Dienstag, 27. Juni 2017

28. September 2013 11:46 Uhr

Komet 2013

Komet Ison zieht am Mars vorbei - mit Teleskopen schon sichtbar

Komet Ison passiert jetzt den Mars. Der vielleicht hellste Komet 2013 ist mit bloßem Auge noch nicht zu sehen - mit Teleskopen allerdings schon.

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Komet Ison passiert Ende September 2013 den Mars. Wie sich der mögliche Jahrhundert-Komet weiter entwickelt, ist noch unklar.
Foto: NASA, ESA, J.-Y. Li (Planetary Science Institute), und das Hubble Comet ISON Imaging Science Team

Astronomen auf der ganzen Welt sind gespannt, wie Komet Ison sich weiter entwickeln wird. Ison C/2012 S1 war im September vergangenen Jahres von den russischen Hobbyastronomen Vitali Nevski und Artyom Novichonok entdeckt worden. Einige Forscher hoffen, dass Komet Ison im November 2013 heller als der Vollmond strahlen könnte und damit zum Jahrhundert-Kometen wird. Andere fürchten, er könnte bei der Annäherung an die Sonne zerstört werden.

Schon jetzt sind etliche Kameras und Teleskope auf den Himmelswanderer gerichtet. Denn Komet Ison passiert in diesen Tagen den Mars, ist dem roten Planeten dann sechs Mal näher als es die Erde je sein wird. "Er ist mit dem bloßen Auge unsichtbar", berichtet Carey Lisse, Chef des Komet Ison Beobachtungs-Teams der Nasa, "aber innerhalb der Reichweite von Teleskopen."

Mars Orbiter fotografiert Ison 2013

Die Nasa lässt den Kometen unter anderem von dem Mars Reconnaissance Orbiter und der Raumsonde Mars Odyssey aus beobachten, wenn er den Mars passiert.

Noch immer können die Experten nicht genau sagen, wie hell Ison nun tatsächlich werden wird. Optimisten glauben, dass der Komet so hell wie der Mond werden, und dabei einen Schweif entwickeln könnte, der sich ein Drittel des Himmels erstreckt.

Komet Ison: Ist sein Kern größer als 500 Meter?

"Wenn Isons Kern größer als einen halben Kilometer ist, wird er die Annäherung an die Sonne am 28. November wahrscheinlich überleben," sagt Lisse. "Er könnte sich dann tatsächlich zu einem der spektakulärsten Kometen seit vielen Jahren entwickeln."

Zumindest im Vergleich mit dem Kometen Lovejoy, der 2011 von der Erde aus gut sichtbar war, entwickelt sich Komet Ison 2013 bereits prächtig. "Ison ist wahrscheinlich um Einiges größer als Komet Lovejoy war, sagt Matthew Knight vom Lowell Observatorium. "Deshalb bin ich optimistisch, dass Ison ein sehr beeindruckender Sungrazer werden wird." Als Sungrazer (Sonnenstreifer) bezeichnen Fachleute Kometen, die der Sonne sehr nahe kommen. bo

 

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