Dienstag, 23. Mai 2017

25. November 2016 14:45 Uhr

Alkoholmissbrauchs

22.000 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus wegen Komasaufen

Der Alkohol-Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist 2015 zurückgegangen. Dennoch mussten 22.000 unter anderem wegen Komasaufens im Krankenhaus behandelt werden.

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Alkohol bringt Kinder und Jugendliche seltener ins Krankenhaus.
Foto: Büttner, dpa (Symbolbild)

Alkohol-Missbrauch ist bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland weiter verbreitet. Wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, mussten im vergangenen Jahr 22.000 Menschen zwischen 10 und 19 Jahren nach Komasaufen oder zumindest starkem Trinken im Krankenhaus behandelt werden.

Im Vergleich zum Jahr 2014 ist das Rückgang von 2,2 Prozent. Dennoch bezeichnen Experten die Zahl weiterhin als zu hoch und fordern beim Thema Alkohol Aufklärung. Noch immer gibt es viele Kinder und Jugendliche, die durch Komasaufen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

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Alkohol-Missbrauch bringt nicht nur Kinder und Jugendliche ins Krankenhaus

Aber nicht nur bei Kindern und Jugendlichen ist die Zahl hoch. Auch viele Erwachsene mussten 2015 nach Alkohol-Missbrauch im Krankenhaus behandelt werden. Der Term Komasaufen ist vor allem bei jungen Menschen üblich.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 19,8 Millionen Patienten in einem Krankenhaus behandelt - meistens wegen Herzproblemen. Störungen durch Alkohol waren aber die zweithäufigste Grund dafür.

Komasaufen: Kinder und Jugendliche trinken weniger Alkohol

Insgesamt trinken Kinder und Jugendliche weniger Alkohol, heißt es von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Er bleibe dennoch das häufigste Suchtmittel - auch wegen des sozialen Drucks. Oft stoßen Menschen auf Unverständnis, wenn sie Alkohol ablehnen. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt Komasaufen eine häufige Eskalation.

Wie die Bundeszentraler für gesundheitliche Aufklärung angibt, betrinkt sich etwa jede achte Jugendliche in Deutschland mindestens einmal im Monat - was der niedrigste Wert seit zehn Jahren ist.

Vor allem Jungen trinken demnach weniger Alkohol (etwa 15 Prozent), während der Wert bei Mädchen auf etwa 11 Prozent gestiegen ist. AZ, dpa

 

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