Newsticker
RKI: 2768 Neuinfektionen und 21 Todesfälle binnen eines Tages
  1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Migräne-Studie: Forscher sind der Ursache für Migräne auf der Spur

Migräne-Studie
29.06.2016

Forscher sind der Ursache für Migräne auf der Spur

Eine Studie deckt die Ursache für Migräne auf: Eine Störung der Versorgung des Gehirns verursacht Betroffenen einen Anfall von Migräne.
Foto: Oliver Killig (dpa)

Woher kommt Migräne? Forscher glauben, die Ursache für die Kopfschmerz-Attacken gefunden zu haben - das Blutkreislaufsystem im Gehirn.

Migräne ist eine regelrechte Volkskrankheit. Wer unter extrem starken, pochenden Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie einer hohen Empfindlichkeit für Licht und Lärm leidet, ist einer der vielen Betroffenen.

Forscher haben nun 44 Genvarianten entdeckt, die mit einem erhöhten Risiko verbunden sind, an Migräne zu erkranken. Im Rahmen der "weltweit größten Migränestudie", wie es in der Pressemitteilung der Schmerzklinik Kiel heißt, haben Forscher zahlreiche dieser Genvarianten in den Bereichen des Erbguts entdeckt, die das Blutkreislaufsystem des Gehirns regulieren. Die Ergebnisse werden auch im Wissenschaftsjournal "Nature Genetics" veröffentlicht.

Studie: Das könnte die Ursache für Migräne sein

Täglich leiden 900.000 Menschen unter einem Anfall von Migräne, so die Schmerzklinik. Das, so hoffen die Forscher, soll sich dank der neuen Erkenntnisse über die Ursache von Migräne nun ändern. Die 44 entdeckten Genvarianten zeigen wohl: Verantwortlich für Migräne ist eine besondere Reaktion des Blutkreislaufsystems im Gehirn.

Der Direktor der Schmerzklinik, Hartmut Göbel, sagte: "Die Daten unserer Studie belegen erstmals, dass die Reaktionsweise der Arterien und der glatten Muskulatur in den Gefäßwänden des Blutkreislaufsystems wesentlich für die Migräneentstehung ist." Eine zeitweise Störung der Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Energie scheint demnach einen Anfall von Migräne auszulösen.

Weltweit größte Studie über Migräne findet Ursache

Für diese Studie arbeiteten Forscherteams aus zwölf Ländern weltweit zusammen, darunter auch Deutschland. Die Studie basiert auf Erbgutproben von 375.000 Europäern, Amerikanern und Australiern. Um die Ursache für Migräne zu erforschen, kombinierten die Forscher Daten von über 22 Studien, die Daten von rund 35.000 Migränepatienten beinhalteten. Demnach wurden mehrere Millionen genetische Varianten analysiert, um schließlich die tatsächliche Ursache für Migräne zu finden.

Mehr zum Thema

Migräne bei Kindern: Tipps für Eltern

 

Pflanzliches Heilmittel Mutterkraut hilft bei Migräne

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

29.06.2016

Ich hatte jahrelang alle paar Wochen schlimme Migräne-Kopfschmerzen über jeweils mehrere Stunden, teilweise auch über 2-3 Tage, die nur nach Einnahme von starken Schmerztabletten einigermaßen auszuhalten waren.

Im August 2014 erlitt ich einen Schlaganfall. Gottlob habe ich mich zu 95% davon erholt und habe keine nennenswerten Einschränkungen zurückbehalten.

Was mir aber aufgefallen ist: Seit dem Schlaganfall hatte ich nie wieder einen Migräneanfall, noch nicht mal leichte Kopfschmerzen. Die angerissene Arterie, die damals den Schlaganfall ausgelöst hatte, wird bis heute in regelmäßigen Abständen beobachtet (mittels Ultraschalluntersuchung), der Durchfluss ist einwandfrei. Vielleicht war der Durchfluss ja schon jahrelang zumindest geringfügig gestört und dies war der Auslöser für die Migräneanfälle? Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

Permalink