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  3. Augsburg: Reaktionen auf Urteil im Böllerwurf-Prozess: Von "etwas überzogen" bis "sehr mild"

Augsburg
23.04.2024

Reaktionen auf Urteil im Böllerwurf-Prozess: Von "etwas überzogen" bis "sehr mild"

Nach der Detonation des illegalen Böllers im Augsburger Fußballstadion im November 2023 hatten Ersthelfer einen Sichtschutz aufgebaut. An diesem Montag fiel am Landgericht das Urteil gegen vier Angeklagte.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Im Böllerwurf-Prozess am Augsburger Landgericht sind die Urteile gefallen. Ein Hoffenheim-Fan muss für drei Jahre ins Gefängnis. Wie Leser über die Strafen diskutieren.

Mit Spannung war das Urteil im sogenannten Böllerwurf-Prozess am Augsburger Landgericht erwartet worden. Selbst Anwälte, die im Justizzentrum an der Gögginger Straße in anderen Prozessen tätig waren, erkundigten sich im Vorbeilaufen am betreffenden Gerichtssaal, wie das Verfahren gegen die vier Angeklagten nun ausging. Das Urteil gegen den Haupttäter fiel verhältnismäßig hart aus. Der 28-Jährige hatte gestanden, im Bundesligaspiel des FC Augsburg gegen die TSG Hoffenheim im November 2023 den illegalen Böller geworfen zu haben. Mindestens zwölf Menschen wurden dabei verletzt. Der Hoffenheim-Fan, der seit sechs Monaten in Untersuchungshaft saß, erhielt am Montag eine dreijährige Gefängnisstrafe ohne Bewährung. Seine drei Freunde kamen mit Bewährungsstrafen davon. Die Reaktionen der Leserinnen und Leser fallen dazu unterschiedlich aus.

Hier werde zu Recht ein Präzedenzurteil gefällt, "um solchem Schwachsinn vorzubeugen bzw. zu verhindern", kommentierte Leser Rainer Kraus die Prozess-Berichterstattung unserer Redaktion. Er hoffe, dass das Urteil etwas helfe und auch den Sicherheitsdienst am Stadion verbessere. Als wegweisend für die Fußballfanszene wollte der Vorsitzende Richter der 3. Strafkammer, Christoph Kern, das Urteil allerdings nicht sehen. In seiner Urteilsbegründung betonte Kern, dass es ihm nicht darum gehe, ein Exempel zu statuieren. Für ihn stand allein eine tat- und schuldangemessene Strafe im Vordergrund. Dass man so einen gefährlichen Böller nicht werfen dürfe, müsste schon im Vorfeld jeder verstanden haben, ergänzte Kern. Wie berichtet, erwägt der Verteidiger des 28-Jährigen nun, gegen das Urteil vorzugehen. Die Verteidiger sollen dies ruhig tun, findet Leser Sebastian J., gibt aber etwas zu bedenken.

Böllerwurf-Prozess in Augsburg: "Urteile sind sehr mild ausgefallen"

"Ob es klug ist, ist eine andere Frage", schreibt er weiter. Denn in der nächsten Instanz könne es auch höhere Strafen geben. "Die Urteile sind ja angesichts der Umstände sehr mild ausgefallen. Eigentlich sollten die Angeklagten froh sein, dass sie so davonkommen können." Eine ähnliche Meinung vertritt auch Leserin Sandra L. Die anderen drei Angeklagten hätten ihrer Ansicht nach nicht "nur" eine Bewährungsstrafe erhalten sollen. 

"Wenn meine Tochter schon sieht, dass Pyrotechnik gezündet wird, bekommt sie Panik. Selbst wenn sie die Auswärtsspiele sieht, wo unsere eigenen Fans zündeln, schaut sie weg", schildert die Mutter. Sie seien selber an jenem Tag beim Spiel des FC Augsburg gegen Hoffenheim im Stadion gewesen. " ... und es war einfach nur furchtbar, weil man im ersten Moment gar nicht wusste, was passiert da eigentlich gerade. Anfeuern ja, aber keine Pyrotechnik oder sonstiges. Das geht einfach gar nicht."

Die Explosion eines illegalen Böllers beim Bundesligaspiel des FC Augsburg gegen Hoffenheim im November forderte zwölf Verletzte. Nun folgte ein strenges Urteil.
Video: Ina Marks

Härtere Strafen fordert Leser Ronald H. "Auch um den Pyro- und Böllerfans klarzumachen, was sie da für einen Mist anstellen." Gerade auch deswegen besuche er kein Auswärtsspiel des FCA mehr. "Man muss bei Zugfahrten und Stadionbesuchen mittlerweile Angst um die Unversehrtheit haben." In der Diskussion um das Urteil gibt es aber auch Stimmen, die die Bestrafung zu hart finden.

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Leser Thomas T. etwa schreibt, ihm erscheine das Urteil vor allem im Kontext anderer Urteile zu Straftaten als hart. Er führt die beiden Beispiele "Bewährungsstrafen bei Gruppenvergewaltigung" und "Bewährungsstrafe für eine Bombe vor einem AfD-Büro" an. "Gäbe es solche Urteile nicht, kann man mit diesem für vorsätzliche mehrfache Körperverletzung leben." Auch auf der Facebook-Seite unserer Zeitung wurde debattiert. Karsten Thörner etwa fand das Urteil "persönlich etwas überzogen, trotz allem". Bernd Heydel hingegen sieht das völlig anders. 

FC Augsburg-Fan: "Urteil ist logische und gerechte Konsequenz"

"Wären die untersten Zuschauerreihen stärker besetzt gewesen, hätte es noch mehr Verletzte gegeben", merkt FCA-Fan Heydel mitunter an. Jeder im Stadion sei damals zusammen gezuckt, und man habe das Gefühl gehabt, ein Terroranschlag sei im Gange. "Möchte ich und jeder, der da war, nicht noch einmal erleben. Nachdem die Staatsanwaltschaft Beweise für die Tat vorlegen konnte und ein Geständnis vorliegt, ist das Urteil eine logische und gerechte Konsequenz."

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