Anmerkung der Redaktion: Dieser Text zählt bei unseren Leserinnen und Lesern zu den beliebtesten Stücken und wird deshalb immer wieder ausgespielt.
Jährlich verteilen der Guide Michelin, der Restaurantführer Gault Millau und andere Experten ihre Auszeichnungen für die besten Restaurants auf aller Welt. Immer wieder erhalten auch Restaurants in Bayerisch-Schwaben eine Auszeichnung von den Gastro-Kritikern. Das ist nicht nur eine Ehre und Verpflichtung für die Etablissements – sondern auch ein Signal an die Kundschaft: Hier schmeckt es besonders gut. Aber es kann auch ein wenig teurer werden. Die meisten Nobel-Restaurants in Schwaben, bei denen ein Menü über 100 Euro kostet, finden sich derweil in der Hauptstadt Augsburg. Wir haben uns angeschaut, welche Lokale zu den teuersten der Region zählen und was es hier zu essen gibt.
Nose and Belly, Augsburg
Nose and Belly von Chefkoch Hendrik Ketter landete 2025 zum ersten Mal auf der Liste der Restaurants mit einem Michelin-Stern. Die Menüs kosten zwischen circa 128 und 180 Euro, angeboten werden unter anderem Jakobsmuscheln, Hummer und Iberico Schwein. Es gibt auch ein vegetarisches Menü mit Ziegenkäse, Sellerie und Rote Bete.
Pavo, Pfronten
Das Pavo in Pfronten ist bei Gault Millau aufgeführt, angeboten werden hier unter anderem Kaninchen mit Bacon und Kartoffeln oder auch Dim Sum mit grünem Gemüse. Besonders an dem Restaurant ist seine Lage: Es liegt am mythischen Falkenstein in der Nähe der berühmten Burgruine.
Jockl Kaiser – Meyers Keller, Nördlingen
Der Meyers Keller ist das nördlichste Spitzenrestaurant in Schwaben, welches aber im Dezember letzten Jahres Insolvenz angemeldet hat - inzwischen wurde ein neuer Käufer gefunden und das Restaurant bleibt offen. Hier wird zurzeit ein Drei-Gänge-Menü für 195 Euro angeboten. Zu Essen gibt es in dem vom Guide Michelin ausgezeichneten Sternerestaurant unter anderem Schweine Grieben, Kinsauer Huchen und ein Dessert.
Stephans Stuben, Neu-Ulm
Auch Neu-Ulm hat ein Sternerestaurant, für Veganer ist diese Adresse allerdings nichts: Das Team von Marco Langer bietet nach eigenen Angaben aus qualitativen Gründen kein veganes Menü an, lediglich ein vegetarisches und ein klassisches. Sie kosten zwischen 135 und 165 Euro, angeboten werden unter anderem Hering, Schwertfisch oder Ferkel.
August, Augsburg
Noch ein Sternrestaurant aus Augsburg: Im Restaurant August kostet das Vier-Gänge-Menü 130 Euro. Das Restaurant liegt in der Villa Haag zwischen Jakobervorstadt und Lech und wird von Christian Grünwald betrieben. Auf der Karte stehen unter anderem je nach Saison Seezunge, Hummer oder gepökelte Aubergine.
Schlossanger Alp, Pfronten
Auch der Bergort Pfronten im Allgäu hat mehrere ausgezeichnete Restaurants: Neben dem Pavo gibt es im Restaurantführer Gault Millau noch die Schlossanger Alp. Hier kostet das Menü 149 Euro. Angeboten werden etwa Langustenschwanz, Almochse und eine Grand Cru Tartelette.
Villino, Lindau
Ein weiterer Ort mit mehreren ausgezeichneten Restaurants ist Lindau am Bodensee. Das Villino wird im Guide Michelin aufgeführt und zählt zu den Sternerestaurants. Entsprechend teuer sind auch hier die Gerichte: Ein Menü kostet mindestens 158 Euro, angeboten werden Taschenkrebs, Rehrücken oder Bodensee-Zwetschge.
Adara, Lindau
Auch das Adara in Lindau ist vom Guide Michelin ausgezeichnet und steht der Nachbarschaft des Villino damit nicht nach. Die Menüs kosten zwischen 158 und 188 Euro. Zu essen gibt es hier Gänseleber, Kalbsbäckchen oder auch Hirschrücken.
Die Ecke, Augsburg
Das auch als Eckstuben bekannte Augsburger Restaurant ist Teil der „Chaîne des Rôtisseurs“, der weltweiten Vereinigung der Feinschmecker und Spießbrater. Ein komplettes Menü kostet hier 118 Euro, ohne Zwischengericht 100 Euro. Dafür bekommt man etwa Sashimi vom Thunfisch, Steinbuttfilet und Gianduja Schokoladenmousse.
Kilian Stuba, Kleinwalsertal
Streng genommen nicht in Schwaben liegen die Kilian Stuba – weil sie jedoch wie das gesamte Kleinwalsertal nur aus dem Allgäu erreichbar sind, haben wir auch das unter anderem von Gault Millau ausgezeichnete Restaurant ebenfalls aufgeführt. Hier kosten die Menüs zwischen 150 und 180 Euro. Angeboten werden Seesaiblinge oder auch Lamm.
Sartory, Augsburg
Prominent in der Maximilianstraße gelegen ist das Sartory als Teil des Hotelkomplexes im Stadtzentrum womöglich das bekannteste Restaurant dieser Liste und Augsburgs. Gut für Vegetarier: Das Menü ist mit 159 Euro ganze 60 Euro günstiger als das Menü du Chef. Zu essen gibt es hier je nach Menü Steinbutt oder heimischen Rehrücken.
Ess-Atelier, Oberstdorf
Neben Augsburg bildet offenbar das Allgäu einen Schwerpunkt der feinen Küche in Schwaben – und auch der südlichste Ort Deutschlands hat ein Spitzenrestaurant: Das Ess-Atelier in Oberstdorf bietet ein Menü für 185 Euro an. Darin enthalten sind unter anderem ein asiatisches Gewürzsüppchen oder Lachs mit Rote Bete Humus.
Alte Liebe, Augsburg
Für 110 bis 210 Euro pro Menü kann man in der Alten Liebe im Augsburger Bismarckviertel essen. Dabei sieht das Restaurant von Benjamin Mitschele von außen eher unscheinbar aus, setzt aber auf urbanen Charme. Zum kulinarischen Angebot zählen hier Zander und Burgaud Ente.
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