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Pandemie
12.10.2021

Jetzt kostet der Corona-Test: Das müssen Sie wissen

Wer künftig einen Abstrich machen lassen möchte, muss in den meisten Fällen dafür bezahlen.
Foto: Ralf Lienert

Warum sich Bund und Länder auf kostenpflichtige Corona-Tests geeinigt haben, wie viel Geld die Tests kosten und wer davon ausgenommen ist.

Seit März hatten alle Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Coronatest. Seit dem 11. Oktober ist das anders. Die Tests werden nicht mehr von der öffentlichen Hand bezahlt. Doch es gibt Ausnahmen.

Warum ist der Corona-Test nicht mehr kostenlos?

„Da ausreichend Impfmöglichkeiten bestehen, hat die Ministerpräsidentenkonferenz im August beschlossen, dass die kostenlosen Bürgertestungen ab dem 11. Oktober 2021 wegfallen“, sagte eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums gegenüber unserer Redaktion. Also: Es geht konkret darum, dass Bund und Ländern insgesamt wollen, dass man sich lieber impfen lässt – als auf eine Impfung zu verzichten und statt dessen mit Tests durch den Tag zu kommen.

Gibt es Ausnahmen, für die Coronatests weiterhin kostenlos sind?

Für bestimmte Personengruppen wird es weiterhin kostenlose Tests geben. Das gilt für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, Schwangere, Kinder und Jugendliche. Bei den Schwangeren und den 13- bis 17-Jährigen ist diese Regelung jedoch zeitlich beschränkt bis einschließlich 31. Dezember 2021. Sie können sich weiterhin in staatlichen Testzentren testen lassen.

Sind das die einzigen Ausnahmen?

Menschen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen und Personen, die sich aufgrund einer nachgewiesenen Infektion in Quarantäne befinden und zur Beendigung eben dieser Quarantäne einen negativen Testnachweis benötigen, brauchen diese Tests ebenfalls nicht bezahlen. Auch sie können sich in staatlichen Testzentren testen lassen.

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Gibt es denn Ausnahmeregelungen für Menschen, die wenig Geld haben – wie zum Beispiel bei geringen Renten oder auch bei Arbeitslosigkeit?

Eine Kostenerstattung für Personen mit einer geringen Rente oder arbeitslose Personen ist nicht vorgesehen. „Es besteht aber für diese Gruppen nach wie vor die Möglichkeit der kostenlosen Impfung“, so die Sprecherin des Ministeriums. In Bayern erhalten allerdings Studierende bis 30. November 2021 kostenfreie Testungen.

Was kann man im Bezug auf Alten- und Pflegeheime in Bayern sagen?

Besucherinnen und Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung erhalten auf Kosten des Freistaats in den Testzentren kostenfreie Testungen mittels Antigen-Schnelltest, „um faktischen Besuchseinschränkungen und Vereinsamung entgegenzuwirken“, wie es heißt. Besucherinnen und Besucher müssen sich vor dem Besuch des Heims aber einen Berechtigungsschein von der Einrichtung ausstellen lassen, um belegen zu können, dass sie auch wirklich das entsprechende Heim besuchen werden und darum einen Test brauchen.

Wie ist die Lage, wenn man Coronosymptome aufweist?

Wer Symptome habe, zur Abklärung zum Arzt gehe und sich testen lasse, müsse diese Tests auch in Zukunft nicht selbst zahlen, stellte jüngst der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) klar.

Wo kann man sich testen lassen, wenn man nicht zu einer der beschriebenen Ausnahmegruppen gehört?

Das geht nur noch in Apotheken und in privat betriebenen Testzentren. Staatlich betriebene Testzentren stehen für so genannte Selbstzahler nicht mehr zur Verfügung.

Corona: Wie viel kosten ein PCR-Test oder ein Antigentests?

Bisher sah die Coronavirus-Testverordnung des Bundes eine Vergütung für Antigenschnelltests in Höhe von 11,50 Euro und für PCR-Tests in Höhe von 51,56 Euro vor. Die Preisgestaltung überlässt der Bund nun dem freien Markt. „Es kann aber mit Preisen mindestens in der Größenordnung der bisherigen Vergütung gerechnet werden“, teilte die Ministeriumssprecherin mit.

Wird es künftig eher mehr oder weniger privat betriebene Testzentren im Freistaat geben?

„Die Entwicklung des Angebots an Teststellen ist derzeit nicht absehbar, da dieses maßgeblich von der jeweiligen Nachfrage abhängt“, heißt es seitens des bayerischen Gesundheitsministeriums. „Wie sich die Nachfrage – insbesondere auch mit Blick auf die Impfquote – in Zukunft entwickeln wird, kann derzeit nicht prognostiziert werden.“

Was sagen Betreiber von privat betriebenen Testzentren zu dem Thema?

Der Inhaber der bekannten Discothek PM in Untermeitingen, Stefan Egger, hatte seine Gaststätte, so wie viele andere Clubbetreiber, monatelang in ein Testzentrum verwandelt. „Doch wir haben damit aufgehört und fangen jetzt wieder voll mit dem Diskothekenbetrieb an“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Er habe bisher Antigen-Schnelltests angeboten. Wie sich diese Nachfrage entwickeln werde, sei unsicher – und er würde aber für den Betrieb eines solchen Testzentrums das volle wirtschaftliche Risiko tragen. Darum verzichtet er nun darauf.

Wäre es für einen Clubbetreiber wie Stefan Egger nicht sinnvoll, nun auch PCR-Tests anzubieten?

Tatsächlich brauchen Ungeimpfte, um in Clubs zu gehen, nach derzeitiger Regelung in Bayern einen PCR-Test. „Aber dann müssten die Leute ja schon am Donnerstag zu mir kommen und sich testen lassen – wenn sie am Samstag in den Club wollen.“ Egger müsse in der Zwischenzeit den PCR-Test in ein Labor schicken. „Das ist alles viel zu kompliziert für mich als Betreiber.“ Und für die Gäste gehe doch jegliche Spontanität verloren, weil man ja seinen Clubbesuch schon Tage vorher planen müsse. „Ich sage meinen Gästen darum immer: Lasst Euch impfen, das ist das Beste“, ergänzt Egger.

Was ist mit den PCR-Schnelltests, die bereits im Gespräch waren – und eine sichere Testung in kurzer Zeit ermöglichen sollten?

Offenbar ist das Verfahren noch nicht ausreichend erforscht. Derzeit sei das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) dabei, die Ergebnisse einer Pilotstudie zu diesem Thema zu bewerten, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums unserer Redaktion mit.

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13.10.2021

@Gerd R.
Natürlich ist es einfacher, den Andersdenkenden persönlich anzugreifen und zu diffamieren als sich mit sachlichen Argumenten auseinanderzusetzen … das machen Politik und Medien seit „Pandemie“-Beginn ja in perfider Weise vor und betreiben so die Spaltung der Gesellschaft.
Konkret: wer die Unterschiede zwischen lange erprobten und bewährten Impfstoffen und den in unwissenschaftlich verkürzten Verfahren aus dem Hut gezauberten Covid-Vakzinen mit Notfallzulassung nicht sieht, der will sie nicht sehen.

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14.10.2021

KEIN Impfstoff in der EU hat eine Notfallzulassung. Oder können Sie einen Covid-Impfstoff aus dem Hut zaubern, der den hat?

Übrigens Aspirin ist lange erprobt und bewährt. Trotzdem sterben jährlich 3.000 Menschen daran.

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14.10.2021

1. An mRNA-Impfstoffen forscht man in der Krebsbekämpfung schon lange, da wurde gar nix "aus dem Hut gezaubert".
2. Was, bitte, ist an dem Zulassungsverfahren "unwissenschaftlich"?

Es passt Ihnen nicht in den Kram, das ist alles.

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13.10.2021

@Michael G
@Peter S.
Ihre Ansichten können sie beide gerne weiter in ihren "Ich bin gegen alles was ich nicht möchte" Gruppen diskutieren.
Angesichts dessen was sie so von sich geben kommt ein Urlaub, in Länder die bestimmte Impfungen vorschreiben
(auch vor Corona) für sie nicht in Frage, oder!?

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13.10.2021

Dann hier noch ein kleiner Nachtrag:
Ich habe absolut nichts gegen das Recht und die Freiheit des Einzelnen, sich auf Kosten der Allgemeinheit impfen zu lassen – allerdings bin ich der Meinung, dass das Recht und die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, ebenfalls durch die Allgemeinheit gewährleistet und finanziert werden sollte (siehe andere Kommentare – Rauchen, Gefahrsportarten etc. – auch hier trägt die Allgemeinheit solidarisch für aus der Selbstgefährdung des Einzelnen entstehende Kosten). Solidarität ist meiner Ansicht nach eben keine Einbahnstrasse.
Und was noch gar nicht angesprochen wurde, ist die Tatsache, dass die Hersteller von Impfstoffen keine Verantwortung für die Wirksamkeit der Impfstoffe und deren eventuellen Langzeit-/Spätfolgen übernehmen und Geimpfte weder vor einem – auch schweren – Krankheitsverlauf zuverlässig geschützt sind, noch davor, die Infektion weiterzugeben. Nun – mit den nicht mehr kostenlosen Tests - werden Geimpfte verständlicherweise keine Lust mehr haben, sich testen zu lassen und so die Infektion munter weitergeben – und für die dann steigenden Inzidenzen sind – natürlich – die bösen Ungeimpften verantwortlich.

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14.10.2021

Wieviel Raucher liegen wegen Rauchen auf Intensiv? Wieviel Motorradfahrer liegen wegen Motorradfahren auf Intensiv? Wieviel Autofahrer liegen wegen Autofahren auf Intensiv? Wieviel Extremsportler liegen wegen ihres Extremsports auf Intensiv?
Wieviel Fußgänger liegen wegen Gehen auf Intensiv? Wieviel ungeimpfte Covid19-Erkrankte liegen wegen Covid19 auf Intensiv?

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14.10.2021

Auch noch ein Nachtrag: Zum einen habe ich hier schon mal ausgeführt, dass ich grundsätzlich dagegen bin, dass alle durch persönliche Risikobereitschaft verursachten Krankheitskosten (Rauchen, Trinken, Sport, Hobbys) von den Kassen ergo der Solidargemeinschaft finanziert werden. Das müsste anderweitig geschehen. Es entspricht nicht dem ursprünglichen Gedanken der Krankenversicherung bei ihrer Einführung.

Zum anderen: Sie erwähnen die Skepsis gegenüber einem neuartigem Impfstoff und machen geltend gegen diesen berechtigte Vorbehalte zu haben und ergo gute Gründe, ihn abzulehnen und sich nicht impfen zu lassen. Die Ablehnung machen Sie also nicht an persönlichen Umständen fest sondern an aus Ihrer Sicht sachlichen Fakten.
Das könnten also alle so gehalten haben. Dieses Argument der Impfskepsis stünde allen Bürgern zu. Was aber wäre, wenn tatsächlich alle Bürger aus Misstrauen und Vorsicht den neuartigen Impfstoff verweigert hätten? Wo stünden wir dann heute? Was wäre mit den Kosten fürs Gesundheitswesen, was mit der Einschränkung der persönlichen Freiheit?

Impfverweigerer, vor allem diejenigen die erst mal abwarten wollen, wie sich die Sache so entwickelt, betrachten die Impfwilligen als Testpersonen, das ist schon so, da hatte Scholz schon recht. Und das hat nicht unbedingt etwas mit Solidarität zu tun.

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13.10.2021

ich bin empört und wütend über diese neue Schikane - kostenpflichtige Tests -, die mit dem lächerlichen Argument, daß die "Solidargemeinschaft" nicht länger für die Tests bezahlen solle, weil man sich ja "kostenlos" impfen lassen könne, über die bösen "Ungeimpften" verhängt wurde - als ob die "Impfzwangs-Strategie" nichts kosten würde. Wer hat denn die Milliarden für die aus dem Boden gestampften Impfzentren, ihr Personal und die zig Millionen Impfdossen bezahlt? - doch wohl die "Solidargemeinschaft", zu der auch die "Ungeimpften" gehören -, wer wird für die vielen, noch totgeschwiegenen Impfschäden zur Kasse gebeten, die auf uns zukommen? Und wer wird die Booster-Impfungen bezahlen und die vielen neuen Impfstoffe für die vielen neuen Mutationen, von denen die Biontech-Eigner schon jetzt fantasieren? Das alles wird zwangsweise der "Solidargemeinschaft" incl. der Umgeimpften aufgebürdet ... und da wird über die "Peanuts" der nun nicht mehr kostenlosen Tests gejammert.
Bei näherer Betrachtung wird man wohl sagen können, daß die "Ungeimpften" der sogenannten "Solidargemeinschaft" eine Menge (Steuer-)Gelder ersparen. Aber auch das will in dieser Politik des blinden Aktionismus niemand hören.

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13.10.2021

Also erstens ist es schlecht, eine einmalige okay zweimalige Impfung mit Coronatests, die theoretisch mehrmals die Woche (bei Besuchern von Pflegeeinrichtungen nicht unrealistisch) erforderlich werden können zu vergleichen. Zweitens ist es schon sehr vermessen, völlig zu ignorieren, wieviele Tote die Impfung vermieden hat und auch für wie viel weniger an sündteuren Intensivpatienten und denen, die mit Langzeitfolgen auf unabsehbare Zeit in Behandlung (Reha, sonstige Therapien) bleiben müssen sie gesorgt hat.

Die Ungeimpften sind außerdem mit dafür verantwortlich, dass nicht schneller Normalität einkehren konnte - immer noch nicht kann. Ihre Argumentation ist nicht schlüssig und überzeugt nicht.

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13.10.2021

Einfach alles aufmachen und wer sich nicht impfen läßt, der verzichtet automatisch auf intensivmedizinische Versorgung im Falle einer Covid19 Erkrankung. Dann können notwendige OPs durchgeführt werden.

Die bisherigen Kosten von die Impfzentren werden von Ihnen gesehen. Die immensen Kosten der ganzen Testzentren und Test dagegen nicht. Das waren ja nur Penauts in ihren Augen.
Jemand der ungeimpft ist und sich nicht testet, spart der Allgemeinheit Geld. Zumindest solange er nicht erkrankt.

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11.10.2021

Ich bin mir sicher: dieses Diktat wird aus den verschiedensten Gründen kontraproduktiv sein. Schauen wir mal z.B. in 2-3 Monaten die Pandemie-Situation an.

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10.10.2021

Leute, die Wahl ist vorbei.

Führt endlich die 2G-Regel ein, damit auch die Geldbeutel der Ungeimpften geschont werden.

Sie wissen von vornherein, dass sie nicht reinkommen und sollten sie ihre Meinung ändern, können sie sich immer noch impfen lassen.

Bis dahin können sie alles unternehmen, wofür sie keine Impfung benötigen.

Ich finde es vollkommen fair.

In diesem Sinne

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11.10.2021

Dann fordere ich im Gegenzug, dass alljenige, die nicht gegen Grippe geimpft sind ab morgen täglich einen Influenza Test für 35€ durchführen und selbst zahlen.

Genauso fordere ich dann, dass jeder Raucher ab sofort 400€ mehr im Monat für die Krankenversicherung zahlt, um die Allgemeinheit der Behandlungskosten zu entlasten.


„fair“ ist an dieser Regelung gar nichts. Es ist aber interessant, wie man in zwei Jahren schritt für Schritt eine gehirnwäsche durchgeführt haben, sodass Leute wie Sie jetzt von „Fairness“ sprechen und zu noch härteren Maßnahmen und Ausgrenzung aufrufen. „Ist das deutsche Volk Masochistisch Veranlagt?“ schrieb die NZZ vor ein paar Monaten zu genau diesem Thema.

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14.10.2021

(edit/mod/NUB 7.2/Argumentieren Sie sachlich)

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