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Kommentar
14.06.2012

Merkel in Angriffsstellung

Die für Merkels Verhältnisse deutliche Warnung, Deutschlands Kräfte seien in der Krise nicht unbegrenzt, richtet sich vor dem G-20-Gipfel an ihre Kollegen in Washington und Paris.

Kommt es zum Konflikt, verhalten sich Frauen oft geschickter als Männer. Sie gehen schon mal einen Schritt zurück und heizen die Lage nicht mit weiteren Wortwechseln an. Angela Merkel beherrscht diese Taktik, was ihr oft den Vorwurf eingetragen hat, Streitereien zu lange schwelen zu lassen.

Doch die Kanzlerin kann ganz anders, wie nicht nur die Entlassung ihres Umweltministers Norbert Röttgen zeigt. Merkel hat eine eiserne Seite. Die für ihre Verhältnisse deutliche Warnung, Deutschlands Kräfte seien in der Krise nicht unbegrenzt, richtet sich vor dem G-20-Gipfel an ihre Kollegen in Washington und Paris. Dort will man Deutschland noch stärker finanziell in die Pflicht nehmen. Beide Länder taugen nicht in dem Maße zum Retter, weil sie wirtschaftlich schwächeln. Deshalb wollen sie Deutschland schwächen. Den unsittlichen Antrag hat Merkel entschieden zurückgewiesen. Liegt so eine Politikerin „passiv in der Furche“, wie SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier zu wissen glaubt? Nein, sie befindet sich aktiv in Angriffsstellung.

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