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BRK: Lebensinsel Motorradstreife

BRK

Lebensinsel Motorradstreife

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    Ihre Durchlaucht Prinzessin Christa von Thurn und Taxis (rechts) bei der Übergabe von 13 Motorrädern an die Motorradstreife des Roten Kreuzes in Bayern bei der Firma Schönwetter.
    Ihre Durchlaucht Prinzessin Christa von Thurn und Taxis (rechts) bei der Übergabe von 13 Motorrädern an die Motorradstreife des Roten Kreuzes in Bayern bei der Firma Schönwetter. Foto: Reinhold Radloff

    Schwabmünchen Als „einmalig in der Geschichte des Bayerischen Roten Kreuzes“ bezeichnete Günther Geiger, Kreisgeschäftsführer Augsburg Land, die Veranstaltung bei der Firma Schönwetter in Schwabmünchen: Denn dort wurden nicht nur 13 Motorräder für das BRK einsatzbereit gemacht, sondern dort fand auch die Festveranstaltung mit der Verteilung der Maschinen nach ganz Bayern mit massenhaft geladenen Gästen statt. Allein deren Verlesung nahm schon über eine Viertelstunde in Anspruch. „Der Anlass verdient es“, meinte Geiger, „denn sie alle setzten sich für das Überleben der Motorradstreife ein.“

    Die neuen Fahrzeuge kommen von den Feldjägern

    Die 13 BMW R1200 gehen an die Motorradstreifen im ganzen Land. Warum das so groß gefeiert wird, das beantwortete Ihre Durchlaucht Prinzessin Christa von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, die die Festrede hielt: „Die Motorradstreife stand aufgrund eigener Einsparungswünsche auf der Kippe, denn sie schien nicht mehr finanzierbar. Nur der Kreativität von einigen findigen Köpfen unter unseren Mitarbeitern, an der Spitze Stefan Deibler, ist es zu verdanken, dass wir jetzt doch 13 fast neue Maschinen in Dienst stellen können und die Motorradstreife weiterlebt.“ Die neuen BRK-Motorräder sind Leasingrückläufer der Feldjäger und konnten extrem günstig erworben werden.

    Bei über 300000 Kilometern und 11000 Einsätzen in den vergangenen Jahren konnten mehrere Leben gerettet und unendlich viel soziale und technische Hilfe geleistet werden. Das ist eine phantastische Bilanz“ so die Prinzessin, die sich aufgrund der wirkungsvollen Einsätze der BRK-Motorradstreife eine nachhaltige politische Förderung erhofft. Die Mittel für die Beschaffung dieser 13 Maschinen stammen allerdings noch von der Sparkasse und dem Blutspendedienst.

    „Wir arbeiten zum Wohle des Bürgers“, betonte der Sprecher der Motorradstaffel Stefan Deibler. Für seine Arbeit wurde er mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet, auch im Namen seiner Kollegen. Denn bei der Vorarbeit der Übergabe wurden rund 400 Stunden freiwillige und unentgeltliche Arbeit bewältigt. „Das ist eine wahnsinnige Truppe“, betonte Deibler stolz. Wie ihre Vorredner wies Angelika Schorer, Vorsitzende des BRK-Bezirksverbands Schwaben, auf die Gefahren im Einsatz der Motorradstreife hin und erinnerte an Unfälle, unter anderem mit einem Toten und schwer verletzten Fahrern.

    Max Strehle, Vorsitzender des Kreisverbands Augsburg Land, sprach über die hervorragende Arbeit der Motorradstreife und hofft wie seine Vorredner auf eine tragfähige Lösung dieser segensreichen Einrichtung. Worte, die zu Herzen gingen, fand Augsburgs Motorradpfarrer Frank Witzel, dessen Arbeitsplatz der Annahof ist. Er nannte die Motorradstreife eine Lebens- und Überlebensinsel und segnete die Maschinen und Fahrer.

    Danach brausten die Motorräder gleich davon, und zwar schon zum ersten Einsatz nach Memmingen.

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