Dienstag, 16. Januar 2018

Augsburger Panther

15. August 2010 19:34 Uhr

Vorbereitungsturnier

Augsburger Panther: Mit 19 Toren zum Erfolg

Liebhaber von Zahlenspielen sahen am Samstag beim Kaufbeurer Joker-Cup ein besonderes Eishockeyspiel. 12 Tore, 165 Strafminuten und zum Abschluss ein Penalty. Von Peter Deininger

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Die Augsburger Panther jubeln - Chris Heid, Sean Bentifoglio, Grant Stevenson (von links)
Foto: Mathias Wild

Liebhaber von Zahlenspielen sahen am Samstag beim Kaufbeurer Joker-Cup ein besonderes Eishockeyspiel. 12 Tore, 165 Strafminuten und zum Abschluss ein Penalty lassen auf 60 unterhaltsame Minuten schließen.

Den rund 700 Augsburgern unter den 2000 Zuschauern hat es gefallen, denn die Panther gewannen mit 11:1 (1:1, 4:0, 6:0) gegen den gastgebenden Zweitligisten, der nach nur einer Woche Eistraining überfordert war. "Augsburg ist unser Kooperationspartner, dieser Sieg wird der Panther-Mannschaft Selbstvertrauen gegeben haben", bemühte sich ESVK-Manager Klaus Habermann um gute Miene zum bösen Spiel.

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Panther-Trainer Larry Mitchell war zufrieden damit, wie sein Team mit der Favoritenrolle umgegangen ist, und fand positive Erkenntnisse. "Wir hatten Gelegenheit, an unserem Unterzahlspiel zu arbeiten." Denn bereits in den ersten 20 Minuten sammelte sein Team 41 Strafminuten.

"Der Kaufbeurer Bernhard Ebner hat Jagd auf unsere Spieler gemacht", sah der Trainer den Provokateur auf der Gegenseite. "Aber die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Florian Schnitzer war gerechtfertigt", gab Mitchell zu. Der Stürmer hatte einen Allgäuer mit einem unsanften Check in die Bande befördert. Bei 5:3-Überzahl gelang den Kaufbeurern der Ausgleich zum 1:1.

Anschließend erhöhten die Panther das Tempo und machten aus den Kaufbeurern Mitläufer. In 40 Minuten musste ESVK-Torhüter Andreas Tanzer zehn Treffer hinnehmen, Panther-Schlussmann Leo Conti hatte dagegen einen ruhigen Abend.

Larry Mitchell ist immer noch auf der Suche nach der richtigen Sturmmixtur. Erst zwei Reihen funktionieren seiner Meinung nach. "Darin Olver, Noah Clarke und Barry Tallackson harmonieren so gut, dass man meinen könnte, sie spielen bereits seit Jahren zusammen." Auch die vierte Reihe (Schnitzer, Flache, Wycisk) ist in der Offensive produktiver als die Vorgänger-Formation vergangene Saison.

Bleiben sechs Stürmer für zwei weitere Reihen. Neuling Nathan Smith erzielte gegen Kaufbeuren zwei Treffer und zeigte seine Fähigkeiten in Unterzahl. "Er hat einige Schüsse geblockt", so Mitchell. Er hofft, dass Smith seinen Trainingsrückstand schnell aufholt.

Gerade körperlich waren die Augsburger den Allgäuern weit überlegen, wie auch die Raufeinlagen in der Schlussphase zeigten. "Am Sonntag gegen Michigan Tech wäre mir ein Spiel ohne viele Strafzeiten am liebsten", wünschte sich Trainer Mitchell.

Der Wunsch ging beim 5:2 nicht in Erfüllung, doch die Panther gewannen das Turnier und haben am Freitag in Straubing mit dem ERC Ingolstadt ein anderes Kaliber als Gegner.

Gesucht wird noch ein deutscher Angreifer. "Da läuft noch ein ganzes Rudel herum", hat Hauptgesellschafter Lothar Sigl keine Bedenken, einen geeigneten Mann zu finden. Von Peter Deininger

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