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Tag der Rückengesundheit
14.03.2014

Bewegung und Spaß gegen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gelten mittlerweile als Volkskrankheit. Jede achte Krankschreibung lässt sich darauf zurückführen.
Foto: Arno Burgi (dpa)

Fehlhaltungen, einseitige Belastung oder mangelnde Bewegung: Rückenschmerzen sind der Grund für jede achte Krankschreibung. Aber Experten wissen Rat: Bewegung hilft!

Mit einem verspannten Nacken kann alles anfangen und sich schließlich über den ganzen Rücken ausdehnen - Rückenschmerzen zählen mittlerweile als Volkskrankheit. Jede achte Krankschreibung ist auf Leiden des Rückens und der Wirbelsäule zurückzuführen, so heißt es im BKK-Gesundheitsreport 2013. Davon sind 4,3 Prozent der Fälle chronische Rückenschmerzen und bei 44,2 Prozent der Betroffenen wird sogar Arbeitsunfähigkeit diagnostiziert.

Heike Streicher: "Eine aufrechte Körperhaltung wiedererlernen"

Die Ursache für regelmäßige Rückenschmerzen liegt meist an einer verkrampften, verkrümmten oder überdehnten Rückenmuskulatur. Am 15. März - der Tag der Rückengesundheit - wird über Präventionsmöglichkeiten aufgeklärt. "Betroffene können selbst viel dazu beitragen, dass sich ihre Beschwerden bessern", sagt der Sportpädagoge Ulrich Kuhnt von der Aktion Gesunder Rücken (AGR).

Die Schmerzen, die meist durch Fehlhaltungen, einseitiger Belastung und mangelnder Bewegung entstehen, können ganz einfach behoben werden: "Ziel sollte sein, ein Körperbewusstsein und eine aufrechte Körperhaltung wieder zu erlernen", sagt die Sportwissenschaftlerin Heike Streicher von der Universität Leipzig. Durch Selbstbeobachtung und Haltung korrigieren, kann man hier vorbeugen. "Man sollte zum Beispiel die Sitzposition immer wieder ändern", sagt Streicher. Ab und zu mal die Schulter kreisen lassen oder hochziehen und fallen lassen - so werden Gelenke und Muskulatur lockerer.

Bewegung sollte Spaß machen, so bleibt man motiviert

Vor allem im Rumpf benötigt die Muskulatur eine gezielte Kräftigung. Hier wirkt sie wie ein stützendes Korsett. Eine einfache Übung: Beim Zähneputzen auf einem Bein stehen. "Dann müssen die Hüftmuskeln anspringen, und bis hoch zum Nacken spannen sich die tiefliegenden Muskeln reflexartig an", erklärt Kuhnt.

Zwei- bis dreimal in der Woche zum Krafttraining gehen, ist besonders gut für die Rückenmuskulatur: "Ideal sind auch ausgewogene Sportarten", sagt Christoph Eichhorn vom Deutschen Orthopäden-Verband in Saarbrücken, "entscheidend ist, dass Bewegung Spaß macht!" Nur so bleibe man motiviert. AZ/dpa

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