellen

Das Unternehmen jedoch sei nicht untätig gewesen, betont es, hätte etwa das Lagermanagement optimiert, im Personalbereich "Anpassungen" vorgenommen - jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. "Mit dem gerichtlichen Sanierungsverfahren ist beabsichtigt, die gegenwärtige Krisenlage zu bewältigen und sich für die Zukunft neu aufzustellen", heißt es in einer Erklärung. Der Antrag auf Zahlungsunfähigkeit dürfte übrigens nicht der letzte in den kommenden Monaten gewesen sein: Die IWH warnt rechnet auch weiterhin mit erheblich steigenden Zahlen.

Die Geschäftsführung werde ab sofort durch den Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, Dirk Andres aus der Kanzlei AndresPartner, sowie dessen Team unterstützt. Dieser erklärt: "In den kommenden Wochen und Monaten werden wir Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufnehmen und auf dieser Grundlage die Sanierung von Wesco vorantreiben." Kurzfristiges Ziel sei es, einen Käufer zu finden, "der in das Unternehmen investiert und das Geschäft weiterentwickeln will". Das gesamte Verfahren überwachen und die Interessen der Gläubiger wahren wird der gerichtlich bestellte vorläufige Sachwalter, Rechtsanwalt Jan Janßen.

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Die Eigenverwaltung sei  auch für die affiliierte H. Dedores & Co. GmbH aus Schwarzenberg beantragt worden. Die Tochtergesellschaften VILLA WESCO, S.L.U. (Spanien) sowie Wesco International BV (Niederlande) seien jedoch nicht vom Eigenverwaltungsverfahren betroffen. Produktion, Termin- und Liefertreue seien auch weiterhin gewährleistet. Die gute Nachricht für die 140 Mitarbeiter in Arnsberg sowie in Schwarzenberg: Die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Anders lief das im Fall einer Möbelfirma aus Bayern: Dort verloren über 130 Mitarbeiter ihre Jobs.

Übrigens: Von Insolvenzen ist in diesem Jahr nicht nur der Einzelhandel betroffen, wie unter anderem das Beispiel eines bekannten deutschen Sportartikel-Händlers zeigte. Auch Krankenhäuser haben massive Probleme. 2024 könnten 80 Klinikstandorte in die Zahlungsunfähigkeit rutschen. Die Bandbreite der Insolvenzwelle ist groß, selbst bekannte Brauereien sind davon nicht ausgenommen.