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Irgendwann ist Schluss mit Haustier-Betreuung für die Nachbarn

Kommentar Von Lea Thies
01.08.2021

Unser Autorin Lea Thies findet, dass sie in ihrem Leben schon genug fremde Katzenklos geputzt hat. Irgendwann reicht es damit auch.

Katzenkloooo, Katzenkloooo, ja das macht – sorry, Helge Schneider, für die Verhunzung dieser Songzeilen – keinen Menschen froh. Katzenkloooo ist also der Grund, weshalb ich diese Frage oben mit nein beantworte. Nicht das Lied natürlich, das Ding! Diese Kiste mit Katzenstreu, auf der, wenn alles gesund läuft, einmal am Tag etwas braunes Festes landet, das ein Mensch mit einem löchrigen Schäufelchen rausheben und entsorgen sollte, weil es sonst in Nullkommanix in der ganzen Wohnung bestialisch stinkt. Nicht lecker. Das Schaufeln auch nicht. Und dann ist da noch der flüssige Part in dieser Box. Ich erspare Ihnen hier jetzt jegliche Beschreibung, macht Menschen nämlich überhaupt nicht froh.

Katzenklo macht keine Menschen froh

Warum ich das hier erzähle? Ich hatte mal eine Nachbarin, die beruflich viel um die Welt geflogen ist – und ich währenddessen ihre Katzen gesittet habe. Jeden Tag füttern (war kein Problem) und Katzenkloooo, würg. Obwohl sie das Katzenstreu immer extra aus Japan mitbrachte und darauf schwor, dass diese Kügelchen Hightech seien, die jeden Geruch binden – würg. Aber was tut man nicht alles aus Tier- und Nächstenliebe … So ging das ein paar Jahre – und mein gefühltes Lebenszeit-Katzenkloooo-Konto ist voll. Heißt: Ich muss jetzt für den Rest meines Lebens kein Katzenkloooo mehr leeren! Ich werde keine Fremdkatzen mehr betreuen. Ein Glück haben meine neuen Nachbarn keine Katzen, keine Chance also, doch mal einzuknicken. Und als Hundemensch kommt mir auch keine Katze ins Haus – nicht mal als Freigänger ohne Katzenkloooo. Meine Nachbarn müssen also nicht mal Angst haben, dass sie eines Tages während meines Urlaubs das Schäufelchen für meinen Vierbeiner zücken müssen. So macht Katzenkloooo doch froh.

Lesen Sie dazu auch den Pro-Kommentar: Warum die Pflege fremder Haustiere Ehrensache ist

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.08.2021

Tja, da hilft nur eine „gut erzogene“ ;) (Freigänger-)Katze - meine Katze geht nicht ins Katzenklo, wenn niemand zuhause ist! Dann geht sie über die Katzenklappe nach draußen, obwohl sie ansonsten lieber drinnen ist. Die Nachbarn müssen nur (zu-)füttern, notfalls würde es auch ohne Nachbarn gehen. Aber bitte nicht fragen, wie die Katze auf diese Kuriosität kam, funktioniert seit 3 Jahren. Beim ersten Mal nach dem 10-tägigen Urlaub waren wir selbst verblüfft, daß nie was drin gewesen wäre. Kaum waren wir zuhause, war das Katzenklo auch wieder gut in Nutzung…
Bei reinen Hauskatzen ist das natürlich keine Option. Da empfiehlt sich ein Katzenliebhaber oder -besitzer als Betreuer für den Urlaub.

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04.08.2021

In Ihrem Fall muss dann der Nachbar zwar nicht das Katzenklo sauber machen, sondern darf die Exkremente Ihrer Katze aus einem Beet, einem Sandkasten oder sonstwo räumen.
Viel besser...

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