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Corona-Pandemie
15.09.2022

Impfstoff gegen Omikron: Wann er kommt und weitere Infos

Corona-Impfung in Form einer Spritze: In Deutschland gibt es mittlerweile Omikron-Impfstoffe
Foto: Michael Matthey, dpa

Omikron ist in Deutschland die vorherrschende Virusvariante. Doch wie gut schützt die Impfung – und wann kommt ein Impfstoff gegen den Subtyp? Alle Infos.

Keine Variante des Coronavirus hat sich bisher so schnell ausgebreitet wie die Omikron-Subtypen. Immerhin führt die hochansteckende Coronavirus-Mutation dem Wissensstand nach nicht zu schwereren Krankheitsverläufen. Dennoch besagt die These, dass für Risikogruppen durch sie eine große Gefahr ausgeht. Zwar hat die Pandemie derzeit ihren Schrecken ein wenig verloren, doch beginnt die kalte Jahreszeit und langfristig hilft wohl weiterhin nur die Impfung aus der Pandemie.

Stellen sich die Fragen: Schützen alle Corona-Impfstoffe gleich gut vor einer Omikron-Infektion? Und wann kommt der auf Omikron abzielende Impfstoff eigentlich?

Corona-Omikron: In Deutschland werden Totimpfstoffe eingesetzt

In Deutschland sind die Corona-Impfpräparate der Hersteller Biontech und Pfizer, Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson sowie Novavax zugelassen. Bei den Impfstoffen von Moderna und Biontech handelt es sich um mRNA-Impfstoffe, die von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind Vektorimpfstoffe und Nuvaxovid vom Hersteller Novavax ist ein Proteinimpfstoff. Alle Präparate können laut Robert-Koch-Institut (RKI) mit Totimpfstoffen gleichgesetzt werden. Grund dafür: Sie enthalten keine vermehrungsfähigen Viren.

Doch wirken die zugelassenen Impfstoffe alle gleich gut gegen die Virusvariante Omikron? Dem ist nicht so, schließlich ist das Virus mutiert. Immerhin: Die Booster-Dosis schützt für wenige Monate wirksam vor einer Omikron-Infektion, heißt es auf einem Blogeintrag der TU Bergakademie Freiberg.

Neuer Corona-Schutz gegen Omikron: Hersteller passen Impfstoffe an

Viele Wissenschaftler und Mediziner sind sich einig, dass eine Dreifach-Impfung der beste Schutz gegen Omikron ist. Dr. Rolf Hömke, Forschungssprecher des Verbands forschender Arzneimittelhersteller, sagt: „Die Erstimpfung aus zwei Injektionen reicht nicht, aber wenn noch eine Booster-Impfung hinzukommt, dann sind doch so viele Antikörper da, die auch das Omikron greifen, dass man wieder einen guten Schutz hat“. Auch Franz-Xaver Reichl rät als Beauftragter für die biologische Sicherheit von Bakterien und Viren an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Booster: „Der optimale Schutz gegen Omikron entsteht erst nach der dritten Impfung.“ Allerdings sei jede Impfdosis, auch wenn es die zweite ist, besser als keine.

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Schon vor geraumer Zeit erklärte jedoch Charité-Virologe Christian Drosten: „Es wird eine angepasste Impfung geben müssen.“ Dieses Vorhaben haben die Impfstoff-Hersteller mittlerweile umgesetzt - und das Zulassungsverfahren für die Corona-Vakzine ist ebenfalls vollzogen. Biontech und Moderna haben mRNA-Impfstoffe entwickelt, die bivalent sind: Sie enthalten wie bisher die mRNA für das Spike des Wildtyps, darüber hinaus jedoch ebenso die mRNA für das Spikeprotein der Omikron-Subvarianten BA.1 sowie BA.4 und BA.5. Sie bieten größeren Immunschutz sowohl gegen frühere Virusvarianten als auch gegen Omikron.

Wann kommen Omikron-Impfstoffe? Sie werden bereits verspritzt

Wann aber kann man mit einem eigenen Omikron-Impfstoff rechnen? Astrazeneca und Novavax wollten ihre Präparate an die Variante anpassen und haben bereits vor längerer Zeit mit der Entwicklung einer Omikron-Version ihrer Impfstoffe begonnen. Der US-Hersteller Moderna hatte im November 2021 begonnen, mehrere angepasste Impfstoff-Varianten zu entwickeln und erprobte sie auch an Probanden.

Biontech nannte einen konkreten Zeitpunkt und bereitete sich auf die Markteinführung von gleich zwei angepassten Omikron-Impfstoffen vor. Diese haben mittlerweile die Zulassung, jedoch ist hierbei zu unterscheiden:

Video: SAT.1

Biontech stellt Omikron-Impfstoff her - Zwei verschiedene Versionen

Zunächst stellten die Mainzer Pharmafirma Biontech und der US-Partnerkonzern Pfizer einen an Omikron angepassten Impfstoff her – ohne zu wissen, ob das Mittel überhaupt zugelassen wird. Jedoch war auf die europäische Zulassungsbehörde EMA Verlass - und die entsprechenden mRNA-Impfstoffe erhielten grünes Licht. Zunächst sei der Impfstoff jedoch auf eigenes Risiko hin produziert worden. Biontech und Pfitzer rechnen damit, dass sie 2022 insgesamt vier Milliarden Dosen Impfstoff herstellen können.

Bis die Omikron-Impfstoffe in der Breite verfügbar sind, hat sich vermutlich ein großer Teil der Menschen schon mit der hochansteckenden Variante infiziert. Dennoch könnten die angepassten Mittel gerade für Risikogruppen wichtig sein, die sich unter keinen Umständen mit dem Virus infizieren sollten. Jedoch kommen beinahe zeitgleich zwei verschiedene Corona-Impfstoffe gegen Omikron auf den Markt:

Das erste an Omikron angepasste und bereits erhältliche Präparat von Biontech und Moderna richtet sich gegen die Sublinie BA.1 - mittlerweile ist die vorherrschende Variante in Deutschland allerdings BA.5. Das an BA.4 und BA.5 angepasste Vakzin von Biontech ist dagegen zwar schon zugelassen, ab wann es hierzulande verfügbar sein wird, ist jedoch noch unklar.

Corona-Impfung gegen Omikron-Subtypen: Besser noch warten?

Die Frage, die also zwangsläufig im Raum steht: Sollte man noch warten, bis der weiterentwickelte, auf Omikron BA.4 und BA.5 abzielende Impfstoff erhältlich ist, oder sich besser schon jetzt durch die Erzeugnisse von Biontech/Pfizer sowie Moderna boostern lassen? Zahlreiche Forscher gehen angeblich davon aus, dass die an BA.1 angepassten Impfstoffe zumindest besser gegen neuere Omikron-Subvarianten wirken, als die bisher verfügbaren Impfstoffe. Untersuchungen würden das belegen. Auch wenn die Impfwirkung zwar nicht optimal sei, stelle sie jedoch für anfällige Risikogruppen einen größeren Schutz dar.

Wie bewertet die Ständige Impfkommission die Lage um die Omikron-Impfstoffe? Die Stiko prüfte die Omikron-Impfstoffe auf ihre Wirksamkeit und spricht eine Empfehlung aus. Es gilt weiterhin: Menschen ab 60 Jahren, Pflegeheimbewohner, Personal medizinischer Einrichtungen sowie Immungeschwächte sollten einen zweiten Booster mit dem Ursprungsimpfstoff erhalten, weil die Ansteckungsgefahr aktuell hoch ist.

Das bedeutet: Personen unter 60 Jahren wird generell eine Impfung gegen Omikron nicht empfohlen, so sie nicht Risikopatienten sind, weil sie davon "nicht nennenswert profitieren" würden.

Totimpfstoffe schützen nicht gegen Omikron - und Nasenspray?

Im EU-Zulassungsprozess befinden sich zudem die Totimpfstoffe CoronaVac aus China und VAL2001 aus Europa. In China bereits zugelassen ist ein Totimpfstoff von Sinopharm. Dabei wird der Körper mit Teilen abgetöteter Coronaviren konfrontiert, um eine Immunreaktion auszulösen. Das Problem mit Omikron: Für die aktuellen Totimpfstoffe wurden frühere Varianten von Sars-CoV-2 verwendet – nicht die Omikron-Variante. Die Folge: Totimpfstoffe schützen kaum gegen Omikron.

Dennoch hat das französische Biotechnologie-Unternehmen Valneva neueste Labordaten zu seinem sogenannten Totimpfstoff „VLA2001“ veröffentlicht, die Hoffnung geben könnten. Demnach soll das Präparat wirksam gegen die Omikron-Variante sein. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wiesen in einer Studie nach drei Dosen Vakzin 26 von 30 Proben und damit „87 Prozent neutralisierende Antikörper gegen die Omikron-Variante auf. Die durchschnittliche Verringerung durch Neutralisation im Vergleich zum Stammvirus betrug das 2,7-fache für Delta und das 16,7-fache für Omikron“. Bestätigen sich die Ergebnisse dieser Studie, wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen das Virus.

Der Corona-Impfstoff von Valneva wurde im Juni von der EU zugelassen wird. Die Bundesregierung erwartet die Lieferung von einer Million Dosen im August und September. In China und Indien gibt es derweil die ersten zugelassenen Corona-Nasensprays. Und diese Impfmittel haben offenbar das Potenzial für eine wesentlich größere Wirkung im Hinblick auf die Antikörper-Entwicklung.

September 2022: In Bremen werden erstmals überarbeitete Corona-Impfstoffe verimpft, die speziell gegen die Omikron-Variante BA.1 entwickelt wurden.
Foto: Sina Schuldt, dpa

Braucht es wirklich eigene Omikron-Impfstoffe?

Die öffentliche und politische Sorge vor größeren Omikron-Schäden hatte die Hersteller zur Entwicklung von angepassten Impfstoffen veranlasst. Jedoch braucht es überhaupt einen eigenen Omikron-Impfstoff? Die bis vor kurzem gültige Studienlage legt tatsächlich nahe, dass die zuvor in der Forschung untersuchten Omikron-Impfstoffe kaum besser wirken als die bisherigen Vakzine. So wurden vier Omikron-Impfstoffe, drei davon mRNA-Wirkstoffe, in unterschiedlichen Studien an Tieren getestet, berichtet das Fachjournal Nature.

Das hat sich im Spätsommer 2022 dem Vernehmen nach geändert: Medizinische Studien deuteten darauf hin, dass der neu entwickelte Kombinationswirkstoff sowohl mit Blick auf das ursprüngliche Virus als auch die Subtypen BA.4 und BA.5 eine effektive Immunisierung auslösen, bekundet die EMA.

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