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Corona-Krise
27.03.2020

Oberpfälzer Firma verkauft "Knödel to go" für den guten Zweck

Bei einem Knödelhersteller in Neumarkt in der Oberpfalz sind 60.000 Kilo Teig übrig geblieben. Kunden konnten jetzt im Drive-in einkaufen,
Foto: Daniel Karmann, dpa

Der Kartoffelteighersteller Burgis hatte 60 Tonnen Teig übrig und hat diesen jetzt im Drive-in verkauft. Der Erlös kommt der Diakonie zugute.

Essen zum Mitnehmen und jegliche Drive-ins boomen in Zeiten der Coronakrise. Restaurants bieten Lieferdienste an, um die bereits gekauften Lebensmittel verarbeiten zu können und zumindest ein wenig Umsatz zu generieren. Und auch so mancher Lebensmittelhersteller hat an der Krise zu knabbern. Weil viele Restaurants geschlossen haben oder nur eine kleine Karte anbieten, blieb der Knödelhersteller Burgis aus Neumarkt in der Oberpfalz auf seinen Knödeln sitzen. Auf insgesamt 60.000 Kilogramm.

Burgis-Mitarbeiter laden die Klöße in den Kofferraum

Um den Teig und die rohen Klöße nicht einfach entsorgen zu müssen, hat sich Geschäftsführer Timo Burger etwas besonderes einfallen lassen: einen Drive-in. Liebhaber von Kartoffelklößen konnten sich am Freitag am Werksgelände, das passenderweise die Anschrift Kartoffelweg 1 hat, die Produkte abholen. Kunden gaben aus dem Auto heraus ihre Bestellung auf, Mitarbeiter luden die Ware dann direkt in den Kofferraum, in angemessener Schutzkleidung natürlich.

Und so stauten sich auf dem Firmenparkplatz die Autos, um Teig oder vorgeformte Knödel zu erstehen. „Der Andrang war enorm“, sagte eine Sprecherin. Und noch dazu war der Knödel-Kauf für einen guten Zweck. Die Käufer konnten selbst entscheiden, wie viel Geld sie spenden wollten, manche gaben 100 oder 200 Euro. Die Firma will den Erlös an die Diakonie in Neumarkt spenden. Wie viel Geld insgesamt zusammengekommen war, war zunächst noch unklar.

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