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Augsburg: Kleingärten in Augsburg: Anlage in Göggingen soll endlich erweitert werden

Augsburg

Kleingärten in Augsburg: Anlage in Göggingen soll endlich erweitert werden

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    In die Erweiterung der Kleingartensiedlung in Göggingen kommt nun offenbar Bewegung.
    In die Erweiterung der Kleingartensiedlung in Göggingen kommt nun offenbar Bewegung. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Warteliste für einen Kleingarten in Augsburg ist lang. Mittlerweile wünschen sich mehr als 2000 Augsburgerinnen und Augsburger ein Stückchen stadtnahes Grün. Doch obwohl seit Jahren Geld für zwei Kleingartenerweiterungen beziehungsweise -neubauten bereitsteht, geht bislang nichts voran. Kleingartenfunktionär und Ex-Stadtrat Dieter Benkard (SPD) kämpft für die Erweiterung der Kleingartenanlage "Reinhold-Wolff" in Göggingen und die geplante Anlage "Am Oberen Schleisweg" im Bärenkeller. "Langsam glaubt doch niemand mehr daran, dass die Projekte jemals realisiert werden", ärgert er sich. Doch scheinbar kommt jetzt Bewegung in die Sache.

    Der ehemalige Stadtrat Dieter Benkard setzt sich für die Augsburger Kleingärtner ein.
    Der ehemalige Stadtrat Dieter Benkard setzt sich für die Augsburger Kleingärtner ein. Foto: Fred Sch�llhorn

    Der erste Bauabschnitt der jüngsten Schrebergartenanlage „Reinhold Wolff“ in Nachbarschaft des Neubaugebietes Friedrich-Ebert-Straße in Göggingen entstand vor 13 Jahren. In zwei Bauabschnitten wurden dort 48 Kleingärten errichtet. Rund 350.000 Euro hat die Stadt investiert. Neben den Gärten gibt es auch einen Parkplatz und eine Gemeinschaftstoilette. Doch angesichts der vielen Neubürger in dem Gebiet platzt die Anlage längst wieder aus allen Nähten, weshalb eine Erweiterung in zwei Bauabschnitten beschlossen ist. Das Geld wurde vom Stadtrat bewilligt, doch dann kam es zu einer Verzögerung nach der anderen, ärgert sich Benkard.

    Altstadtrat Dieter Benkard (SPD) ärgert sich über die Verzögerungen

    "Wir warten jetzt seit über fünf Jahren, dass etwas vorwärtsgeht, doch es gibt nur Ausreden", so der Kleingartenfunktionär. Dasselbe sieht er bei der geplanten Anlage "Am Oberen Schleisweg" im Bärenkeller. Dort sind 25 neue Parzellen und eine Toilettenanlage geplant, auch hierfür liegt das Geld seit Jahren bereit. Zuletzt war es im vergangenen Jahr ein Knöterich-Bewuchs, der die Arbeiten nahe der bestehenden Anlage Hirblinger Straße aufhielt. "Ich werde so lange kämpfen, bis die beiden Projekte zustande gekommen sind", sagt der Altstadtrat.

    Jetzt scheint sich zumindest bei Reinhold Wolff etwas zu tun. Die Vergabe der Erd- und Zaunbauarbeiten für den dritten und vierten Bauabschnitt seien erfolgt, heißt es auf Anfrage aus dem Amt für Grünordnung. Der Baubeginn sei in den nächsten Tagen geplant. "Die zunehmenden Baukosten und der Wunsch nach einer eigenen Toilette für den dritten und vierten Bauabschnitt machten Umplanungen für beide Anlagen notwendig", heißt es aus dem Amt. Daher solle die Eingrünung erst im Herbst erfolgen. 

    Am Oberen Schleisweg fehlen Bodenuntersuchungen

    Am Oberen Schleisweg müssen zusätzliche Bodenuntersuchungen durchgeführt und die Parkplätze und das Gemeinschaftsgebäude im südlichen Teil der geplanten Kleingartenanlage errichtet werden, da dann der Weg der Nutzer aus den bereits bestehenden Parzellen deutlich erleichtert wird, so das Amt weiter. Die Gehölze auf dem Gelände sollen größtenteils erhalten bleiben, was noch Arbeiten im Sommer notwendig macht. Ab Oktober sollen dann die notwendigen Rodungsarbeiten erfolgen. Auch der Bewuchs mit Sacchalin-Knöterich ist offenbar immer noch ein Thema, das im Sommer angegangen wird. "Nach Möglichkeit soll die Vergabe der Erd- und Zaunbauarbeiten bis Ende des Jahres vorbereitet sein", so das Grünamt.

    Die Dauer der Arbeiten sei bei der derzeitigen Auftragslage der Erdbau- und Zaunbaufirmen sowie der Unwägbarkeiten bei Materiallieferungen nur sehr schwer einzuschätzen. Unter normalen Bedingungen solle es möglich sein, die einzelnen Bauwerke in vier bis sechs Wochen fertig zu stellen, so die Stadt.

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