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Günzburg
06.12.2023

Nach Brand im Kindergarten: So lebt es sich in den neuen Containern

Die Kinder des im Juli abgebrannten Kindergartens Heilig Geist sind seit Oktober in Containern untergebracht. Leiterin Lena Höh ist begeistert von der neuen Einrichtung, die innerhalb weniger Wochen auf der Pfarrwiese entstanden ist.
Foto: Alexander Kaya

Vor fünf Monaten ist der Kindergarten Heilig Geist in Günzburg abgebrannt. Auf der Pfarrwiese entstand in wenigen Wochen eine komplett neue Einrichtung.

Den 15. Juli wird Lena Höh so schnell nicht vergessen. Die Nacht, in der der Kindergarten Heilig Geist in Flammen aufging, hat sich tief ins Gedächtnis der Kindergartenleiterin eingebrannt. Der extreme Rauch vor Ort, die rennenden Feuerwehrleute und die Berge weißen Löschschaums – all das sei "wie im Film" gewesen, sagt die 26-Jährige. Dass sie heute, fünf Monate nach der Katastrophe, relativ gelassen darüber sprechen kann, liegt am Happy End, das die Geschichte nahm. In kurzer Zeit entstand auf der Pfarrwiese neben dem Pfarrzentrum ein (fast) neuer Kindergarten aus Containern, in denen 85 Kinder und Erzieherinnen unterkommen konnten. Wie das so schnell funktionieren konnte, wie es sich dort arbeiten lässt und welche "Narben" der Brand trotz glücklichem Ende hinterlassen hat, erzählt Lena Höh im Gespräch mit unserer Redaktion. 

Bunt sieht der Kindergarten aus, rot, gelb, orange und grün leuchten die Außenwände. An den Fensterscheiben kleben gebastelte Häuschen, im Eingang werden Besucher mit "Herzlich willkommen"-Wimpeln begrüßt. Es ist weihnachtlich dekoriert, wirkt einladend, wie ein Kindergarten eben. "Es ist echt super geworden", findet Lena Höh, die durch die Räume führt. Seit dem 2. Oktober spielt sich der Kindergartenalltag der Leiterin, ihres Teams und der Kinder der Mäuse-, Maulwurf- und Igelgruppe in 33 aneinandergebauten Containern ab.

Der Kindergarten Heilig Geist besteht aus 33 zusammengesetzten Modulen. Von außen erstrahlen die Container in bunten Farben.
Foto: Heike Schreiber

Dass dies fast über Nacht möglich war, gleicht einem Wunder. "Wir hatten Glück im Unglück", drückt es der Verwaltungsleiter der Pfarreiengemeinschaft Günzburg, Michael Klotz, aus. Der Brand hatte das Gebäude in der Hölderlinstraße zerstört, es war nicht mehr nutzbar, einsturzgefährdet, der Schaden geht in die Millionen. Die Kinder und Erzieherinnen kamen in der Kirche unter, aber eine Dauerlösung war das nicht. Bis ein Neubau existiert, würden Jahre vergehen. Wie es das Schicksal oder der Zufall wollten, standen in Leipheim noch ungenutzte Container herum, Raummodule, die perfekt für Kinder passten. Diese waren bis zum Neubau der Kita St. Paulus in Leipheim in Verwendung gewesen, sollten Anfang August abtransportiert werden.

Sämtliche Möbel stammen aus dem Fundus anderer Kindergärten oder wurden von Privatpersonen gespendet.
Foto: Alexander Kaya

Kurzerhand beschloss die Stadt Günzburg, diese anzumieten, den Kindergarten Heilig Geist dort vorübergehend unterzubringen und die Kosten von einer halben Million Euro zu übernehmen. Lena Höh spricht rückblickend von mehrfachem Glück, nicht nur, weil die Container zum richtigen Zeitpunkt da waren, sondern auch noch in unmittelbarer Nähe zum abgebrannten Kindergarten die große Pfarrwiese zur Verfügung stand. Und Glück auch, dass nach dem Feuer eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft rollte. Geld- und Sachspenden flossen so zahlreich, dass Lena Höh und ihr Team bis heute weder Spielzeug noch Möbel dazukaufen mussten. "Es war Wahnsinn. Wir hatten nichts mehr und haben wieder alles, was wir brauchen", sagt Höh. 

Die Container auf der Pfarrwiese könnten bis zu vier Jahre bleiben

Nur drei Wochen nach dem Brand rückten die Bagger an der Pfarrwiese an und gruben das Fundament, Ende August brachte ein Kran die Container in Stellung. "Wir konnten zuschauen, wie unser neuer Kindergarten entsteht", erzählt Lena Höh. Nach zwei Tagen stand er. In der Folge arbeiteten Handwerker und Elektriker auf Hochtouren, Wasserleitungen und kilometerlange Kabel mussten verlegt werden. Päckchenweise trugen die Kinder ihre Habseligkeiten von der Kirche herüber, am 2. Oktober war der Umzug geschafft. "Für viele ist das hier keine Zwischenlösung. Sie werden hier ihre ganze Kindergartenzeit verbringen", sagt Lena Höh. Bis zu vier Jahre könnten die Container auf der Pfarrwiese bleiben.

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Drei Gruppen haben im Erdgeschoss ihren festen Platz, die frühere vierte Bären-Gruppe musste wegen Raumknappheit aufgelöst werden. Jede Gruppe hat einen großen Spiel- und einen kleineren Entspannungsraum, es gibt eine moderne Küche, Toiletten und sogar einen ersten Stock mit Turn- und Personalraum und einem Zimmer, in dem die Vorschüler arbeiten können. Nur eine Garderobe fehlt noch, aber die soll im Dezember kommen. Lena Höh hat ihr eigenes Büro, zwar mit lauter zusammengestückelten Möbeln, aber das sei ihr egal. Hauptsache, sie könne arbeiten. "Es funktioniert mit so viel weniger, das merkt man dann plötzlich", sagt sie. Aus dem abgebrannten Kindergarten sei gar nichts mehr zu retten gewesen. Flammen, Löschwasser und Schaum hätten alles zerstört, auch ihre Bücher und Gitarre aus Kindheitstagen, die sie dort verwahrt hatte. "Das hat schon sehr wehgetan", erzählt die Leiterin. 

In den 33 aneinandergebauten Containern hat alles seinen Platz. Nur die Garderobe fehlt noch. Jacken und Rucksäcke liegen bisher auf einer Bank.
Foto: Alexander Kaya

Kindergarten hätte im August renoviert werden sollen

An die Nacht des Brandes erinnert sie sich, als wäre es gestern gewesen. Morgens um halb vier hat sie damals das klingelnde Telefon aus dem Schlaf gerissen, weiß Lena Höh noch genau. Den Qualm habe sie schon von Weitem gesehen, gestunken habe es. Stundenlang habe sie zusehen müssen, wie die Feuerwehrleute mit den Flammen kämpften. Besonders schmerzhaft sei es gewesen, als ein Bagger mit seiner Schaufel Teile des noch qualmenden Dachs in den Morgenstunden einriss. "Ihr" Kindergarten, dessen Leitung sie erst im September 2022 übernommen hatte und der im August hätte renoviert werden sollen, war plötzlich zur Ruine geworden. Und sie über Nacht zur Krisenmanagerin. Fünf Monate danach ist sie einfach froh, alles hinbekommen zu haben, erleichtert, dass der Neustart gelungen ist, die Kinder in ihrem neuen Reich angekommen und glücklich sind. "Wir fühlen uns wohl, es läuft."

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