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  3. Prozess in Augsburg: War Unfall auf der B17 ein Mordversuch?

Prozess in Augsburg
15.03.2022

War Unfall auf der B17 ein Mordversuch? Ermittler sehen Eifersucht als Motiv

Es grenzte an ein Wunder, dass aus diesem Wrack jemand lebend heraus kam, sagten damals Einsatzkräfte. Das Fahrzeug war auf der B17 bei Augsburg gegen einen Baum gekracht.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg (Archivbild)

Ein Mann soll mit dem Auto auf der B17 gegen einen Baum gerast sein, um seine Frau auf dem Beifahrersitz zu töten. Gegen den 49-Jährigen startet am Mittwoch der Prozess.

Valentin G. (Name geändert) ließ sich offenbar nichts anmerken, ehe er explodierte. Seine Ehefrau, davon sind die Ermittler überzeugt, ahnte nichts, als sie am 24. März vergangenen Jahres zu dem 49-Jährigen ins Auto stieg. In aller Früh fuhren die beiden los, über Augsburg auf der B17 Richtung Graben, zum Standort des Versandriesen Amazon, in dem beide arbeiteten. Zwischen den Ausfahrten Inningen und Königsbrunn-Nord verursachte Valentin G. einen folgenschweren und rätselhaften Unfall. Von der linken Fahrspur lenkte er seinen Toyota Auris nach rechts, über die rechte Spur und den Standstreifen, gegen einen Baum. Die damals 35-jährige Ehefrau erlitt schwere Verletzungen. Nun muss sich Valentin G. wegen des Unfalls vor dem Landgericht verantworten, der Vorwurf: versuchter Mord.

Dass die Karambolage von normalen Verkehrsunfällen abwich, hatte sich früh angedeutet. So schilderte ein Augenzeuge des Unfalls kurz danach gegenüber unserer Redaktion, wie das Auto der beiden von der linken Spur sehr plötzlich nach rechts gezogen und gegen einen Baum geprallt war. Die Staatsanwaltschaft sieht hinter dem Geschehen keine plötzliche und unabsichtliche Unachtsamkeit des Fahrers, kein "Augenblicksversagen" also, wie der juristische Begriff heißt, mit dem tödliche Verkehrsunfälle häufig zu erklären sind. Sie sieht Vorsatz. Valentin G. wird vorgeworfen, er habe beim Unfall gezielt die Beifahrertür als Aufprallpunkt gewählt, um sicherzugehen, dass seine Ehefrau ums Leben kommen werde. Die 35-Jährige erlitt unter anderem mehrere Knochenbrüche an den Beinen und ein Schädel-Hirn-Trauma.

Prozess in Augsburg: Ermittler sehen Mordversuch aus Eifersucht

Motiv für die Tat laut Anklage: Eifersucht. Demnach soll der 49-Jährige einen Tag vor der Karambolage von seiner Frau erfahren haben, dass sie sich von ihm trennen und sich scheiden lassen wollte. Beide waren zu der Zeit bereits 13 Jahre miteinander verheiratet gewesen; offenbar lag die Ehe der beiden schon seit geraumer Zeit in Trümmern. Die 35-Jährige soll bereits einen neuen Partner gehabt haben: der Vorgesetzte der beiden Eheleute in der Abteilung bei Amazon in Graben, in der sie arbeiteten. Es heißt, die 35-Jährige soll sich zusammen mit ihrem neuen Partner bereits auf die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung gemacht haben. Ihren Ehemann soll sie auch darüber informiert haben.

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Noch aber lebte sie zusammen mit ihrem Valentin G. in der gemeinsamen Wohnung in Neusäß im Landkreis Augsburg. Nach außen soll der 49-Jährige vorgegeben haben, die Trennung zu akzeptieren. Und deshalb, so die Schlussfolgerungen der Ermittler, habe seine Ehefrau auch nichts wissen können von seinem Vorhaben: Sie mittels des bewusst herbeigeführten Unfalls umzubringen. Valentin G. wird vorgeworfen, er habe dabei gezielt die Beifahrertür als Aufprallpunkt gewählt, um sicherzugehen, dass seine Ehefrau ums Leben kommen werde. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Der Angeklagte, so die These der Ermittler, habe auch in Kauf genommen, selbst bei der Tat zu sterben; das Auto war nach dem Aufprall völlig zerstört.

Unfall auf B17: Mann aus Neusäß droht lebenslange Freiheitsstrafe

War es so, wie die Ermittler annehmen? Dem 49-Jährigen droht, sollten die Vorwürfe vor Gericht so zutreffen, eine lebenslange Freiheitsstrafe. Valentin G. sitzt seit Ende März im Gablinger Gefängnis in Untersuchungshaft; seine Anwälte sagten unserer Redaktion voriges Jahr, ihr Mandant bestreite die Vorwürfe vehement. Der Unfall habe für ihren Mandanten selbst erhebliche gesundheitliche Folgen gehabt. Vor Prozessstart sagt Verteidiger Ralf Schönauer, man wolle derzeit keine Angaben zur Sache machen. Sein Mandant werde sich aber im Prozess zur Sache äußern. Der Prozess startet am kommenden Mittwoch vor der 8. Strafkammer des Landgerichtes. Das Landgericht hat sechs Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 31. März fallen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.03.2022

Das ist eine sehr seltsame Geschichte. Und kein Wort der Ehefrau dazu? Hat sie keine Erinnerung mehr an den Hergang?
Mit hoher Geschwindigkeit mit der Beifahrertür einen Baum zu treffen, dürfte ein sehr gewagtes Unterfangen, bei einem Unfall, bei dem man den Beifahrer töten will, selbst relativ unbeschadet davon zu kommen, dürfte zumindest zweifelhaft sein.

Gibt es irgendeinen Beleg für die angenommene Eifersucht außer dem Unfall selbst? Es sei kein Augenblicksversagen gewesen, meint die Staatsanwaltschaft. Wie will sie das wissen?

Zum wiederholten Male ist von diesem Unfall, der ein Mordversuch sein soll, zu lesen, ohne dass ich erkennen kann, worauf sich diese Annahme verlässlich stützen will. Außerdem finde ich es bedenklich, dass die AA so berichtet als sei es eine`erwiesene Tatsache, dass das Fahrzeug an den Baum 'gelenkt' wurde. Gerade der Umstand, dass von der linken Spur nach rechts gezogen wurde, machte doch einen Versuch, vor allem die Beifahrertür zu treffen, schwieriger. Da wäre man doch leichter von der rechten Spur abgekommen, oder?

Wäre der Ehemann finanziell ruiniert gewesen, wenn die Ehe auseinander gegangen wäre, während bei dem Tod der Frau eine Lebensversicherung fällig geworden wäre? Das wäre ein Motiv. Hat er irgendjemand gegenüber mal geäußert, er würde (sich und) seine Frau umbringen, wenn sie ihn verließe?

Die Einsatzkräfte sagten nach dem Unfall lt. obiger Bildunterschrift, es sei ein Wunder, dass aus dem Wrack jemand lebend herausgekommen sei, aber für die Staatsanwaltschaft war es ein gekonnter Mordversuch? Überzeugt mich nicht. Nach jetzigen Kenntnisstand hoffentlich auch das Gericht nicht.