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Der Wegfall der Priorisierung zeigt den Erfolg der Impfkampagne gegen das Coronavirus

Kommentar Von Michael Pohl
18.05.2021

Die Aufhebung der Impf-Priorisierung war von Anfang an eingeplant - sobald es genug Impfstoff gibt. Ärzte tragen aber eine Verantwortung für Risikogruppen.

Deutschlands Impfkampagne ähnelt dem Bau eines neuen Hauses: Viele wundern sich, wie langsam es vorangeht. Manche Lobbyistenstimme klingt wie: "Wir fordern ein Dach!", wenn gerade die Ziegel für das Erdgeschoß in die Höhe wachsen. Andere beklagen ein "Desaster", weil ein Neubau um die Ecke schneller vorankommt.

Corona-Impfungen zeigen erste Erfolge auf die Inzidenz

Langsam wird auch in Deutschland der Impferfolg sichtbar: Vor allem die Zahl der täglichen Todesfälle ging zurück – gleichwohl ist sie noch immer auf dem Niveau der ersten Welle. Wie geplant werden inzwischen eine Million Impfdosen pro Tag geliefert. Denn es hat gedauert, die Massenproduktion für die neuen mRNA-Impfstoffe hochzuziehen.

Auch die Aufhebung der Priorisierung haben die "Architekten" der Ständigen Impfkommission von Anfang an eingeplant, sobald es genug Impfstoff gibt.

Impfzentren werden weiter Risikogruppen bevorzugen

Bund und Länder haben sich nun für einen frühestmöglichen Termin entschieden. Das ist der Ungeduld der Bevölkerung, aber auch dem Pragmatismus geschuldet.

Dennoch wird die Großbaustelle Impfen davon nicht früher fertig. Es bleibt Geduld bis in den Sommer gefordert. Ärzte und Impfzentren tragen weiter die Verantwortung, sich bevorzugt um Risikogruppen zu kümmern, auch wenn sie dabei nun flexibler arbeiten können.

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Die Diskussion ist geschlossen.

18.05.2021

Liest der Herr Pohl seine eigene Zeitung nicht? "Der "Impfturbo" stockt: In Augsburg gibt es aktuell nur wenige Erstimpfungen" (https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburg-Der-Impfturbo-stockt-In-Augsburg-gibt-es-aktuell-nur-wenige-Erstimpfungen-id59713521.html)

Ein Erfolg sieht anders aus.

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18.05.2021

Versagen auf der ganzen Linie, ich lebe zur Zeit in einem sogenannten 3. Welt Land, aber da sind beireits die Jungen zum impfen dran. wie erbärmlich ist das in Deutschland.

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18.05.2021

.
Na, dann bleiben Sie nur auf Dauer dort

Es gibt hier so schon genügend Menschen,
die ihren Lebenssinn im Herummäkeln sehen
……….




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18.05.2021

Ich kann nicht nachvollziehen wie Sie und ihr Kollege zu dieser Meinung kommen.
Ist mir irgend etwas entgangen? Die Aufhebung der Priorisierung darf nun kein Freibrief für "Vitamin-B" Kontakte sein.
Sehr viele Menschen in Priorität 2 und 3 haben noch nicht einmal ein Impfangebot erhalten obwohl sie bereits seit Monaten
beim Impfzentrum registriert sind. Auf der anderen Seite impfen manche Ärzte nur die Menschen die zumindest einmal in ihrer Praxis waren. Von den nicht in ausreichenden Mengen vorhandenen Impfdosen für Hausärzte ganz zu schweigen.
Beim LRA ist heute zu lesen:
"Der Landkreis bekommt für seine beiden Impfzentren im Zeitraum 18. bis 25. Mai insgesamt 2.890 Impfdosen Biontech und Moderna zugeteilt. Da eine hohe Anzahl von Zweitimpfungen ansteht, können damit in dieser Woche jedoch nur rund 300 Erstimpfungen in den Impfzentren durchgeführt werden."
Und weiter:
In den Impfzentren Dasing und Kissing seit Eröffnung
Erstimpfungen 34.684
bei den Hausärzten seit Freigabe
Erstimpfungen 11.943
Diese Zahlen müssen zu denken geben, deutet sie doch auf ein Versagen der Verantwortlichen hin.

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