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Warum du kurz vor der Periode zunimmst und warum das normal ist

Frauengesundheit

Warum du kurz vor der Periode zunimmst und warum das normal ist

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    Kurz vor der Periode kann die Waage plötzlich ein paar Kilo mehr anzeigen.
    Kurz vor der Periode kann die Waage plötzlich ein paar Kilo mehr anzeigen. Foto: Charlie’s, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Kurz vor der Periode fühlt sich der Körper oft aufgedunsen an, der Bauch ist aufgebläht – und steigt man auf die Waage, zeigt sie plötzlich ein paar Kilo mehr, obwohl man eigentlich nicht mehr gegessen hat als sonst. Eine Gewichtszunahme vor der Periode ist meist jedoch kein Grund zur Sorge und völlig normal. Aber warum nimmt man gerade in dieser Phase oft zu? Und ab wann könnten die zusätzlichen Kilos doch ein Problem sein?

    Menstruationszyklus: Was passiert im Körper vor der Periode?

    Der Menstruationszyklus beginnt laut dem Online-Portal des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte, frauenaerzte-im-netz.de, am ersten Tag der Menstruation und endet am letzten Tag vor der nächsten Blutung. Unterteilt wird der Zyklus in vier Phasen:

    1. Menstruationsphase
    2. Follikelphase (erste Zyklushälfte)
    3. Ovulation (Eisprung)
    4. Lutealphase (zweite Zyklushälfte)

    Gesteuert werden die Phasen des Zyklus laut dem medizinischen Online-Portal gesundheits-lexikon.com vor allem durch die beiden weiblichen Geschlechtshormone: Östrogen und Progesteron. Nach der Menstruationsphase steigt der Östrogenspiegel laut frauenärzte-im-netz.de, damit sich die zuvor abgestoßene Gebärmutterschleimhaut wieder aufbauen kann. Kurz vor dem Eisprung erreicht Östrogen dann seinen Höhepunkt und fällt danach wieder ab. In der Lutealphase, also der zweiten Zyklushälfte kurz vor der Periode, ist dagegen der Progesteronspiegel besonders hoch. Damit wird die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Dieser Anstieg kann sich jedoch unter Umständen auf das Gewicht auswirken.

    Gewichtszunahme: Warum nimmt man kurz vor der Periode zu?

    Verantwortlich für die Gewichtszunahme kurz vor der Periode sind in der Regel hormonelle Schwankungen im Menstruationszyklus. Wie gesundheits-lexikon.com erklärt, können Veränderungen im Hormonhaushalt unter anderem den Wasserhaushalt, den Appetit und den Stoffwechsel beeinflussen – und damit auch das Körpergewicht:

    • Wassereinlagerungen fördern die Gewichtszunahme: Vor allem Wassereinlagerungen sind in der zweiten Zyklushälfte üblich und können eine Gewichtszunahme auslösen. Sie entstehen durch verschiedene hormonelle Mechanismen, etwa durch den Abfall des Östrogenspiegels. Dieser kann die Durchlässigkeit der Blutgefäße erhöhen. In der Folge treten Flüssigkeit und Proteine aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe über, was laut gesundheits-lexikon.com Schwellungen begünstigen kann.
    • Stoffwechselveränderungen verstärken die Gewichtszunahme: Neben Wassereinlagerungen spielen auch stoffwechselbedingte Veränderungen eine Rolle. In der zweiten Zyklushälfte kann nämlich der Grundumsatz ansteigen – manchmal sogar um bis zu zehn Prozent. Gleichzeitig reagiert der Körper schlechter auf Insulin. Kohlenhydrate werden daher vermehrt als Glykogen gespeichert – eine Speicherform, die Wasser bindet. Dieser Effekt kann das Körpergewicht zusätzlich erhöhen.
    • Appetit und Heißhunger vor der Periode: Typisch für die Zeit vor der Menstruation sind vermehrter Appetit und Heißhungerattacken. Diese sind ebenfalls hormonell bedingt. So ist etwa der Serotoninspiegel in dieser Phase oft niedriger, wodurch das Sättigungsgefühl fehlt und das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln steigen kann.

    3 Kilo mehr vor der Periode: Ist das normal?

    Wer kurz vor der Periode plötzlich mehr wiegt, muss sich keine Sorgen machen. Eine Gewichtszunahme in dieser Zeit ist, wie auch gesundheits-lexikon.com erklärt, vollkommen normal. Ein bis drei Kilogramm mehr auf der Waage sind dabei üblich. Das zusätzliche Gewicht besteht vorwiegend aus Wasser und gefüllten Kohlenhydratspeichern – und nicht aus neuem Fettgewebe.

    Gewichtszunahme vor der Periode: Wann sollte man zum Arzt?

    Ab einer bestimmten Gewichtszunahme kann es jedoch sinnvoll sein, genauer hinzusehen. Wie die Gynäkologin Alison Stalzer gegenüber der Cleveland Clinic erklärt, sind Schwankungen um etwa zwei Kilogramm unbedenklich. Wer jedoch darüber hinaus zunimmt, sollte dies ärztlich abklären lassen. Insbesondere dann, wenn die Gewichtszunahme konstant bleibt und das Gewicht nicht mehr von selbst zurückgeht.

    Eine anhaltende oder unerklärliche Gewichtszunahme kann nämlich auf andere gesundheitliche Ursachen hinweisen. Treten zusätzlich Beschwerden wie Völlegefühl, Kopfschmerzen oder Hautunreinheiten auf, kann dies laut frauenärzte-im-netz.de auf das prämenstruelle Syndrom (PMS) hindeuten. Gehen die körperlichen Symptome zudem mit psychischen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Angstzustände einher, spricht man meist von einer schweren Form des PMS – die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS).

    Gewichtsabnahme: Sinkt das Gewicht nach der Periode wieder?

    Die Gewichtszunahme kurz vor der Periode ist laut gesundheits-lexikon.com nur vorübergehend. Die zusätzlichen Kilos verschwinden also wieder ganz von allein. Um den Körper dabei zu unterstützen, empfiehlt die Cleveland Clinic die folgenden Maßnahmen:

    • Ausreichend Wasser trinken
    • Salzige und stark verarbeitete Lebensmittel vermeiden
    • Sanfte Bewegung, etwa Spazierengehen oder Dehnen

    Übrigens: Auch während der Wechseljahre ist eine Gewichtszunahme ganz normal.

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