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  3. Prozess in Augsburg: Wollte er sie auf B17 in den Tod fahren?

Prozess in Augsburg
18.03.2022

Wollte er sie auf B17 in den Tod fahren? Frau leidet noch heute unter Unfall

Ein 49-Jähriger soll versucht haben, seine Ehefrau auf der B17 bei Augsburg umzubringen. Nun hat die 36-Jährige ausgesagt. Ihre Vernehmung dauert Stunden und birgt Überraschungen.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg (Archivbild)

Plus Ein Mann soll versucht haben, seine Frau auf der B17 bei Augsburg umzubringen. Nun hat die Ehefrau ausgesagt. Ihre Vernehmung dauert Stunden – und birgt Überraschungen.

Raluca G. (Namen geändert) wird mit einem Rollstuhl in den Gerichtssaal geschoben. Die 36-Jährige wird dem Gericht an diesem Donnerstag wenig später erklären, wie es um ihren Gesundheitszustand steht. Es steht nicht besonders gut. Sie habe Schmerzen, länger als zehn Minuten stehen könne sie nicht, arbeiten könne sie nicht, sagt sie. Am 24. März vergangenen Jahres saß die gebürtige Rumänin in einem Auto, das ihr Mann auf der B17 gegen einen Baum lenkte. Beide waren auf dem Weg zur Arbeit gewesen, ehe der Unfall passierte. Die Frage, die nun das Landgericht beschäftigt: Hat Valentin G., der Angeklagte, die Karambolage absichtlich herbeigeführt? War es, wie die Staatsanwaltschaft annimmt, ein Mordversuch an seiner Frau?

Am ersten Prozesstag am Montag hat der Angeklagte den Vorwürfen der Ermittler widersprochen. Er könne sich zwar an nichts erinnern, sagte er, er könne daher nur Vermutungen zum Unfall anstellen. Vielleicht aber sei ihm schlecht geworden, vielleicht sei er eingeschlafen. Er sei zu der Zeit körperlich nicht fit gewesen, habe unter Schlafstörungen gelitten. "Zu keinem Zeitpunkt hatte er vor, seiner Ehefrau das Leben zu nehmen oder sich selbst in Gefahr zu bringen", hieß es in einer Erklärung, die Verteidiger Christian Ciurea verlas.

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