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Augsburg: Festnahme nach Überfall in Bergheim: Ein mutmaßlicher Täter kannte das Haus

Augsburg

Festnahme nach Überfall in Bergheim: Ein mutmaßlicher Täter kannte das Haus

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    Ermittler haben nach der Tat in Bergheim das Haus und das Grundstück genau untersucht. Nun wurden drei Männer festgenommen.
    Ermittler haben nach der Tat in Bergheim das Haus und das Grundstück genau untersucht. Nun wurden drei Männer festgenommen. Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

    Eine heiße Spur hatten die Ermittler offenbar schon seit einiger Zeit - doch nun haben sie auch zugeschlagen. Nach dem brutalen Überfall auf ein Ehepaar im Stadtteil Bergheim wurden am Dienstag und Mittwoch drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer sollen das Paar - der Mann ist 83, die Frau 71 Jahre alt - nachts in ihrem Haus überfallen und zusammengeschlagen haben. Die Opfer wurden dabei so schwer verletzt, dass sie mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Mit Verweis auf die Ermittlungen gibt die Polizei nur wenige Informationen nach außen - inzwischen sind aber einige Details zum Überfall und dem möglichen Motiv bekannt.

    Anfangs wirkte der Fall sehr rätselhaft. Die Täter hatten sich in der Nacht zum vierten Adventssonntag nach Mitternacht Zugang zu dem Einfamilienhaus verschafft. Nach Informationen unserer Redaktion sollen sie ihre beiden Opfer brutal zusammengeschlagen und sowohl der 71-jährigen Frau als auch ihrem Mann mehrfach ins Gesicht getreten haben. Der 83 Jahre alte Senior wird wohl ein Augenlicht verlieren, das Paar musste mehrere Wochen stationär behandelt werden. Das Paar hatte nach dem Überfall noch selbst die Polizei alarmieren können. Es folgte eine nächtliche Großfahndung der Polizei, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war – aber die Täter konnten zunächst entkommen. Die Polizei bildete eine Sonderkommission mit 25 Beamtinnen und Beamten, die auch über die Weihnachtsfeiertage weiter ermittelte.

    Überfall auf Ehepaar in Bergheim: Es waren wohl keine Zufallsopfer

    Inzwischen scheint festzustehen, dass es sich bei dem Ehepaar nicht um Zufallsopfer handelt. Offensichtlich gab es eine Vorbeziehung zu den mutmaßlichen Tätern. Wie die Polizei bestätigt, war einer der nun festgenommenen Männer zuvor in dem Haus als Handwerker tätig. Er kannte sich demnach dort aus. Der 32-jährige Mann mit rumänischem Pass wurde am Dienstag in Augsburg von Kripobeamten festgenommen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord vor.

    Das heißt, die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens ein Mordmotiv vorliegt - dazu gehören unter anderem eine heimtückische Vorgehensweise oder niedere Beweggründe für die Tat. Die beiden mutmaßlichen Komplizen des 32-Jährigen wurden am Dienstag und Mittwoch in Rumänien festgenommen. Wie es bei der Polizei heißt, sei die Zusammenarbeit mit den rumänischen Behörden in dem Fall gut gelaufen. Die 37 und 40 Jahre alten Täter sitzen jetzt erst einmal in Rumänien im Gefängnis. Sie sollen aber nach Deutschland ausgeliefert werden.

    Hat die Handwerkertätigkeit etwas mit dem Motiv zu tun?

    Ein Motiv für den Überfall könnte die Handwerkertätigkeit des 32-Jährigen im Haus des Paares gewesen sein. Wie es heißt, könnte es Unstimmigkeiten wegen der Arbeiten und der Bezahlung gegeben haben. Die Polizei äußert sich zu diesen Spekulationen bislang allerdings nicht. Auch nicht zur Frage, ob die Täter es auf eine Beute abgesehen hatten – und wenn ja, ob sie etwas mitnahmen. Bestätigt hatte die Polizei aber, dass - wie in solchen Fällen üblich - auch private und geschäftliche Aspekte geprüft wurden. Die Ermittlungen seien auch nach der Festnahme der Männer nicht abgeschlossen, sagt ein Polizeisprecher. Die Arbeit gehe weiter.

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