Montag, 21. August 2017

21. April 2017 12:25 Uhr

AfD

Björn Höcke? Bernd Höcke? Wie heißt der Mann denn nun?

Wie lautet denn eigentlich der richtige Vorname des Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag? Wieso Höckes Name immer wieder für Verwirrung sorgt.

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Björn oder Bernd? Wie heißt der AfD-Politiker Höcke mit Vornamen?
Foto: arifoto UG (dpa)

Um das gleich am Anfang zu klären: Der richtige Name des AfD-Politikers lautet Björn Höcke. Doch wer "Bernd Höcke" bei Google sucht, findet ebenfalls eine Menge Artikel, in denen dieser falsche Vorname genannt wird. Und in der Mittwochsausgabe des "Heute Journals" im ZDF ist dieser Fehler auch Marietta Slomka unterlaufen. "Auch Lucke scheiterte mit seinen Versuchen, Parteimitglieder wie Bernd Höcke loszuwerden, um die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung vom Rechtsextremismus abzugrenzen", sagte die Moderatorin.

Wieso eigentlich Bernd?

Die Thüringer Allgemeine hat Höcke wohl als erste "Bernd" genannt. 2015 stand der falsche Vorname versehentlich in einem Artikel der Zeitung. Höcke ärgerte sich darüber und beschwerte sich bei einer Rede. "Wut über den Auftritt des AfD-Politikers Bernd Höcke in Erfurt", zitierte er bei einer Demonstration aus der Zeitung, um dann in das Mikrofon zu rufen: "Mein Name ist Björn Höcke!" Das brachte das Team der ZDF "Heute Show" um Oliver Welke darauf, den Politiker fortan nur noch "Bernd" zu nennen.

Andere Satiriker folgten dem Vorbild der "Heute Show" und nannte Höcke ebenfalls nur noch "Bernd". Der falsche Vorname wird mittlerweile so häufig verwendet, dass Journalisten das eine oder andere Mal durcheinander kommen. Wohl deshalb taucht "Bernd" auch immer wieder in Nachrichten auf, die nicht von Satireredaktionen stammen. Oder eben sogar im "Heute Journal". Das Team der "Heute Show" hat bisher noch nicht auf den Fehler reagiert.

Höcke nimmt nicht am Bundesparteitag der AfD teil

Höcke ist auch in der eigenen Partei umstritten. Vor allem seine Rede vor der AfD-Jugendorganisation, der Jungen Alternative, in Dresden brachte ihm Kritik ein. Er bezeichnete dabei das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande". Im Februar entschied der AfD-Bundesvorstand, ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn einzuleiten. Am Bundesparteitag der AfD, der am Samstag in Köln stattfindet, nimmt Höcke nicht teil. "Ich möchte nicht Anlass dafür geben, einen Skandal zu initiieren", sagte der Politiker zur Erklärung. Zudem hat Höcke wegen seiner Äußerungen Hausverbot in dem Tagungshotel, in dem der Parteitag stattfindet. jako

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