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Kommunalwahl

04.03.2020

Bürgermeister Tomas Zinnecker tritt ab: Wer lässt Aindling weiter blühen?

Ein viel fotografiertes Motiv war im vergangenen Juni das blühende Mohnfeld am östlichen Ortseingang der Marktgemeinde Aindling.
Bild: Josef Abt (Archivfoto)

Plus Tomas Zinnecker hört nach 18 Jahren auf. Er hinterlässt seinem Nachfolger drei Großprojekte und neue Wünsche der Bürger. Ein Mohnfeld hat Aindling hip gemacht.

Vor allem in den sozialen Netzwerken war die Marktgemeinde Aindling im vergangenen Juni in aller Munde. Das Mohnblütenmeer am östlichen Ortseingang hatte sich dort noch schneller verbreitet als vermutlich die Blüten selbst und für viel Zulauf gesorgt. Neugierige von überall her machten sich in die knapp 4500 Einwohner zählende Gemeinde auf, um den ungewöhnlichen Anblick zu genießen und ihn oft auch fotografisch festzuhalten. Die Bekanntheit Aindlings stieg damit vermutlich sprunghaft an.

Dem einen oder anderen Bürger dürfte dieser Trubel nicht so gut gefallen haben , Bürgermeister Tomas Zinnecker kann aber nichts Negatives daran entdecken. „Das war doch toll. Das Feld war wunderschön und im Landkreis sicher einmalig.“ Am besten gefiel ihm daran, dass sich die Blumen ganz von selbst auf der brach liegenden Fläche verbreitet hatten. Sollte es noch eines Beweises dafür bedurft haben, dass die Marktgemeinde ein attraktiver Wohnort ist, dürfte er damit erbracht worden sein. Zinnecker hat in den vergangenen 18 Jahren zusammen mit dem jeweiligen Marktgemeinderat viel daran gearbeitet, den Ort attraktiver zu machen – mit neuen Baugebieten, einer verschönerten Ortsdurchfahrt und auch einem neuen schmucken Rathaus.

Tomas Zinnecker will raus in die Natur

Nach drei Amtsperioden ist jetzt Schluss für den 60-Jährigen. Der gelernte Jurist will sich künftig mehr Zeit für Ausflüge in die Natur nehmen , egal ob mit dem Chopper, dem Rad oder zu Fuß. Dabei kann er durchaus einige Projekte bewundern, die in den vergangenen Jahren im Gemeindegebiet umgesetzt wurden. Neben den genannten Projekten bezeichnet er die Kompletterneuerung der Ortsdurchfahrt Gaulzhofen und die Generalsanierung der Grundschule, in der früher die Verwaltungsgemeinschaft untergebracht war, als sehr gelungen.

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Trotz vieler erledigter Hausaufgaben kann Zinneckers Nachfolger die Hände nicht in den Schoß legen. Aktuell gibt es drei Großprojekte , die in den nächsten Jahren umgesetzt werden müssen: der Neubau des Feuerwehrhauses in Aindling , unweit davon die neue Kindertagesstätte am Marktanger sowie die Sanierung der Mittelschule am Lechrain. Bei Letzterer fallen die Gesamtkosten mit zwölf Millionen Euro deutlich höher aus als ursprünglich erwartet. Für all diese Investitionen werden Kredite nötig sein, doch der Haushalt entwickelte sich zuletzt stets erfreulich und weist immerhin Rücklagen von gut vier Millionen Euro auf. Beide Bewerber um das Bürgermeisteramt, Zweite Bürgermeisterin Gertrud Hitzler (CSU /Freie Wählergemeinschaft) und Bernd Aichele (Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ’76) haben die anstehenden Großprojekte mit angeschoben. Jetzt müssen sie sie weiter vorantreiben – als Bürgermeister oder vielleicht auch erneut als Gemeinderat.

Aindling: Viele Gemeinderäte treten wieder an

Der neue Amtsinhaber darf sich vermutlich auf eine erfahrene Mannschaft freuen. Der Großteil der amtierenden Gemeinderäte tritt wieder zur Wahl an. Aus den Reihen von CSU und FWG zieht sich nur Petra Mießl zurück. Die weiteren acht Räte stehen zur Wiederwahl. Etwas anders sieht es beim Bürgerwillen ’76 aus. Hier bewerben sich mit Bernd Aichele und Karl Gamperl nur zwei der vier Räte wieder. Dafür kandidiert Helga Holland ( SPD ) diesmal auf der Liste des Bürgerwillens. Josef Settele (Parteilose Wähler) und Benjamin Schröter (Perspektive Aindling ) wollen ebenfalls wieder in den Gemeinderat, wenn auch nicht als Spitzenkandidaten ihrer Gruppierungen.

Egal, wie die neue Zusammensetzung aussehen wird, neben den bereits feststehenden Großprojekten haben die Bürger für die Zukunft weitere Wünsche, dazu zählt ein Versammlungsort für die Vereine beziehungsweise für Jung und Alt und ein lebendiges und attraktives Marktzentrum im Herzen Aindlings. Und vielleicht wünschen sich manche Bürger auch 2020 wieder ein herrlich blühendes Mohnfeld.

Lesen Sie dazu auch unsere Porträts der Bürgermeisterkandidaten:

Die Aindlinger Gemeinderatskandidaten

  • CSU /Freie Wählergemeinschaft: Gertrud Hitzler ( Pichl ), Isidor Held ( Aindling ), Josef Gamperl ( Binnenbach ), Barbara Stransky ( Aindling ), Michael Balleis ( Hausen ), Walter Pasker ( Aindling ), Stefanie Asam ( Pichl ), Michael Pollety ( Aindling ), Claudia Kein (Eisingersdorf), Dominik Höger ( Aindling ), Peter Reich (Gaulzhofen), Martin Reich (Eisingersdorf), Sebastian Balleis ( Hausen ), Thomas Wolf ( Aindling ), Christian Nielsen ( Aindling ), Petra Kampa ( Aindling ).
  • Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ’76 Aindling : Bernd Aichele ( Binnenbach ), Ulrike Schmid ( Aindling ), Bernhard Büchele (Stotzard), Helga Holland ( Aindling ), Karl Gamperl ( Aindling ), Stefan Scherr ( Binnenbach ), Michael Schoder (Eisingersdorf), Alexander Mießl ( Binnenbach ), Martin Frohnwieser ( Aindling ), Albertine Ganshorn ( Aindling ), Georg Held ( Aindling ), Karolina Brugger ( Aindling ), Frank Domnick ( Aindling ), Adrian Holland ( Aindling ), Enrico Ilg (Gaulzhofen), Patricia Aichele ( Binnenbach ).
  • Parteilose Wähler: Uwe Späth ( Aindling ), Josef Settele (Gaulzhofen), Olaf Müller ( Aindling ).
  • Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling : Johannes Degendorfer ( Hausen ), Markus Stieglbauer ( Hausen ), Walter Danninger ( Hausen ), Benjamin Schröter ( Hausen ), Nadine Kabbeck ( Hausen ), Daniela Danninger ( Hausen ).
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