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  3. Andreas Jurca: Ermittler finden Video vom Morgen des Angriffs

Augsburg
30.11.2023

Fall Jurca: Ermittler stoßen auf Video vom Morgen der Auseinandersetzung

Bei einer Auseinandersetzung in der Schönbachstraße wurde der Augsburger AfD-Politiker Andreas Jurca im August verletzt. Inzwischen sitzt er als Abgeordneter im Bayerischen Landtag.
Foto: Silvio Wyszengrad

Die Ermittlungen zur Auseinandersetzung, bei der der Augsburger AfD-Politiker Jurca verletzt wurde, schreiten voran. Was ein rechtsmedizinisches Gutachten ergab.

Für Andreas Jurca ist die neue Wirkungsstätte gewissermaßen auch die alte. Bis zu einem Zerwürfnis 2019 war er persönlicher Mitarbeiter des Augsburger AfD-Landtagsabgeordneten Markus Bayerbach, danach arbeitete er in der Fraktion. Nun ist er in neuer Funktion ins Maximilianeum zurückgekehrt, als gewählter Abgeordneter. Jurca ist Mitglied im Haushaltsausschuss, verbreitet munter Bilder von sich und AfD-Kollegen – darunter eines mit Daniel Halemba, der kurz vor der ersten Landtagssitzung wegen möglicher Volksverhetzung festgenommen worden war. Und während so in München ein neues politisches Kapitel begonnen hat, läuft in Augsburg die Aufarbeitung eines strafrechtlichen Vorfalls weiter, in dessen Zentrum ebenfalls Jurca steht: die Auseinandersetzung, bei der der 36-Jährige im August verletzt wurde. Nun gibt es neue Erkenntnisse zu dem Fall.

Nach Schilderungen des Augsburger AfD-Politikers soll sich der Angriff in der Schönbachstraße in Augsburg-Oberhausen ereignet haben.
Foto: Silvio Wyszengrad

Nach Informationen unserer Redaktion sind Ermittler auf ein Video gestoßen, das Szenen im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung zeigen soll. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen sollen aus einer Überwachungskamera stammen – und zeigen, wie zwei Personen flüchten. Wenige Augenblicke später soll dann Jurca zu sehen sein, wie er in dieselbe Richtung folgt. 

Angriff auf Augsburger AfD-Politiker Andreas Jurca: Polizei findet Video

Jurca, trotz neuen Mandats weiterhin im Augsburger Stadtrat, hatte Mitte August erklärt, in der Schönbachstraße angegriffen worden zu sein. Nach einem Grillfest mit Wahlkampfhelfern seien er und ein Begleiter am 12. August gegen 5 Uhr morgens auf dem Heimweg gewesen, als eine Gruppe entgegengekommen sei. Ohne vorherige Provokationen sei er aus der Gruppe heraus angesprochen und gefragt worden, ob er der Mann sei, der derzeit auf den Plakaten zur anstehenden Landtagswahl zu sehen sei. Er habe bejaht. Als ihm dann ein Mann die rechte Hand gereicht habe, sei er unvermittelt niedergeschlagen worden. Er habe das Bewusstsein verloren und könne sich an vieles nicht mehr genau erinnern, durch den Schlag sei er desorientiert gewesen. Bilder zeigten anschließend Verletzungen, vor allem im Gesicht, der AfD-Politiker erlitt nach eigenen Angaben auch einen Bruch im Sprunggelenk.

Zwei Tatverdächtige: Gutachten von Rechtsmedizin weist Verletzungen nach

Anfang Oktober hatte die Polizei bekannt gegeben, dass die Wohnungen von zwei Tatverdächtigen – damals 19 und 21 Jahre alt – durchsucht worden seien. Eine Durchsuchung fand in der Stadt, die andere im Landkreis Augsburg statt. Der damals 21-Jährige hat laut Polizei neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Sichergestellt wurden die Mobiltelefone der beiden Männer – und in einer separaten Aktion auch das von Jurcas Begleiter. Dies soll jedoch nach Polizeiangaben jedoch nicht damit zusammenhängen, dass ein Verdacht gegen ihn bestünde. Jurca bestreitet, dass er oder sein Begleiter einen Anteil an dem Vorfall hatten, und verweist auf Untersuchungen, denen er anschließend unterzogen worden sei – und anderem an seinen Händen.

Informationen unserer Redaktion zufolge wurde Jurca Mitte September an der Uniklinik Ulm rechtsmedizinisch untersucht. Das Gutachten stellte laut Polizei "Zeichen von Gewalteinwirkung" fest, die "mindestens teilweise durch fremde Hand" entstanden seien – eine Formulierung mit Spielraum, die aber faktisch bedeutet, dass Jurca die Verletzungen zugefügt wurden. Insbesondere in sozialen Medien war spekuliert worden, der AfD-Politiker habe sich möglicherweise auf andere Weise verletzt. Er selbst hatte dies vehement bestritten.

Jurcas damals 32-jähriger Begleiter, dessen Name unserer Redaktion bekannt ist und der seit mehreren Jahren in der Augsburger AfD aktiv ist, äußert sich bislang nicht öffentlich zum Vorfall. Die Ermittlungen sollen ergeben haben, dass er die Angreifer in der Auseinandersetzung davon abhielt, Jurca schwerer zu verletzen. Wie es genau zur Auseinandersetzung kam und ob sie tatsächlich einen politischen Hintergrund hatte, wie Jurcas Schilderungen zumindest nahelegten, ist nach wie vor unklar. Die Ermittlungen dazu dauern nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Augsburg an.

Ermittlungen gegen Jurca eingestellt: Aktivist Kallenborn erhebt Einspruch

In einem parallel laufenden Verfahren gegen Jurca hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen offenbar eingestellt. Gilbert Kallenborn, der sich selbst als "jüdischer und antifaschistischer Aktivist" bezeichnet, hatte gegen den Politiker wegen Vortäuschung einer Straftat sowie Volksverhetzung Anzeige erstattet. Zur Einstellung der Ermittlungen macht die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf rechtliche Gründe keine Angaben. Kallenborn selbst erklärt jedoch gegenüber unserer Redaktion, er habe bei der Generalstaatsanwaltschaft München bereits Beschwerde gegen das Einstellen der Ermittlungen eingelegt. 

Gilbert Kallenborn, der sich selbst als "jüdischer und antifaschistischer Aktivist" bezeichnet, hat Anzeige gegen den Augsburger AfD-Politiker Andreas Jurca erstattet.
Foto: Oliver Dietze

Kallenborn sagt, er beziehe sich dabei auf die "angeblichen Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ohne Standortangabe". Unter anderem sei seiner Meinung nach nicht glaubwürdig, dass Jurca trotz der Verletzungen und eines geschilderten "Blackouts" den angeblich "kriminellen Migranten" habe folgen können. Die Begründung der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen einzustellen, enthalte "mehr innere Widersprüche als tatsächlich ermittelte Fakten". 

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

29.11.2023

Besser, Sie würden das Ende der Ermittlungen abwarten, bevor Sie Jurca zum Märtyrer machen. Im Moment ist alles noch ein großes Vielleicht. Sollte dies ein Überfall gewesen sein, wie Jurca ihn beschreibt, wäre dies verwerflich und nicht zu akzeptieren. Wenn nicht … nun ja, dann wäre es einfach nur peinlich. Der Anschlag gegen Chrupalla ist ja bereits Theatergeschichte.

29.11.2023

"die aber faktisch bedeutet, dass Jurca die Verletzungen zugefügt wurden."

Ja, ja die Verletzungen "selber" zugefügt. Jetzt auch noch ein Video. Das Lügenmärchen der linken Aktivisten bröckelt. Der Wähler hat die passende Antwort gegeben und Herrn Jurca in den Landtag gewählt. Die Lügen können nicht groß genug sein, wenn sie politisch motiviert sind.

Hier hat sich die ganze Verrohung des politischen Diskurses gezeigt, mit welcher Häme und Unterstellungen gegen Herrn Jurca vorgegangen wurde. Ich finde da sollten sich einige entschuldigen, die ihn damit ein zweites mal zum Opfer gemacht haben. Gleiches gilt nach dem Anschlag gegen Herrn Chrupalla, dem das Selbe unterstellt wurde: "Inszinierung", "sich zum Opfer machen", "Schmierentheater". Diese üble Nachrede ist gegen jedes Grundrecht und jede Menschlichkeit gewesen.

29.11.2023

Ich würde an Ihrer Stelle meinen Zorn noch etwas zügeln. Die Messe hier ist noch nicht gelesen. Wir sollten warten, bis die ganze Geschichte auf dem Tisch liegt.

30.11.2023

@ Julian R.:

>> Wir sollten warten, bis die ganze Geschichte auf dem Tisch liegt. <<

Ah, der Jurca soll obduziert werden?