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Tourismus
10.01.2021

Viele Ausflügler im Allgäu – aber ein Besucher-Ansturm bleibt aus

Winterurlauber gehen mit einem Schlitten zu einer Rodelbahn.
Foto: Jan Woitas, dpa (Symbolbild)

Während im nördlicheren Allgäu morgens noch der Nebel hing, gab es im südlichen Teil Sonne satt. Das lockte Ausflügler an. Doch die Polizei hatte ein strenges Auge auf die Tagestouristen.

Wie schon an den vergangenen Wochenende herrscht in manchen Teilen des Allgäus Hochbetrieb – zahlreiche Ausflügler strömen am Sonntag in die Region, um zu wandern, zu rodeln, Skitouren zu gehen oder Schlittschuh zu laufen.

Kaum verwunderlich: Denn umso näher man den Bergen vor allem vormittags kommt, desto schöner wird auch das Wetter im Allgäu. Während rund um Kaufbeuren beispielsweise am Sonntagvormittag noch der dichte Nebel hing, schien bei Füssen und Oberstdorf bereits die Sonne.

Ausflüge ins Allgäu: Die Polizei kontrolliert Tagestouristen

„Wir haben im südlichen Ostallgäu heute sehr viel Betrieb“, sagte ein Beamter der Polizei Füssen auf Nachfrage unserer Redaktion. Überall an den Seen tummelten sich bereits am Sonntagvormittag die Tagestouristen. Der Schwansee sei wie so häufig besonders betroffen. Bisher seien die Kollegen – wie an so manch anderen Tagen – aber noch nicht mit den Schlittschuhen auf dem See unterwegs, um die Ausflügler an die Corona-Regeln zu erinnern.

Um 12.15 Uhr zählte die Polizei auf dem Schwansee etwa 100 Menschen. Das sei zwar nicht wenig, aber doch weniger als erwartet: "Wir hatten mit mehr Andrang gerechnet. Es war schon mal mehr los", hieß es von Seiten der Füssener Polizei.

 

Parkplatz Fischerbichl am Hopfensee gesperrt

Am Hopfensee habe man den Parkplatz am Fischerbichl vorzeitig gesperrt. Die Anzahl der Polizeibeamte, die derzeit auf Streife im südlichen Ostallgäu sind, habe man jedoch nicht erhöht, sagte die Polizei.

Auf der Uferstraße am Hopfensee seien im Vergleich zu vergangenen Wochenenden wenig Leute unterwegs gewesen, um das sonnige Winterwetter zu genießen. Der Parkplatz am Egelsee bei Pfronten, der an der B310 liegt, sei gegen 11 Uhr bereits voll gewesen. Der Parkplatz am Tegelberg hingegen sei zwar nur zur Hälfte gefüllt gewesen, allerdings war laut Polizei weiter oben am Berg einiges los. Corona-Verstöße hätten die Beamten bisher noch keine ahnden müssen.

Am Samstag hatte die Polizei bereits mehrere Falschparker in Schwangau erwischt, die ihre Fahrzeuge im Landschaftsschutzgebiet abstellten. Gegen 14 Uhr entdeckten die Beamten laut Polizei Autos, die unerlaubt im Achweg parkten. Dort gibt es keine gekennzeichneten Parkflächen. Die Fahrzeugbesitzer bekommen daher Anzeigen wegen Verstößen gegen das Bayerische Naturschutzgesetz.

 

Polizei erwischt am Samstag mehrere Falschparker bei Schwangau

Am Sonntagmittag, als sich der Nebel im gesamten Allgäu verzogen hatte, waren die Parkplätze selbst in Irsee, im nördlichen Ostallgäu, Parkplätze voll und Autos mit Augsburger, Mindelheimer und Landsberger Kennzeichen parkten an den Straßen. Eine beliebte Langlauf-Loipe am Ortstrand war gut gefüllt.

Verhältnismäßig ruhig war es am Sonntag dagegen im südlichen Oberallgäu. Laut der Polizei Oberstdorf war das Besucher-Aufkommen vormittags „noch sehr überschaubar“. Selbst rund um die Fellhornbahn oder auch in Balderschwang, die als beliebte Ausflugsziele gelten, war nicht allzu viel los, berichtete die Polizei.

Am Nachmittag waren die Parkplätze im südlichen Oberallgäu dann ordentlich gefüllt, hauptsächlich Autos mit auswärtigen Kennzeichen standen dort. Die Beamten mussten einige Parkverstöße ahnden, "hätten aber mit deutlich mehr gerechnet."

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