Freitag, 22. September 2017

03. Januar 2014 07:58 Uhr

Beliebte Vornamen

Die Augsburger lieben Max und Marie

Bei der Wahl der Vornamen lassen sich die Eltern weder vom Bundestrend noch von Prominenten groß beeinflussen. Sie haben ihre eigenen Vorbilder.

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Max und Marie waren 2013 in Augsburg die beliebtesten Vornamen für Neugeborene.
Foto: Silvio Wyszengrad

Wenn Baby Maximilian in sechs Jahren eingeschult wird, dann wird er in seiner Klasse gleich auf mehrere Namensvetter treffen. Auch Maries werden sich zuhauf auf den Augsburger Schulhöfen tummeln. Je mehr als 100 Buben und Mädchen, die in diesem Jahr in Augsburg geboren wurden, tragen diese Namen. Marie und Maximilian sind damit die beliebtesten Vornamen 2013, wie aus der Statistik des Standesamts hervorgeht.

Mehr als die Hälfte der Augsburger Neugeborenen bekam einen Namen aus den Top 30

Die Augsburger Eltern widersetzten sich dem Bundestrend: Nach einer nicht-amtlichen Zählung waren ja bekanntlich Ben und Mia die Favoriten in Deutschland. In Augsburg reichte es für Mia nur zu Platz fünf, Ben landete auf Rang 15. Im Jahr 2013 waren knapp 4700 Kinder in Augsburg geboren worden. Fast jedes 20. Mädchen heißt Marie. Auf Platz zwei und drei folgen wie schon 2012 Sophie und Maria. Bei den Jungs liegt auch der Name Alexander hoch im Kurs. Neu im Spitzentrio: Elias, der Lukas auf Platz drei abgelöst hat. Mehr als die Hälfte der Augsburger Babys bekam einen Namen aus den Top 30.

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Dabei lässt der Gesetzgeber den Eltern bei der Namenswahl freie Hand. „Das Namensrecht ist in den vergangenen Jahren stark liberalisiert worden“, berichtet Klaus Krömert, Leiter des Standesamts. Was früher nicht ging, ist heute möglich: ob Fantasiekreationen oder Namen, die das Geschlecht nicht eindeutig erkennen lassen. Doch in Augsburg setzt man auf Bewährtes, berichtet Standesbeamtin Jutta Jäck: „Die meisten Eltern sind bodenständig.“

Prominente Namen überzeugen nicht

Immer seltener dienten Prominente oder Stars und Sternchen als Namenspatron. Nicht einmal das britische Königsbaby habe einen George-Boom ausgelöst. „Das letzte Mal hatten wir so etwas, als Benedikt Papst wurde und viele Kinder so genannt wurden“, erzählt Jäck. Sein Nachfolger Franziskus war 2013 weniger beliebt – zumindest was den Namen anbelangt.

Dafür beobachten die Standesbeamten in Augsburg einen anderen Trend: Der Sohnemann wird immer häufiger nach dem Papa benannt oder die Tochter nach der Großmutter. So hielten inzwischen wieder längst aus der Mode gekommene Namen wie Dieter, Fritz oder Johanna Einzug in die Statistik. Übrigens: Trotz des hohen Migrantenanteils und der vielen Kinder, die türkische oder russische Namen tragen, hat es keiner davon in die Top 30 geschafft. „Die Bandbreite ist einfach zu groß“, erklärt Jäck.

2013 Spitzenjahr bei Geburtszahlen

Was die Geburtszahlen angeht, gilt 2013 als Spitzenjahr: rund 4700 Geburten – so viele hat es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben. Im Vorjahr waren es nur 4296 gewesen, 2011 sogar nur 4054. Von einem Baby-Boom mag der Chef im Standesamt nicht sprechen. Denn in seiner Statistik erfasst werden alle Kinder, die in Augsburg geboren wurden – unabhängig von ihrem späteren Wohnort. Aufgrund des guten Rufs der beiden Geburtskrankenhäuser Josefinum und Klinikum ist der Einzugsbereich groß, er reicht von Donauwörth bis zum Bodensee. Wenn es hier irgendwo – so wie 2012 in Wertingen – zur Schießung einer Geburtsklinik kommt, dann mache sich das schnell auch in den Zahlen des Augsburger Standesamts bemerkbar, sagt Krömert. (monik)

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