Sonntag, 22. Oktober 2017

09. Januar 2017 15:49 Uhr

FC Augsburg

Usami will jetzt vieles besser machen

Beim zweiten Anlauf in der deutschen Bundesliga beim FC Augsburg will der Japaner Takashi Usami vieles besser machen. Darum lernt er jetzt auch Deutsch.

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Viel zu Lachen gibt es beim ersten Interview von Takashi Usami auf Deutsch.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Es ist ein langes, seufzendes „Ja“, das Takashi Usami von sich gibt. Mit diesem Ja beantwortete er die Frage, ob er aufgeregt sei. Der Japaner hat sich etwas vorgenommen. Hier im Trainingslager im spanischen Marbella will er den versammelten Journalisten sein erstes Interview auf Deutsch geben. Für den 24-jährigen Offensivspieler des FC Augsburg wird das eine Herausforderung.

„Was ist Heimweh?“, fragt Usami dann in die Runde. Wenn Pressesprecher Dominik Schmitz einen anderen Satzbau wählt, wie „Vermisst du deine Heimat?“, dann wird das für Usami verständlicher.

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Seine Zeit bei den Bayern und in Hoffenheim:

„Ich war damals erst 19 Jahre alt und es war schwierig für mich“, erzählt Usami.

Seine Zeit unter Schuster:

„Das war mein Problem, nicht das meines Trainers. Der japanische Fußball ist etwas langsamer. Egal, ob du in der Bundesliga sprintest oder Zweikämpfe bestreitest, geschieht das auf einem anderen Niveau.“

Zudem hatte Usami so gut wie keine Pause im Sommer. „Als in Japan die Saison beendet war, fing ich bereits eine Woche später in Augsburg an. Da war meine Kondition nicht besonders hoch“, so Usami.

Heute sieht er seine Situation anders: „Ich habe zwischen Weihnachten und Neujahr schon ein bisschen in Japan trainiert und jetzt in Spanien gut trainiert. Ich fühle mich fit.“

Testspiel gegen Alkmaar:

„Ich bin glücklich über das Tor und freue mich. Für mich ist jedes Tor wichtig“, so Usami.

Rückkehr nach Deutschland:

“Ich mag Deutschland. Ich mag deutschen Fußball und wollte es hier noch einmal versuchen.“

Zur Autobahn:

„In Japan darf man höchstens 80 Stundenkilometer fahren. Ansonsten wirst du verhaftet“, lacht Usami und macht dazu eine Bewegung, wie wenn er sich Handschellen anlegen würde.

Auch das Essen schmeckt ihm in seiner neuen Heimat: "Schnitzel und Knödel esse ich am liebsten.“

Essen mit Tochter und Frau:

„Wenn meine Frau einen stressigen Tag gehabt hat, dann gehen wir aber auch mal zum Essen“, meint Usami, der in Augsburg schon zwei gute japanische Restaurants entdeckt hat.

Usami hat es fast geschafft. Das Interview neigt sich dem Ende zu. „Ich habe ein schmutziges Deutsch“, grinst er.

Vom Nebentisch meldet sich FCA-Trainer Manuel Baum: „Taka, du musst Bairisch lernen.“ Usami seufzt noch einmal: „Oh nein, das ist zu schwer.“

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Ein Artikel von
Wolfgang Langner

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga