Evelyn und Martin Bloch sind stilecht gekleidet für die Oldtimer-Rallye in Augsburg. Foto: Anna Kondratenko
Faszination Oldtimer: Die Maximilianstraße in Augsburg stand am Sonntag ganz im Zeichen alter Fahrzeuge. Die Fuggerstadt Classic, so der offizielle Namen der Rallye, machte Station in der Innenstadt. Mit Stolz präsentierten die Teilnehmer ihre liebevoll gepflegten Autos. „Da möchte man gerne mitfahren“, sagte ein jüngerer Mann. Dies geht allerdings nicht: Die Fahrzeuge sind zur Rallye angemeldet, Fahrer und Beifahrer sind registriert.
Veranstalter Fabian Lohr hebt die Besonderheit hervor
Veranstalter ist Fabian Lohr von der Pro Air Medienagentur. Er betont, die Veranstaltung habe wenig mit einer Oldtimerschau zu tun: „Wir sind zwei eingetragene Marken mit der Fuggerstadt Classic und der Fuggerstadt Volt E-Rallye.“ Man hebe sich weit von einer Oldtimerschau ab. Lohr: „Wir gelten deutschlandweit als eine der erfolgreichsten Ein-Tage-Rallyes mit den wertvollsten Fahrzeugen.“ Die Oldtimer sind 180 Kilometer in der Region unterwegs; die Resonanz ist überall groß. „Wir sind weit über die Grenzen bekannt“, so Lohr.
Fuggerstadt Classic: Die schönsten Bilder der Oldtimer Rallye
Am Sonntag wurde die Maximilianstraße wieder zum Showroom für Oldtimerfans. Vor dem Hotel Maximilians starteten die Teilnehmer der 180 Kilometer langen Charity-Rallye durch das Wittelsbacher Land.
Erfahrung bringt das Ehepaar Martin und Evelyn Bloch aus Augsburg mit. Die Beiden waren wiederholt bei der Rallye dabei. Das Ehepaar kommt traditionell stilecht gekleidet zur Veranstaltung. Im Vorjahr gewannen die Blochs den Sonderpreis für „Das schönste Ensemble“. Dieses Jahr trägt Evelyn Bloch weiß, in der Hand hält sie einen Hochzeitsstrauß. Ehemann Martin Bloch hat einen hellblauen Anzug an. „Es ist heute aber ganz schön kalt“, meint die Beifahrerin. Daher musste die wärmende Jacke mit. Gefahren wird in einem Audi 100 LS C1 aus dem Baujahr 1970.
Nicole und Sebastian Zimmermann sind zum ersten Mal auf der Rallye vertreten. Foto: Anna Kondratenko
Ein paar Jahre jünger ist der Mercedes-Benz, der von Sebastian Zimmermann und Ehefrau Nicole gesteuert wird. Der Mercedes hat das Baujahr 1977. „Mein Opa hat das Auto geliebt“, sagt Sebastian Zimmermann, der erstmals mitfährt. „Als Augsburger kannten wir die Veranstaltung und wollten jetzt auch mal dabei sein“, erläutert Nicole Zimmermann, die in der Innenstadt einen Weinladen führt. Den Kontakt zu Veranstalter Fabian Lohr gibt es seit Längerem. Lohr hatte im Sommer in der Maximilianstraße das viertägige Weinfest organisiert. Nicole Zimmermann war vertreten.
Hoteldirektor benötigt kurzfristig Ersatz für die Ehefrau
Zu den Stammgästen der Rallye gehört Hoteldirektor Theodor Gandenheimer. Er fährt ein Mercedes-Benz 280 SE Cabrio, Baujahr 1969. Ursprünglich hätte Ehefrau Barbara Gandenheimer mitfahren sollen. „Meine Frau hat kurzfristig abgesagt, jetzt darf der Sohn mit“, sagt Gandenheimer vor der Abfahrt.
Vater und Sohn Theodor Gandenheimer im alten Mercedes Cabrio. Foto: Anna Kondratenko
Jedes einzelne Fahrzeug wird vor dem Hotel vorgestellt und präsentiert. Ein Moderator unterhält das interessierte Publikum. Man erfährt einiges rund um die Oldtimer. Die Fahrzeuge waren nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, vielfach wurde mit Fahrern und Fahrerinnen über das Modell gesprochen und technische Dinge wurden hinterfragt. Sehr große Aufmerksamkeit erhielt das älteste Auto, das am Start war: Es war ein Ford Model T aus dem Jahr 1927.
Die Veranstaltung ist nicht allein auf die Präsentation von Autos ausgelegt. Es gibt einen karitativen Ansatz. Im Vorjahr wurden 10.500 Euro gespendet.
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